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Später Gegentreffer entscheidet umkämpfte Partie

von | Sep. 11, 2026 | Blomberg, BSV, Fußball, Sport & Vereine

Die 1. Herren des Blomberger SV empfing am Donnerstagabend die SG FELS am Rammbocke. Vor der Begegnung stand der BSV nach vier Spielen bei sechs Punkten, während die Gäste aus fünf Partien neun Zähler mitgebracht hatten. In einer über weite Strecken zerfahrenen Begegnung musste sich der Blomberger SV am Ende äußerst unglücklich mit 1:2 geschlagen geben.

Die Partie begann direkt mit einer ersten gefährlichen Situation für die Gäste. Bereits in der 5. Minute lief Nikolai Keuneke alleine auf das BSV-Tor zu, doch Luca Borcheld parierte stark. Im Anschluss kam Loris Severin Santuz nach einer Flanke per Kopf zum Abschluss und setzte den Ball nur knapp neben das Tor.

Zwei Minuten später ging die SG FELS dennoch in Führung. Nach einer Ecke setzte sich Christoph Ohle im Kopfballduell durch und traf in der 7. Minute zum 0:1.

Die Antwort des BSV ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 9. Minute brachte Silas Götz einen Freistoß gefährlich in den Strafraum. Der Ball konnte nicht konsequent geklärt werden und fiel Bennet Bültmann vor die Füße, der aus rund vier Metern zum schnellen 1:1-Ausgleich einschob.

Danach entwickelte sich eine sehr zerfahrene erste Hälfte. Auf beiden Seiten gab es viele Abspielfehler, wodurch kaum ein vernünftiger Spielfluss zustande kam. Die Gäste hatten dabei phasenweise etwas mehr vom Spiel. In der 27. Minute kam Loris Severin Santuz aus rund elf Metern zum Abschluss, setzte den Ball jedoch über das BSV-Tor.

Nach einer halben Stunde hatte der Blomberger SV die große Möglichkeit, die Partie zu drehen. Fahri Isik setzte sich stark über die rechte Seite durch, zog in den Strafraum und legte zurück auf Silas Götz. Dessen Abschluss mit der Pike wurde von Ole Nehrig gerade noch auf der Torlinie geklärt.

Auch in der 38. Minute wurde der BSV gefährlich. Lucas Grünwald trat einen Freistoß aus rund 26 Metern direkt aufs Tor, doch der Gästetorwart konnte zur Ecke abwehren. Kurz vor der Pause hatte die SG FELS noch einmal eine Gelegenheit, als Kevin Schwenke aus etwa 16 Metern knapp am Tor vorbeischoss. Somit ging es mit einem leistungsgerechten 1:1 in die Kabinen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst von vielen Ballverlusten und wenigen längeren Ballbesitzphasen geprägt. Bereits in der 48. Minute hatte der Blomberger SV jedoch die Chance zur Führung. Ein Ball über die gegnerische Abwehr erreichte Robin Winkler, der frei zum Abschluss kam, das Tor aber knapp verfehlte.

In der 57. Minute wurde es auf der anderen Seite wieder gefährlich. Kevin Schwenke zog aus rund 18 Metern ab, doch Luca Borcheld war zur Stelle und lenkte den Ball zur Ecke.

Ab der 60. Minute hatte der BSV seine beste Phase der Partie und konnte zunehmend Druck aufbauen.

In der 66. Minute waren die Blomberger ganz dicht an der Führung. Nach einem Abschluss von Jarrit Karaus konnte der Torhüter der Gäste den Ball nur abklatschen lassen. Robin Winkler setzte beim Nachschuss nach, traf allerdings nur den Pfosten. Gerade in dieser Phase hatte der BSV Möglichkeiten, das Spiel auf seine Seite zu ziehen, konnte daraus aber kein Kapital schlagen.

Auch in der 78. Minute bot sich dem Blomberger SV eine weitere gute Gelegenheit. Nach einem langen Ball legte Chako Fahro auf den einlaufenden Silas Götz ab, dessen Abschluss den Gästetorwart erneut zu einer Parade zwang.

Für die Schlussphase reagierte der BSV in der 84. Minute mit einem Doppelwechsel. Zakaria Abdelhakim kam für Bennet Bültmann und Timur Atas ersetzte Robin Winkler.

Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, musste der Blomberger SV in der vierten Minute der Nachspielzeit den bitteren Gegentreffer hinnehmen. Nach einer unübersichtlichen Situation und mehreren Abprallern im Strafraum fiel der Ball Nico Günther vor die Füße, der flach zum 1:2 traf.

Damit stand der BSV nach einer Partie, in der beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten, am Ende mit leeren Händen da. Ausschlaggebend war auch, dass die Blomberger aus ihrer stärksten Phase und den dabei herausgespielten Chancen zu wenig machten.

 

Coach Magers zum Spiel: „Das war heute eines der schlechtesten Spiele, die wir seit langer Zeit gemacht haben. Wir waren defensiv überhaupt nicht sattelfest und haben nach vorne viel zu wenig kreiert. Wir haben Fels kaum vor Probleme gestellt. Dazu kamen viel zu viele Fehlpässe, Stockfehler und technische Probleme bei der Ballan- und -mitnahme. Und eines muss man klar sagen: Am Platz lag es nicht.

Vor allem die erste Halbzeit war zum Vergessen. Das war Fußball zum Abgewöhnen. Uns fehlte die Geduld, und auch nach dem 0:1 haben wir viel zu wenig aus der Situation gemacht. Das Gegentor nach einer Ecke kann passieren, da stehen wir nicht gut. Entscheidend ist aber, wie wir anschließend reagieren.

Wir kommen zwar zum 1:1, aber insgesamt war das offensiv einfach zu wenig. Die Chancenkreation, die Bewegung ohne Ball und die Art und Weise, wie wir die Zweikämpfe geführt haben, waren in der ersten Halbzeit viel zu schwach.

In der zweiten Hälfte wurde es etwas besser. Trotzdem fehlte uns der entscheidende Punch. Wir müssen Tore schießen, das ist vollkommen klar. Vor dem 1:2 bekommen wir den Ball mehrfach nicht konsequent geklärt. Niko Trepcik kann immer wieder flanken. Wenn man das fünf- oder sechsmal zulässt, rutscht irgendwann ein Ball durch. Das sind Fehler, die uns so nicht passieren dürfen.

Wir müssen jetzt wieder Luft holen und versuchen, uns zu stabilisieren. Es gab von uns schon deutlich bessere Spiele, und daran müssen wir anknüpfen. Trotzdem können wir in einem Heimspiel am Donnerstagabend unter Flutlicht nicht so auftreten. Dafür waren es heute schlicht zu viele technische Fehler.

Was mich besonders stört, ist unsere fehlende Chancenkreation. Davon sind wir im Moment meilenweit entfernt. Und das ist durchaus beängstigend. Wir haben immer gesagt: Wenn der Gegner zwei oder drei Tore schießt, sind wir in der Lage, vier oder fünf zu machen. Das sehe ich momentan überhaupt nicht.

Dabei liegt das Problem nicht einmal darin, dass wir unsere Chancen nicht nutzen. Wir erspielen uns schlicht zu wenige. Genau daran müssen wir arbeiten.“

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