Der Blomberger SV und der FC Augustdorf haben sich nach einer umkämpften Partie mit 2:2 (1:0) getrennt. Die Gastgeber lagen dabei zweimal in Führung, mussten kurz vor dem Ende aber noch den Ausgleich hinnehmen.
Bereits nach 20 Minuten musste Blomberg erstmals wechseln. Für Ben Neubacher kam Julian Janzen in die Partie. Nur zwei Minuten später durften die Gastgeber jubeln: Nikita Sedelnikov traf in der 22. Minute zur 1:0-Führung. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Augustdorf den Druck. Trainerseitig reagierten die Gäste in der 54. Minute mit einem Doppelwechsel: Deniz Ismail Kaymaz und Marcel Mescheder ersetzten Yasin Basar und Osman Yagizalp Aycicek. Die Maßnahme zeigte schnell Wirkung. Kaymaz erzielte in der 60. Minute den 1:1-Ausgleich. Blomberg ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. In der 70. Minute kam Jarrit Karaus für Robin Winkler ins Spiel – und auch dieser Wechsel zahlte sich aus. Nur drei Minuten später brachte Karaus den Blomberger SV erneut in Führung.
Zum Sieg reichte es dennoch nicht. In der Schlussphase warf Augustdorf noch einmal alles nach vorne. In der 85. Minute traf Jason Jansen zum 2:2 und sicherte seiner Mannschaft damit einen Punkt. In den verbleibenden Minuten gelang keinem Team mehr der entscheidende Treffer. Somit blieb es nach 90 Minuten beim 2:2-Unentschieden.
Stimmen zum Spiel:
Kai David (Trainer Augustdorf): „Ich denke, dass wir in der ersten Halbzeit etwas zu nervös oder hektisch waren. Wir hatten eigentlich keine Probleme mit den Platzverhältnissen oder Ähnlichem, weil wir ebenfalls eine Rasenmannschaft sind. Trotzdem waren wir etwas unruhig. Ich weiß nicht, woran es lag.
Dann geraten wir mit 0:1 in Rückstand. Das war nicht ganz unverdient. Dem Tor ging ein Fehler in unserer Abwehrkette voraus. Der Ball wurde von einem Spieler nicht gut gespielt. Blomberg nutzte anschließend den Umschaltmoment und erzielte das 1:0.
In der 46. Minute beziehungsweise zu Beginn der 47. Minute bekommen wir eine Rote Karte. Dadurch müssen wir eine komplette Halbzeit in Unterzahl spielen. Das haben wir eigentlich richtig gut gemacht.
Blomberg wechselte anschließend einen erfahrenen Spieler ein. Nach rund 70 Minuten und der zusätzlichen Belastung (durch die Unterzahl) nutzte dieser einen Stellungsfehler von uns und erzielte das 2:1.
Ich muss meiner Mannschaft trotzdem ein riesiges Kompliment machen. Die Moral ist nicht eingebrochen. Wir haben weitergespielt, engagiert gekämpft und waren präsent. Durch hohe Ballgewinne kamen wir immer wieder in Umschaltmomente. Aus einer solchen Situation entstand schließlich ein Konter. Nach einem Foul aus ungefähr 20 bis 23 Metern verwandelte Jason den anschließenden Freistoß direkt zum 2:2.
So ist es eben, am Ende nehmen wir den Punkt dankend aus Blomberg mit.“
Basti Magers (Trainer BSV): „Also, wir sind, glaube ich, über 90 Minuten klar die bessere Mannschaft, bessere Spielanlage, hatten auch deutlich mehr Spielanteile, machen verdientermaßen auch das 1:0. Ja, durch einen erlernten Pressing-Fehler, was natürlich für einen Trainer immer eine ganz, ganz feine Sache ist, das muss man ganz klar sagen, wenn Trainingsinhalte zu sehen sind.
Kriegen es dann allerdings nicht hin, das 2:0 oder 3:0 auch zu machen. Wir sind immer ein bisschen zu unsauber vorm Tor. Anschließend, ja, stellen wir uns dann doch bei zwei Standardsituationen ziemlich dämlich an. Zum einen einen Elfmeter, den wir verursachen. Da müssen wir in der Box einfach klüger sein. Und ein Freistoß, der von Augustdorf direkt reingemacht ist, geht rein. Da müssen wir uns auch viel, viel besser verhalten, weil das sind so Basics, wo man sagt: Im eigenen Strafraum wird der Mann gestellt für den Elfmeter und gleichzeitig, der Freistoß ist verhinderbar, wenn ich in den Ball reingehe, so wie man es auch relativ früh lernt.
Und das ist das, was mich heute so ein bisschen, ehrlich gesagt gestern auch, sehr auf die Palme gebracht hat, dass solche Basics einfach, ja, uns das Genick brechen.
Also, wir halten eine Top-5-Mannschaft, mit Augustdorf eins, wo ich sie immer noch sehe, oder wo ich sie sehe, halten wir bei tatsächlich, ja, ich glaube, einem Schuss in Minute 90 aus dem Spiel heraus. Ansonsten sind das vielleicht mal ein, zwei Weitschüsse. Ich glaube, Luca Borchert hat einen entspannten Tag.
Ja, und wir holen durch zwei, zwei Gegen- oder zwei Standards gegen uns, kriegen wir zwei Tore. Und das ist das, was mich ehrlich gesagt heute sehr aufregt. Deshalb, es fühlt sich tatsächlich sehr an wie eine Niederlage.
Wenn man das Ganze ein bisschen weglässt, dann muss man sagen, dass wir viele Trainingsinhalte mittlerweile verinnerlicht haben, was für Andre und mich natürlich sehr, sehr schön ist und auch sehr, sehr wichtig ist.
Aber trotzdem müssen wir jetzt auch anfangen, so ein Spiel gewinnen zu wollen. Und das mit hundertprozentiger Leidenschaft. Es war klar, was passiert. Die machen das 2:2 durch den direkten Freistoß und wir sind dann überhaupt nicht mehr zwingend genug.
Und dann ist immer so die einfache Floskel: Gegen tiefstehenden Gegner öffnest du einmal über außen und dann knallst du eine Flanke nach der anderen da vorher. So, und irgendwann passiert ein Fehler und irgendwann machst du das 3:2. Aber das haben wir nicht mehr hingekriegt.
Und, ja, da muss man dann sagen: Das ist leider Gottes wirklich rein unsere eigene Schuld gestern. Wir nehmen uns da voll mit rein, wir Trainer, dass wir gestern das Ding nicht gewonnen haben.
Ja, so schaut’s leider aus. So ist das. Deshalb: Das Feeling ist heute wirklich wie eine Niederlage. Ganz klare Niederlage. Tut richtig weh. Auch immer noch. Echt selten, selten dran zu knabbern eigentlich an Niederlagen, weil es eigentlich ein Unentschieden war. Aber ich muss dir echt sagen, heute tut’s echt weh. Tut mir wirklich weh.
Und, ja, jetzt stehst du schon mit sechs Punkten nach zwei Spieltagen da, gestanden, und das auch verdient, meiner Meinung nach. Aber so ist das.“
















