Leerstände erfassen, vorhandenen Wohnraum aktivieren und Baulücken besser nutzen: Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen das Leerstandsmanagement in Blomberg voranbringen. Über den gemeinsamen Antrag wird der Rat der Stadt Blomberg in seiner kommenden Sitzung am 26. August 2026 beraten und beschließen.
Die Verwaltung soll beauftragt werden, leerstehende Immobilien und deren Eigentümer systematisch zu ermitteln. Ziel ist es, geeignete Gebäude wieder dem Wohnungsmarkt zuzuführen. Gleichzeitig sollen freie Baugrundstücke und Baulücken erfasst werden, die nach bestehenden Bebauungsplänen für Wohngebäude genutzt werden können. Hintergrund ist ein Problem, das insbesondere in der Blomberger Innenstadt sichtbar ist: Während Wohnraum gesucht wird, stehen Gebäude teilweise über längere Zeit leer. Das beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild. Leerstände können sich auch negativ auf Handel, Gastronomie und Tourismus auswirken.
SPD und Grüne wollen deshalb vorhandene Potenziale stärker nutzen. Dazu gehören neben leerstehenden Häusern auch bereits bebaubare Grundstücke in der Kernstadt und den Ortsteilen. Gerade jungen Familien könnten so Möglichkeiten für einen Neubau aufgezeigt werden. Gleichzeitig würde eine stärkere Nutzung vorhandener Flächen im Innenbereich einer weiteren Zersiedelung entgegenwirken. Für die Ermittlung von Leerständen schlagen die Fraktionen unter anderem eine Zusammenarbeit mit den Blomberger Versorgungsbetrieben (BVB) vor. Durch einen datenschutzkonformen Abgleich entsprechender Daten könnten ungenutzte Immobilien identifiziert werden. Die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz personenbezogener Daten sollen dabei ausdrücklich eingehalten werden.
Auch die BIG könnte nach Vorstellung der Antragsteller eingebunden werden. Ihre Immobilienkompetenz könnte bei der Kontaktaufnahme und Koordination mit Eigentümern sowie bei Fragen zu Nutzungsmöglichkeiten, Förderprogrammen und einer möglichen Vermarktung eingesetzt werden.
Der Ansatz ist sinnvoll: Statt ausschließlich neue Baugebiete auszuweisen, sollen zunächst die vorhandenen Möglichkeiten innerhalb der Stadt und der Ortsteile besser genutzt werden. Ob daraus künftig ein aktives Leerstandsmanagement für Blomberg entsteht, entscheidet nun der Rat am 26. August 2026.
















