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Künstliche Intelligenz in der Lebensmittelproduktion

von | Mai 12, 2026 | Wirtschaft

In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Partnerschaft zwischen Wissenschaft und Unternehmen ein großer Treiber für Innovationen ist. | Bild TH OWL

Wie Künstliche Intelligenz und digitale Technologien die Lebensmittelproduktion verändern und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft beeinflussen, stand im Mittelpunkt des Fokustags der Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL). Rund 70 Vertreter:innen aus Forschung, Industrie und Gesellschaft diskutierten kürzlich aktuelle Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Im Fokus der Veranstaltung in der Future Food Factory OWL auf dem Innovation Campus Lemgo standen praxisnahe Anwendungen datengetriebener Technologien. Fachvorträge beleuchteten unter anderem KI-gestützte Qualitätssicherung, digitale Zwillinge in der industriellen Praxis sowie Fragen der Cybersicherheit in vernetzten Produktionssystemen. Ergänzt wurde das Programm durch das Pitch-Format „Match My Science“, das gezielt den Austausch zwischen Forschung und Unternehmen förderte und konkrete Anknüpfungspunkte für Kooperationen aufzeigte.

Ein besonderer Anlass des Fokustags war das neunjährige Bestehen der Impulspartnerschaft smartFoodTechnologyOWL: Seit 2017 wird die Initiative im Rahmen des Programms „Forschung an Fachhochschulen: FH-Impuls“ gefördert und hat seither zahlreiche Projekte zur Digitalisierung der Lebensmittelindustrie initiiert.

„Forschung im Kontext der Lebensmittelproduktion kommt heute kaum noch ohne digitale und intelligente Technologien aus“, betonte Professor Dr. Jan Schneider, Sprecher der Partnerschaft und Leiter des Institute for Life Science Technologies (ILT.NRW). „Umso wichtiger ist es, diese Erkenntnisse schnell und zielgerichtet in die industrielle Praxis zu überführen.“ Im Zentrum der abschließenden Diskussionsrunde stand daher insbesondere die Frage, wie der Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter gestärkt werden kann.

„Der Mehrwert von KI zeigt sich vor allem dann, wenn Forschungsergebnisse in konkrete Anwendungen überführt werden“, sagte Norbert Reichl, Geschäftsführer der Food Processing Initiative e.V. „Formate wie dieser Fokustag schaffen genau die Schnittstellen, die es dafür braucht – vom ersten Impuls bis zur Umsetzung im Unternehmen.“ Zugleich wurde betont, dass der Austausch in beide Richtungen erfolgen müsse. Professor Schneider: „Impulse aus der industriellen Praxis sind entscheidend, um Forschung zielgerichtet weiterzuentwickeln und relevante Lösungen zu schaffen.“

Die Partnerschaft smartFoodTechnologyOWL verfolgt das Ziel, digitale Technologien mit lebensmitteltechnologischem Know-how zu verbinden und Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – „From Farm to Fork“ (vom Acker auf den Teller) – voranzutreiben. „Unser Anspruch ist es, einen nachhaltigen Beitrag zu einer resilienten Lebensmittelversorgung zu leisten und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft weiter zu intensivieren“, betonte Professor Schneider. Mit dem Fokustag wurde deutlich, dass die enge Verzahnung von Forschung und Praxis ein zentraler Erfolgsfaktor für Innovationen in der Lebensmittelbranche ist.

 

 

 

Pressemeldung Technische Hochschule OWL

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