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Basti Magers: „Das Ergebnis ist toll, aber die Art und Weise hat mir überhaupt nicht gefallen“

von | Okt. 26, 2026 | Blomberg, BSV, Cappel

Trotz des deutlichen 5:1-Heimsiegs gegen den CSL Detmold zeigte sich der Trainer des Blomberger SV mit dem Auftritt seiner Mannschaft keineswegs zufrieden. Vor allem die erste Halbzeit, zahlreiche individuelle Fehler und die mangelnde Umsetzung taktischer Vorgaben sorgten für deutliche Kritik. Zum ausführlichen Spielbericht des Vereins geht es HIER, den Kommentar von Basti Magers können wir wie folgt abbilden:

„Für mich ist nicht immer das Ergebnis ausschlaggebend, sondern auch die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich damit heute überhaupt nicht einverstanden bin. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Ich fand, dass wir gerade in der ersten Halbzeit in den Zweikämpfen sehr lethargisch waren. Da waren wir in vielerlei Hinsicht unterlegen. Nicht, weil wir es nicht besser können, sondern weil wir es einfach nicht auf den Platz gebracht haben. Ein wichtiger Punkt ist unser Verhalten in den Halbräumen. Ich möchte, dass wir dort mit Tempo und Entschlossenheit andribbeln. Wenn aber vor dem ballführenden Spieler nichts passiert, niemand entgegenkommt oder einen Tiefenlauf anbietet, entstehen Fehler und gefährliche Kontersituationen.

Besonders problematisch wird es, wenn wir bei Ballverlusten keine vernünftige Restverteidigung haben. Genau diese Dinge sprechen wir vor dem Spiel an. Wir müssen darauf achten, dass wir auch im eigenen Ballbesitz so abgesichert sind, dass wir nach einem Ballverlust sofort reagieren können. Das haben wir gerade in der ersten Halbzeit viel zu häufig vernachlässigt. Das sind vielleicht Kleinigkeiten, aber genau diese Detailarbeit macht am Ende den Unterschied. Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen, an dem es um solche Feinheiten geht. Und ich erwarte, dass die Mannschaft diese Dinge zunehmend verinnerlicht und umsetzt. Natürlich freue ich mich über einen 5:1-Sieg. Das Ergebnis ist toll. Aber die Art und Weise hat mir heute wirklich nicht gefallen.

Ein weiteres Beispiel ist unser Passspiel. Es gehört zum grundlegenden Fußballverständnis, dass der Laufweg den Passweg vorgibt. Das bedeutet, dass der Spieler dorthin läuft, wo er den Ball haben möchte, und der Pass entsprechend gespielt wird. Wir machen es aber häufig genau andersherum. Wir spielen den Ball irgendwo in einen Raum und erwarten dann, dass der Mitspieler schon irgendwie dorthin läuft. So funktioniert das nicht. Wie soll sich der Passempfänger darauf einstellen? Da muss ich mittlerweile einfach mehr erwarten. Dazu gehört auch die Kommunikation auf dem Platz. Die Spieler müssen miteinander sprechen, sich gegenseitig unterstützen und solche Situationen während des Spiels erkennen und ansprechen.

Wir können uns durchaus glücklich schätzen, dass wir zur Halbzeit mit 2:1 geführt haben. Vielleicht waren wir individuell die bessere Mannschaft. Aber als geschlossenes Team hat mir der CSL Detmold in der ersten Halbzeit besser gefallen. Die Detmolder haben mit einem tiefen Block verteidigt und uns das Leben immer wieder schwer gemacht. Wenn man gegen einen solchen Gegner keine Geduld hat und ständig versucht, durch die Mitte zu spielen, obwohl dort mehrere Gegenspieler stehen, wird es schwierig. Wir haben Bälle in Räume gespielt, in denen unsere Spieler von vier Gegenspielern umgeben waren. Da kann man kaum eine offene Stellung zum Spielfeld herstellen und das Spiel vernünftig fortsetzen. So entsteht kein Raumgewinn.

Ich erwarte einfach mehr Struktur und Laufbereitschaft, gerade in Ballnähe. Der ballführende Spieler hat zunächst die Aufgabe, den Ball zu sichern. Aber auch die anderen neun Feldspieler haben in diesem Moment Aufgaben. Einer muss Breite schaffen, ein anderer in die Tiefe gehen, jemand muss entgegenkommen oder sich für einen Doppelpass anbieten. Wenn ein Raum zugestellt ist, muss man auch einmal den Ball zurückspielen und den Angriff neu aufbauen. Das gehört genauso dazu.

Wir müssen uns darauf einstellen, dass viele Mannschaften gegen uns tief verteidigen. Wir haben fußballerische Qualität, deshalb versuchen die Gegner häufig, kompakt zu stehen und unsere Fehler auszunutzen. Besonders gefährlich wird das, wenn unsere Absicherung bei Ballverlusten nicht stimmt. Diese Dinge haben wir in der Halbzeit ganz klar angesprochen. Vor allem die Disziplin gegen den Ball und die Kommunikation untereinander waren viel zu wenig. Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie während der gesamten 90 Minuten miteinander sprechen. Da reichen oft kurze Kommandos: Geh zwei Meter höher, geh tiefer, geh nach rechts oder links. Das sind einfache Dinge, die helfen, Ordnung auf dem Platz zu halten.

Wenn diese Kommunikation fehlt, entstehen Unordnung und Abstimmungsprobleme. Das müssen wir deutlich verbessern. Vielleicht müssen auch wir als Trainerteam diese Dinge noch intensiver vermitteln. Unsere Spielidee wird im Vorfeld eigentlich ganz klar besprochen und natürlich gibt es kleinere taktische Anpassungen im Spielverlauf. Zum Beispiel das Spielen mit einem Sechser umstellen auf zwei Sechser. Dadurch verändern sich auch die Positionen der Außenspieler und die letzte Linie etwas. Aber die grundlegenden Abläufe bleiben bestehen. Deshalb erwarte ich mittlerweile, dass die Mannschaft diese Vorgaben verinnerlicht hat und entsprechend umsetzt.

Wenn ich dann sehe, dass wir in der ersten Halbzeit nicht einmal die besprochene Struktur gegen den Ball richtig eingenommen haben, muss ich die Mannschaft auch in die Pflicht nehmen. Dann müssen die Spieler in den Besprechungen vielleicht noch genauer zuhören. Das sind Punkte, die mich ärgern und ehrlich gesagt auch ein bisschen sauer machen. Natürlich haben wir eine junge Mannschaft, die noch dazulernt. Und selbstverständlich müssen auch wir Trainer uns hinterfragen. Vielleicht müssen wir manche Dinge noch deutlicher oder intensiver ansprechen. Wir fangen bei der Analyse immer bei uns selbst an. Aber letztlich müssen die Spieler die Vorgaben auf dem Platz umsetzen.

In der Halbzeit haben wir unsere Spielidee noch einmal erklärt und deutlich gemacht, was wir sehen wollen. In der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, was passiert, wenn die Mannschaft diese Dinge umsetzt. Gerade nach dem 3:1 waren wir deutlich besser im Spiel. Ab etwa der 60. Minute haben wir den Ball gut laufen lassen, unsere Positionen besser besetzt und die richtigen Lösungen gefunden. Plötzlich wurden die Pässe dorthin gespielt, wo die Mitspieler auch tatsächlich hingelaufen sind. Wir hatten mehr Struktur und waren auch gegen den Ball wesentlich disziplinierter.

Defensiv haben wir in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas zugelassen. Bis auf ein oder zwei Abschlüsse, von denen Luca einen gut gehalten hat, kam vom Gegner nicht mehr viel. Genau diese defensive Disziplin brauchen wir, wenn wir das Maximum aus unserer Leistungsfähigkeit herausholen wollen. Dabei bedeutet defensive Disziplin nicht, dass wir uns mit elf Spielern hinten reinstellen. Es geht um eine klare Struktur, unabhängig davon, ob wir im Abwehr-, Mittelfeld- oder Angriffspressing agieren. Das muss man natürlich von Gegner zu Gegner unterscheiden. Aber die Bereitschaft, konsequent gegen den Ball zu arbeiten und die taktischen Vorgaben einzuhalten, muss immer vorhanden sein. Daran müssen wir weiter arbeiten.

Angesprochen auf die überragende Leistung von Silas Götz, der unserer Redaktion in den letzten Spielen „lediglich gut“ gefallen hat, am gestrigen Tag jedoch für uns der absolut beste Mann auf dem Platz gewesen ist, kommentierte Magers: „Silas hat heute wieder gezeigt, welche Qualität er besitzt. Er ist ein richtig guter Spieler und war erneut sehr gut im Spiel. Umso ärgerlicher ist seine Gelbe Karte nach dem 5:1. Das war völlig unnötig. Es war seine fünfte Gelbe Karte, und jetzt müssen wir auf unseren besten Mann verzichten. Das schmälert seine gute Leistung ein wenig. Über seine fußballerischen Fähigkeiten brauchen wir nicht zu diskutieren. Er weiß mittlerweile selbst, wie gut er ist. Aber diese Verwarnung hätte wirklich nicht sein müssen. Das ist sehr ärgerlich.“ Gleichwohl unsere Redaktion im Wesentlichen die Teamleistung der Mannschaft schätzt, Götz war überragend, nicht unerwähnt sollen jedoch auch die hervorragenden Leistungen von Bennet Rautenberg bleiben, auch er hat gestern unglaublich viele Meter auf dem Platz gemacht und war an vielen entscheidenden Situationen beteiligt.

Bilder zum Spiel finden unsere Leser nach dem Bericht zum Spiel der zweiten Mannschaft, den man aus Sicht des Vereins auch HIER lesen kann.


SG Belle-Cappel-Leopoldstal II verliert Verfolgerduell in Blomberg

Rückschlag für die zweite Mannschaft der SG Belle-Cappel-Leopoldstal: Im direkten Duell mit dem Blomberger SV II musste sich die Elf von Trainer Alexander Bulau mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen konsequent und legten bereits vor der Halbzeit den Grundstein für den Heimsieg. Durch die Niederlage rutschte die SG auf den sechsten Tabellenplatz ab. Dabei begann die Partie für die Gäste denkbar unglücklich. In der 18. Minute beförderte Christopher Werner den Ball ins eigene Netz und brachte Blomberg damit in Führung. Nur elf Minuten später legten die Hausherren nach. Alexander Schreckenbach traf in der 29. Minute zum 2:0 und sorgte für eine komfortable Pausenführung.

SG-Trainer Alexander Bulau reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel. Luis Vanin und Christoph Fallapp kamen für Fabian Esch und Jan Alberti ins Spiel. Doch zunächst schlugen erneut die Gastgeber zu. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erhöhte Jeroen Veenstra in der 46. Minute auf 3:0 und brachte den Blomberger SV endgültig auf die Siegerstraße. Die SG gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf. In der 72. Minute gelang dem eingewechselten Christoph Fallapp der Treffer zum 1:3. Für eine Aufholjagd reichte es allerdings nicht mehr. Blomberg brachte den Vorsprung über die Zeit und sicherte sich drei wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze. Mit der Niederlage musste die SG Belle-Cappel-Leopoldstal II ihren Tabellenplatz an den direkten Konkurrenten aus Blomberg abgeben. Beide Mannschaften haben in der laufenden Saison bislang sieben Siege eingefahren. Besonders die jüngste Bilanz dürfte den Gästen Sorgen bereiten. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holte die Mannschaft lediglich sechs Punkte. Soll der Anschluss an die Spitzengruppe nicht verloren gehen, muss die SG in den kommenden Wochen wieder konstanter punkten.

BSV-Coach Tarek Ekmekci ordnet das Spiel wie folgt ein: „Wir haben defensiv konsequent verteidigt und kaum etwas zugelassen. Auch offensiv haben wir uns gute Chancen herausgespielt, diese allerdings nicht konsequent genutzt. Unsere drei Tore sind durch zwei Fernschüsse und eine Standardsituation gefallen. An der Verwertung unserer Großchancen müssen wir deshalb weiter arbeiten. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden und freuen uns über drei verdiente Punkte.“

Auch Alexander Bulau kommentierte für unsere Redaktion: „Das war insgesamt ein sehr schwaches B-Liga-Spiel auf niedrigem Niveau. Unsere Leistung war schlichtweg katastrophal. Es hat an der richtigen Einstellung, am Zweikampfverhalten und an der nötigen Einsatzbereitschaft gefehlt. Wir haben praktisch alles vermissen lassen, was man braucht, um ein solches Spiel erfolgreich zu gestalten. Blomberg hat verdient gewonnen, war letztlich aber auch nur die bessere von zwei schwachen Mannschaften. Unser Auftritt war unterirdisch und in dieser Form absolut unbefriedigend.“

 

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