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Blomberger SV bleibt ungeschlagen – Karaus rettet Punkt in Hagen-Hardissen

von | Sep. 7, 2026 | Blomberg, BSV

(Bilder am Ende des Beitrags) Der Blomberger SV bleibt in der laufenden Saison weiter ungeschlagen. Bei der SpVg Hagen Hardissen kam die Mannschaft am Sonntag zu einem 3:3 (2:2). Dabei verspielten die Blomberger zunächst eine 2:0-Führung, gerieten in der zweiten Halbzeit sogar in Rückstand und schlugen anschließend noch einmal zurück. Mann des Tages auf Blomberger Seite war Jarrit Karaus mit zwei Treffern.

Der BSV erwischte den besseren Start. In der 18. Minute brachte Silas Götz die Gäste durch einen direkt geschossenen und gut platzierten Freistoß mit 1:0 in Führung. Rund 20 Minuten später erhöhte Jarrit Karaus auf 2:0. Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf einen erfolgreichen Nachmittag für die Blomberger hin. Doch Hagen-Hardissen meldete sich noch vor der Pause eindrucksvoll zurück. Henrik Starke verkürzte in der 44. Minute auf 1:2. Und es kam noch bitterer für den BSV: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Nils Lükewille den 2:2-Ausgleich. Innerhalb weniger Minuten war der Zwei-Tore-Vorsprung der Gäste damit dahin.

Nach dem Seitenwechsel brachte der BSV Julian Janzen für Robin Winkler. Die Partie blieb offen – und in der 74. Minute kippte sie zunächst zugunsten der Gastgeber. Der zuvor eingewechselte Sören Rottschäfer traf zum 3:2 für Hagen-Hardissen. Die Antwort der Blomberger ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später war erneut Karaus zur Stelle. Julian Janzen konnte nicht sauber abschließen, dem gegnerische Schlussmann war zu dicht. Den Abpraller sicherte sich Karaus, mit seinem zweiten Treffer des Tages stellte er auf 3:3 und sicherte dem BSV letztlich einen Punkt. Weitere Tore fielen nicht mehr.

Für die Blomberger war es bereits das dritte Unentschieden der Saison. Nach vier Begegnungen steht die Mannschaft bei einem Sieg und drei Remis und ist damit weiterhin ohne Niederlage. Mit sechs Punkten belegt der BSV derzeit den achten Tabellenplatz. Der Abstand zur Spitzengruppe ist trotz der vielen Punkteteilungen überschaubar. Dennoch: Für den BSV bleibt nach dem 3:3 eine gemischte Bilanz: Einerseits bewies die Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen 2:3 Moral und verhinderte die erste Saisonniederlage. Andererseits dürfte der vergebene 2:0-Vorsprung ärgerlich sein. Mit drei Unentschieden aus vier Spielen fehlt den weiterhin ungeschlagenen Blombergern bislang vor allem die nötige Konsequenz, um sich in der Tabelle weiter nach oben zu arbeiten.

Coach Basti Magers reflektiert wie folgt: „Die ersten 15 Minuten sind wir sehr schlecht ins Spiel gekommen. Da waren wir nicht in den Zweikämpfen und insgesamt viel zu passiv. Wir haben dann die Verteidigungslinie etwas höher geschoben und sind aggressiver geworden. Dadurch haben wir deutlich besser zu unserem Spiel gefunden. Die 1:0- und 2:0-Führung war aus meiner Sicht verdient. Beide Tore haben wir souverän und gut herausgespielt. Das sah schon so aus, wie wir uns das vorstellen.

Nach 40 Minuten hatten wir dann allerdings wieder einen absoluten Einbruch. Wir verlieren völlig die Kontrolle und machen zwei individuelle Fehler. Bei beiden Gegentoren gehen unsere Klärungsversuche ins Zentrum. Das darf niemals passieren. In solchen Situationen müssen wir den Ball nach außen klären. So steht es zur Halbzeit plötzlich 2:2.

Vor dem 1:2 hat Robin Winkler noch eine große Möglichkeit, sodass wir eigentlich 3:0 führen könnten. Wir machen das Tor nicht, trotzdem müssen wir die Situation anschließend besser verteidigen. Die Jungs vorne können nicht jede Chance nutzen, das können wir auch nicht verlangen. Dafür müssen wir hinten sauberer und konsequenter klären und den Ball im Zweifel auch einfach mal ins Aus spielen, damit wir uns neu formieren können.

In der zweiten Halbzeit fand ich das Spiel von beiden Mannschaften hochgradig schwach. Ich glaube, weder wir noch Hagen-Hardissen sind auch nur annähernd an ihre Leistungsgrenze gekommen. Beide Mannschaften können grundsätzlich deutlich besser Fußball spielen. Das war heute ein schwaches Kreisliga-A-Spiel.

Wir holen wieder nur einen Punkt und stehen jetzt bei sechs Punkten aus vier Spielen. Wir sind zwar weiterhin ungeschlagen, aber das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir eigentlich deutlich mehr Punkte haben müssten. Zufrieden bin ich heute definitiv nicht.

Wir geben ein Spiel, das wir in der ersten Halbzeit eigentlich sauber im Griff hatten, innerhalb von fünf Minuten komplett aus der Hand. Anschließend geraten wir sogar noch in Rückstand und müssen diesem hinterherlaufen. Das ist sehr ärgerlich.

Uns fehlt im Moment noch die Konsequenz, solche Gegner und solche Spiele endgültig zuzumachen. Das muss noch stärker in unsere DNA übergehen. Wir müssen solche Spiele einfach gewinnen. Gegen einen Angstgegner haben wir jetzt einen Punkt geholt. Vor vier Wochen hätte ich das wahrscheinlich unterschrieben. Nach dem heutigen Spiel kann ich damit aber nicht zufrieden sein.“

„Eine“ Sache schiebt der Cheftrainer noch nach: „„Eine wichtige Sache, die uns heute ein Stück weit das Genick gebrochen hat, waren die vielen Standardsituationen gegen uns. Wir wussten vorher, dass Hagen-Hardissen bei Standards und Eckbällen enorm stark ist. Auch die langen Einwürfe waren eine große Gefahr. Davon haben wir heute einfach zu viele zugelassen.

Dabei geht es gar nicht in erster Linie darum, diese Situationen besser zu verteidigen, sondern darum, sie möglichst zu verhindern. Eine Ecke kann immer mal passieren. Wir haben aber auch sehr viele Freistöße im Halbfeld verursacht, die gegen eine solche Mannschaft extrem gefährlich werden. Da stellen wir den Körper nicht konsequent genug rein, sondern versuchen zu häufig, mit dem Fuß an den Ball zu kommen. Wenn man dabei den Gegenspieler trifft, ist es natürlich ein Foul.

Das ist sehr ärgerlich, weil es irgendwann unglaublich schwierig wird, wenn ständig Flanken, Einwürfe, Ecken und Freistöße in den eigenen Strafraum kommen. Gerade gegen eine kopfballstarke und sehr physische Mannschaft kannst du nicht alles verteidigen. Deshalb müssen wir künftig schon bei der Entstehung solcher Situationen ansetzen. Wir müssen die Bälle klarer spielen, den Kopf hochnehmen und insgesamt sauberere Entscheidungen treffen. Wir haben heute viele dieser Standards gut wegverteidigt, aber es kann eben nicht jedes Mal funktionieren. Das ist völlig normal.

Entscheidend war für mich deshalb weniger die Verteidigung der Standards selbst, sondern dass wir dem Gegner überhaupt so viele davon ermöglicht haben. Das hat uns heute viel Kraft gekostet und war sicherlich ein wichtiger Faktor dafür, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.“

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