Der Blomberger SV wurde am gestrigen Sonntag, 23. August, um 15 Uhr beim SV Diestelbruch-Mosebeck gefordert. Ein Auswärtsspiel in der Kreisliga A gegen den Tabellenprimus, der nach der Meinung vieler Fussballfans zu den Top-Mannschaften der Liga gehört und im Rennen um den Aufstieg eine entscheidende Rolle spielen wird. Die Erwartungshaltung der mitgereisten Fans war entsprechend gering – Hauptsache nicht untergehen. Doch es sollte anders kommen.
Coach Basti Magers und André Georg konnte nicht auf alle Spieler zugreifen, verletzungsbedingt fehlten zum Beispiel Fahri Isik, Farho Cakdar oder Bennet Bültmann. Der im Vorfeld ausgearbeitete Matchplan, der von der eigentlichen Spielart des Team abwich, schien in Gefahr. Doch das verbliebene Team, welches im Durchschnitt nun nochmals unter den eigentlichen rund 21 Jahren liegt, stellte sich der Aufgabe mit Bravour und ging nach einem Eckstoß in der ersten Halbzeit zunächst in Führung. Der Favorit konnte jedoch noch vor dem Pausentee ausgleichen.
In der Kabine müssen seitens der Trainer die richtigen Worte gefallen sein, die Mannschaft machte weiter wie zuvor und erarbeitete sich die erneute Führung in einem Spiel, welches absolut auf Augenhöhe ablief. Aber auch das 2:1 konnte der SV Diestelbruch-Mosebeck ausgleichen und die Partie blieb bis zum Ende spannend. Nicht nur spannend, sondern sogar mit leichtem Chancen-Plus für den BSV. So hatte zum Beispiel der eigentliche Torhüter Luca Borcheld, der im Feld eingesetzt werden „musste“, eine große Chance als er von links in die Mitte stürmte und nur knapp an den gegnerischen Schlussmann scheiterte.
In der letzten Situation des Spieles zeigte der Schiedsrichter einmal mehr, warum er sich in den zurückliegenden 90 Minuten auf beiden Seiten der Teams keine Freunde gemacht hatte. Jasper Hausmann war auf der linken Seite nach einem schnell ausgeführten Freistoß eigentlich völlig frei durch, wäre alleine auf den Keeper zugelaufen. Der Unparteiische pfiff jedoch ab. Nach dem Spiel räumte er ein, was man im zugute halten muss, dass er das Spiel da noch nicht hätte abpfeifen dürfen.
Und dennoch: Gleichwohl für den BSV an diesem Tag tatsächlich mehr ´drin gewesen wäre geht auch ein Unentschieden in Ordnung, ohne die Vereinsbrille zu tragen muss man einräumen, dass des Chancen-Plus so groß nun auch nicht war. Coach Basti Magers war in jedem Fall sehr zufrieden (siehe Kommentar) und sowohl Spieler als auch Fans auf Seitens des BSV feierten das Unentschieden wie einen kleinen Sieg.
Basti Magers: „Ich glaube, es ist heute vieles aufgegangen, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben uns die Woche genau auf diesen Tag heute vorbereitet. Es war nichts anderes Thema, weder der letzte Spieltag, noch der von vor zwei Wochen. Es ging wirklich nur darum heute Punkte mitzunehmen. Das war das erklärte Ziel. Und wir haben genau das umgesetzt, was wir wollten.
Das war schon sehr, sehr großartig. Wir haben versucht, im tiefen Block zu stehen und dann reine Umschaltaktionen zu fahren, am besten über den Außenkanal, weil Topmannschaften üblicherweise ihre Außenverteidiger relativ hoch schieben. Das war auch bei Diestelbruch-Mosebeck der Fall. Und wir wussten: Wenn wir dann schnell umschalten über den Außenkanal, dann haben wir zumindest mal Zeit, um zu gucken und ebenfalls die Tiefe zu bespielen. Wir sagen immer: Der erste Ball in den Außenkanal ist der sichere Ball. Danach geht es schnell vertikal und tief. Das ist uns heute großartig gelungen. Also, es war wirklich eine Topleistung.
Ich würde sogar pauschal sagen, dass wir das Ding auch in 90 Minuten – wenn man die 90 Minuten sieht, hatten wir mehr Torchancen – vielleicht sogar gewinnen müssen. Oder vielleicht sogar müssen. Trotzdem bin ich mit der Idee, wie wir es heute gemacht haben, mit der Art des Fußballs, wie wir das angegangen sind, sehr, sehr, sehr zufrieden. Und da müssen wir einfach weiter sehr viel Wert drauf legen, dass wir eben diese Match-Pläne einhalten. Das haben die Jungs heute zu 100 Prozent gemacht. Deshalb großes Kompliment an die Mannschaft.
Wir haben großartig gespielt. Wir haben den Ball gut laufen lassen. Wir haben uns auch aus Drucksituationen gut gelöst, indem wir viele, viele tolle Bewegungen dabei gehabt haben. Wir haben Schnittstellenpässe gesehen. Wir haben vertikal gespielt. Wir haben über den Außenkanal gespielt. Und das sind einfach so Punkte, die mich gerade sehr, sehr glücklich machen. Und von daher ist der Punkt sehr, sehr verdient. Vielleicht wäre sogar mehr drin gewesen. Aber ich glaube trotzdem, dass Diestelbruch einer der Topfavoriten auf den Aufstieg ist. Und da hinzufahren und einen Punkt mitzunehmen, ist, so glaube ich, aller Ehren wert.
Deshalb nochmals großes Kompliment an die Mannschaft. Und heute dürfen wir auf jeden Fall das Unentschieden wie einen Sieg deuten und das nehmen wir gerne mit.

















