Es war nicht nur das letzte Heimspiel der laufenden Saison, es war auch das letzte Heimspiel für Spielertrainer Tarek Ekmekci, der seine aktive Laufbahn nach der Saison beenden wird. Seine Mannschaft schenkte ihm jedoch nicht nur einen Heimsieg bevor sie ihn unter großem Applaus vom Platz geleiteten, auch belohnte er sich selbst mit einem Tor. Der BSV fasst das Spiel wie folgt zusammen: „Bei sonnigen 27 Grad empfingen wir am letzten Heimspieltag der Saison die FSG Waddenhausen-Pottenhausen am Rammbocke. Vor dem Spiel waren die Rollen klar verteilt: Tabellenführer gegen Schlusslicht. Dennoch entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine zähe Partie, in der auf beiden Seiten kaum Spielfluss zustande kam. Wir fanden nur schwer Zugriff auf das Spiel, ließen Tempo und Durchschlagskraft vermissen und kamen offensiv praktisch nicht gefährlich vor das gegnerische Tor. Auch die Gäste blieben ohne Torchance, sodass sich das Spielgeschehen überwiegend zwischen den Strafräumen abspielte.
Zusätzlich erschwert wurde unsere Aufgabe in der 25. Minute, als Hamidreza Azimi nach einer Roten Karte früh vom Platz musste. Trotz der numerischen Unterlegenheit hielten wir defensiv die Ordnung und ließen weiterhin nichts zu.
Nach dem Seitenwechsel zeigten wir dann jedoch ein komplett anderes Gesicht. Mit deutlich mehr Energie, Tempo und Zielstrebigkeit übernahmen wir auch mit zehn Mann klar die Kontrolle über die Partie und drängten die Gäste tief in ihre eigene Hälfte. In der 53. Minute hatten wir die erste große Gelegenheit des Spiels, als ein Freistoß per Kopf verlängert wurde, der gegnerische Torwart aber stark parierte.
Nur eine Minute später belohnten wir uns dann für den deutlich verbesserten Auftritt. Nach einer Flanke von rechts an den zweiten Pfosten traf Faniel Araya zunächst nur den Pfosten. Der Abpraller landete anschließend bei einem weiteren Abschlussversuch an der Latte, ehe der Ball schließlich vor die Füße von Elias Ginter sprang, der den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 über die Linie drückte.
Wir blieben am Drücker und hätten kurz darauf beinahe erhöht. Faniel Araya setzte sich stark durch, lief auf das Tor zu und wurde beim Abschluss bedrängt, sodass sein Versuch knapp am zweiten Pfosten vorbeiging. Wenig später jubelten wir erneut, nachdem Faniel Araya von der rechten Seite quer auf Bas Veenstra gelegt hatte und dieser zum vermeintlichen 2:0 einschob. Der Treffer wurde jedoch wegen einer angeblichen Abseitsposition aberkannt.
Davon ließen wir uns nicht aus dem Konzept bringen. In der 68. Minute sorgten wir schließlich doch für die Vorentscheidung. Nach einem Freistoß von Jan-Luca Janzen stand Tarek Ekmekci am langen Pfosten genau richtig und drückte den Ball zum 2:0 über die Linie.
Jetzt war deutlich zu spüren, dass wir das Spiel endgültig auf unsere Seite gezogen hatten. In der 74. Minute erhöhte Bas Veenstra mit einem platzierten Schuss aus rund 16 Metern auf 3:0. Auch danach blieben wir spielbestimmend und ließen defensiv weiterhin überhaupt nichts zu. Kurz vor Schluss traf Arthur Kett mit einem Distanzschuss aus 18 Metern noch den Pfosten, ehe Bas Veenstra in der Schlussminute nach einer Ecke per Kopf den 4:0-Endstand herstellte.
Gerade nach der schwierigen ersten Halbzeit und der langen Unterzahl war es eine starke Reaktion unserer Mannschaft. Zwar fehlte uns vor der Pause noch die notwendige Klarheit und Konsequenz im Spiel nach vorne, doch nach dem Seitenwechsel steigerten wir uns deutlich und zeigten mit zehn Mann eine dominante und konzentrierte Leistung. Aufgrund der Spielanteile, der Chancenverteilung und der klaren Leistungssteigerung nach der Pause war der Heimsieg auch in dieser Höhe verdient.“
















