Pascal Schrader war bereit für das Spitzenspiel und überzeugte häufig wie hier mit Glanzparaden. Die Anzahl der Treffer wird man ihm bestimmt nicht anlasten!

Eingebettet in das „SPORTFEST In Istrup“ fand am gestrigen Sonntag (12. Mai) das Spitzenspiel in der Kreisliga B statt: Tabellenprimus SG Istrup-Brüntrup empfing die Eintracht aus Jerxen. Die Ausgangslage für den Gastgeber war günstig, mit einem Drei-Punkte-Vorsprung (64 Punkte) ging es in die Partie, welche von Schiedsrichter Torben Meyer fast pünktlich angepfiffen wurde. SV Eintracht Jerxen-Orbke II hatte in 23 Spielen bereits 61 Punkte eingesammelt, also ein Spiel weniger absolviert als der Gastgeber. Nach einem zunächst recht vorsichtigen Abtasten beiderseits in den ersten Minuten hätte Istrup eigentlich durch einen gut vorgetragenen Konter in Führung gehen müssen. Leider versagten die Nerven uns es blieb beim 0:0. Nach elf Minuten entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für die Gäste. Es war ein unglücklicher Handelfer, bei dem man keinerlei Absicht unterstellen konnte – und dennoch war es eine vertretbare Entscheidung. Fabian Janzen verwandelte souverän für die Gäste zum 1:0. Der Treffer zeigte Wirkung – allerdings auf Seiten der Gäste, die nun etwas befreiter aufspielten und phasenweise die technische Überlegenheit auf den Platz bringen konnten. Dennoch hielt der Verband der Kicker um Trainer Andre Georg gut, gerade Sebastian Weber konnte in diesem Minuten mit guten Aktionen in der Abwehr überzeugen. (Randnotiz: Einer der Linienrichter verletzte sich und musste ausgewechselt werden. Vereins-Vorsitzender André Klaas reagierte schnell und konnte Lisa Glowatzki, die sich als ausgebildete Schiedsrichterin unter den Zuschauern befand, zu einem Einsatz bewegen. Die Mannschaften waren einverstanden und so konnte das Spiel nach einer rund 10-minütigen Unterbrechung fortgesetzt werden.) Fabio Cucchiara hatte sich im Anschluss eine gute Möglichkeit erarbeitet, spielte einen Abwehrspieler aus und scheiterte letztlich am mannschaftsdienlichen Vortrag. Sein gut gemeinter Pass wurde von den Gästen abgefangen. In der 33. Spielminute traf Marco Jöstingmeier für seine Farben zum 0:2 aus Istruper Sicht und markierte damit den Halbzeitstand.

 

Der Tor war eigentlich frei, die Nerven versagten und es kam nicht zur 1:0-Führung durch die Gastgeber.

Die Kabinenansprache von Coach Georg zeigte Wirkung. Die SG Istrup-Brüntrup startete ein wenig frischer in den zweiten Teil der Partie und überraschte die Eintracht nach nur zwei Spielminuten mit dem Anschlusstreffer durch Labinot Delolli. Das druckvolle Spiel der Gastgeber riss nicht ab. Berkan Özcelikoglu stürmte über die linke Seite und setzte sich Dank seiner Schnelligkeit durch. Der daraus resultierende Handkontakt der Gäste im Strafraum wurde vom Gespann leider nicht gesehen – es blieb beim 2:1 für Jerxen. In Minute 64 traf erneut Fabian Janzen zum 3:1 und dennoch steckte die SG nicht auf. Kapitän Fabio Cucchiara motivierte die Zuschauer, die bis zu diesem Zeitpunkt hervorragend unterstützten, die Fläche um den Kunstrasenplatz fast vollständig ausgefüllt hatten und sich erneut anzünden ließen. Das Spiel blieb vorerst noch spannend, erst als der eingewechselte Jaafar Aljassem, der vorne für viel Bewegung sorgte, in der 81. Minute zum 4:1 traf, hatte man ein wenig da Gefühl der Stecker sei gezogen und die SG ein wenig mit den Kräften am Ende. Leon Märzhäuser sorgte kurz vor dem Schlusspfiff (87.) mit seinem Treffer für ein in Summe verdientes 1:5 aus Sicht der Gastgeber.

 

Volle Ränge gibt es in Istrup nicht nur zum Sportfest.

Fazit: So ist Fußball. Wären die Istruper mit der guten Möglichkeit der ersten Minuten in Führung gegangen, hätte man den berechtigten Handelfmeter am Anfang des zweiten Durchgangs zugesprochen bekommen und den Ausgleich erzielt – das Spiel hätte einen anderen Ausgang nehmen können. So muss man jedoch bereitwillig in die Niederlage einwilligen und den Gästen eine technische und auch konditionelle Überlegenheit zusprechen, welche an diesem Tage einen Sieg rechtfertigen. Das sieht auch Trainer Andre Georg so, der unserer Redaktion auf Anfrage folgendes Statement übermittelte:

 

Andre Georg bleibt fair und erkennt die Leistung des Gegners an.

„Fußballerisch war Jerxen heute besser als wir. Das muss man neidlos anerkennen. In der Höhe dürfen wir das Spiel so nicht verlieren. Da haben am Ende die Körner gefehlt. Wir sind eigentlich die Mannschaft, die mit 1:0 in Führung gehen muss. Da kriegen wir den Ball dummerweise nicht über die Linie gedrückt. Gehört aber zum Fußball dazu. Extrem ärgerlich ist, dass wir nahezu perfekt aus der Kabine kommen und direkt den Anschluss erzielen. Kurz darauf wird uns ein glasklarer Handelfmeter nicht gegeben. Das ist maximal unglücklich. Zu so einem Zeitpunkt den möglichen Ausgleich zu erzielen macht viel mit so einem Spiel. Da bekommt man nochmal richtig Auftrieb und auf der Gegenseite macht sich Nervosität und Unsicherheit breit. Das heißt nicht, dass wir das Spiel dann gewinnen, aber trotzdem frustrierend, wenn einem so was verwehrt bleibt. Ein riesiges Dankeschön an alle Fans und Unterstützer. Eine Weltklasse-Atmosphäre, die im Amateursport definitiv ihresgleichen sucht. Weiter geht’s für uns, der Aufstieg ist deshalb keinesfalls abgeschrieben.“