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Ratten im Stadtgebiet: Stadt Blomberg gibt Hinweise zum richtigen Umgang

von | Aug. 26, 2026 | Blomberg

Symbolbild

In Blomberg werden immer wieder Ratten gesichtet. Besonders dann, wenn die Tiere nicht nur in der Kanalisation, sondern auch tagsüber im öffentlichen Raum, in Grünanlagen oder auf privaten Grundstücken beobachtet werden, stellt sich für viele Bürgerinnen und Bürger die Frage: Was kann und sollte man tun?

Ratten sind äußerst anpassungsfähig und finden sich überall dort ein, wo sie ausreichend Nahrung, Wasser und geeignete Rückzugs- und Nistmöglichkeiten vorfinden. Eine wichtige Rolle spielt dabei das menschliche Umfeld. Achtlos weggeworfene Lebensmittel, offen zugänglicher Müll, Tierfutter oder schlecht gesicherte Komposthaufen können den Tieren ein attraktives Nahrungsangebot bieten. Rückzugsmöglichkeiten finden Ratten beispielsweise in der Kanalisation, unter Holz- und Materialstapeln, in dicht bewachsenen Bereichen, Schuppen oder ungenutzten Gebäuden.

Auch die Witterung kann die Lebensbedingungen der Tiere beeinflussen. Milde Winter können dazu beitragen, dass Ratten bessere Überlebensbedingungen vorfinden und sich entsprechend vermehren. Eine einzelne Sichtung bedeutet allerdings nicht automatisch, dass sich in unmittelbarer Nähe ein größeres Rattenvorkommen befindet. Werden Ratten jedoch wiederholt oder sogar tagsüber beobachtet, sollte die Ursache möglichst frühzeitig geklärt werden.

Die Abwasserwerke Blomberg führen bereits seit vielen Jahren regelmäßig Maßnahmen zur Rattenbekämpfung im Kanalnetz durch. Die sogenannten Belegungen finden zweimal jährlich statt. Etwa vier Wochen nach den jeweiligen Belegungen erfolgen zudem stichprobenartige Nachkontrollen. Auf diese Weise können mögliche Schwerpunkte erkannt und bei Bedarf weitere Maßnahmen geprüft werden. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass sich Ratten nicht ausschließlich und häufig auch nicht dauerhaft in der Kanalisation aufhalten. Besonders attraktive Nahrungsquellen befinden sich häufig an anderen Orten, etwa dort, wo Müll nicht ordnungsgemäß gelagert oder Tierfutter für die Tiere frei zugänglich aufbewahrt wird.

„Ratten sind in urbanen Räumen keine Seltenheit und treten praktisch in jeder Stadt auf. Wichtig ist, dass mögliche Nahrungsquellen und Rückzugsmöglichkeiten möglichst reduziert werden. Die Stadt Blomberg ist im Rahmen ihrer Zuständigkeit im öffentlichen Raum tätig. Auf privaten Grundstücken liegt die Verantwortung hingegen bei den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern. Wer dort einen Rattenbefall feststellt, sollte nicht abwarten, sondern zeitnah einen professionellen Schädlingsbekämpfungsbetrieb hinzuziehen“, erklärt Jörn Meinberg Leiter des Ordnungsamts der Stadt Blomberg.

„Da sich Ratten nicht an Grundstücksgrenzen halten, kann es außerdem sinnvoll sein, sich bei einem größeren oder wiederkehrenden Vorkommen mit der Nachbarschaft abzustimmen und die Bekämpfung gemeinsam anzugehen“, ergänzt Meinberg.

 

Was können Bürgerinnen und Bürger tun?

Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, Ratten keine attraktiven Lebensbedingungen zu bieten:

  • Lebensmittel und Speisereste niemals offen im Freien lagern.
  • Speisereste nicht auf den Kompost geben.
  • Abfälle ausschließlich in dafür vorgesehenen, verschlossenen Behältern entsorgen.
  • Müllsäcke nicht außerhalb von Mülltonnen lagern.
  • Tierfutter für Ratten unzugänglich und möglichst in dicht schließenden Behältern aufbewahren.
  • Futterstellen für Vögel so gestalten, dass kein Futter auf den Boden fällt. Übermäßige Fütterung sollte vermieden werden. Das Futter frei hängend oder an einer glatten Metallstande anbringen.
  • Garten-, Geräte- und Nebengebäude möglichst geschlossen halten und potenzielle Zugänge für Nagetiere verschließen.
  • Unübersichtliche Ablagerungen sowie größere Mengen Holz, Baumaterial oder Gartenabfälle vermeiden, da sie Ratten geeignete Verstecke bieten können.
  • Abflussöffnungen und andere mögliche Zugänge zum Gebäude regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls fachgerecht sichern.
  • Speise- und Küchenabfälle niemals über Toilette oder andere Abflüsse in die Kanalisation entsorgen.

 

Werden Ratten im öffentlichen Raum beobachtet, sollte die Stadt Blomberg informiert werden. Wichtig sind dabei möglichst genaue Angaben zum Ort und – sofern möglich – zur Häufigkeit der Sichtungen. So können erforderliche Maßnahmen gezielt geprüft und eingeleitet werden.

Mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen und einem aufmerksamen Umgang mit Abfällen, Lebensmitteln und Tierfutter können Bürgerinnen und Bürger wesentlich dazu beitragen, Ratten keine zusätzlichen Nahrungs- und Rückzugsquellen zu bieten.

 

 

 

 

 

Pressemeldung Stadt Blomberg

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