Der Blomberger SV blickt auf eine durchwachsene, aber aufschlussreiche Testspielphase zurück. In den acht absolvierten Partien standen vier Siege und vier Niederlagen zu Buche. Besonders gegen klassentiefere Gegner wusste der BSV zu überzeugen – unter anderem mit klaren Erfolgen gegen TuS Vinsebeck (5:1), TuS Blau-Weiß Istrup (4:0) und TSV Wewer (3:2). Auch der knappe 1:0-Erfolg bei Eintracht Lemgo zeigte, dass die Mannschaft defensiv stabil auftreten kann. Gegen spielstärkere Gegner offenbarte der BSV jedoch noch Verbesserungsbedarf. Niederlagen gegen BW Tündern (0:3), SC Extertal (2:4), SV Heide-Paderborn II (1:2) und insbesondere das deutliche 2:7 gegen TuS Brake machten deutlich, dass in der Defensive noch Abstimmungsarbeit nötig ist. Insgesamt lieferte die Vorbereitung wertvolle Erkenntnisse. Die Offensive präsentierte sich phasenweise treffsicher, während die Defensivarbeit bis zum Saisonstart weiter geschärft werden muss. Zwei abgesagte Testspiele verhinderten zudem weitere Möglichkeiten, Abläufe unter Wettkampfbedingungen einzustudieren.
Den misslungenen Test am gestrigen Sonntag beschreibt der BSV wie folgt: „Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart mussten wir uns dem klassengleichen TuS Brake mit 2:7 geschlagen geben. Vor allem die erste Halbzeit war aus unserer Sicht die schwächste Leistung der gesamten Vorbereitung. Uns fehlten die Kommunikation, die Abstimmung und die grundlegenden Tugenden, die uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatten. Nach dem Seitenwechsel zeigten wir jedoch eine klare Reaktion und lieferten mit einer sehr jungen Mannschaft eine deutlich reifere zweite Halbzeit ab.
Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 7. Minute nach einer Ecke durch Patrick Siebert mit 0:1 in Führung. Nur sieben Minuten später erhöhte Christopher Mannel nach einer einstudierten Freistoßvariante auf 0:2. Wir fanden überhaupt nicht in unser Spiel, waren in den Zweikämpfen häufig einen Schritt zu spät und ließen dem Gegner immer wieder zu viele Räume. Unsere einzige nennenswerte Torchance der ersten Halbzeit hatten wir in der 23. Minute, als Silas Götz von der linken Seite eine Flanke auf Robin Winkler schlug, dessen Abschluss aus sieben Metern direkt in den Armen des Torhüters landete. TuS Brake blieb dagegen eiskalt. In der 35. Minute spielten die Gäste unsere Defensive mit nur drei Pässen komplett aus und Jörn Pieper traf zum 0:3. Kurz vor der Pause folgte zunächst ein verwandelter Foulelfmeter von Christopher Mannel zum 0:4 (41.), ehe Jörn Pieper nach einem tiefen Pass alleine vor unserem Tor auftauchte und nur eine Minute später auf 0:5 erhöhte.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten wir uns deutlich verbessert. Wir standen kompakter, arbeiteten besser gegen den Ball und zeigten wesentlich mehr Einsatzbereitschaft. Zwar erhöhte TuS Brake in der 66. Minute erneut per Foulelfmeter durch Jörn Pieper auf 0:6, doch wir ließen die Köpfe nicht hängen und belohnten uns für unsere Leistungssteigerung. In der 83. Minute spielte Samed Ünal einen starken Pass auf Julian Janzen, der aus 14 Metern mit einem flachen Abschluss zum 1:6 traf. Nur zwei Minuten später bekamen wir einen Foulelfmeter zugesprochen, den Bennet Bültmann sicher zum 2:6 verwandelte. Den Schlusspunkt setzten allerdings noch einmal die Gäste. Nach einem Ballverlust in unserer Vorwärtsbewegung lief TuS Brake einen Zwei-gegen-eins-Konter konsequent aus und Richard Eppinger erzielte in der 88. Minute den 2:7-Endstand.
Das Ergebnis fällt zwar deutlich aus, spiegelt aber vor allem unsere erste Halbzeit wider. In den ersten 45 Minuten fehlten uns die Kommunikation, die Abstimmung und die nötige Konsequenz in den Zweikämpfen, sodass TuS Brake unsere Fehler konsequent bestrafte. Umso erfreulicher war die Reaktion nach der Pause, als wir wesentlich geschlossener auftraten, defensiv deutlich stabiler standen und uns mit zwei Treffern belohnten. Diese zweite Halbzeit zeigt, dass die Mannschaft das Potenzial besitzt, die richtigen Antworten zu geben. Genau daran wollen wir in der letzten Trainingswoche vor dem Saisonstart anknüpfen.“
Fazit: Der gestrige Dämpfer könnte dem jungen Team am Ende sogar recht gut getan haben um mit geschärften Sinnen und maximaler Aufmerksamkeit am kommenden Sonntag in das erste Meisterschaftsspiel zu gehen.














