Anzeigen

ELTEN Safety Shoes European Darts Open: Ratajski triumphiert in Leverkusen

von | Juli 13, 2026 | Darts, Sport & Vereine

PDC Europe / Sebastian Doppstadt

Bei den Elten Safety Shoes European Darts Open triumphierte Krzysztof Ratajski und holte sich damit den dritten European-Tour-Titel seiner Karriere.

Der Weg ins Finale: Von Hopp über van Veen bis Aspinall

Der Pole gewann im Turnierverlauf gegen Max Hopp, setzte sich danach gegen den bei diesem Turnier an Nummer 1 gesetzten Gian van Veen und den Vorjahressieger in Leverkusen, Nathan Aspinall, durch.

Im ersten rein polnischen Halbfinale in der Geschichte der European Tour schaltete er mit 7:5 seinen Landsmann Sebastian Bialecki aus. Das war das erste Mal überhaupt, dass zwei Polen in die Final-Session eines European Tour Events vorgedrungen sind.

Wattimena beendet Viertelfinal-Fluch

Im Finale traf der Polish Eagle auf Jermaine Wattimena, der bei seinem achten Versuch, auf der European Tour das Viertelfinale zu überstehen, endlich triumphierte und somit sichtlich berührt und emotional ins Halbfinale einzog. Dort besiegte er den Vorjahresfinalisten Damon Heta mit 7:3.

Das Finale: Ein Duell auf Messers Schneide

Ratajski startete souverän mit 3:0 in das Finale, ehe er zwei Darts auf Doppel zu einem möglichen 4:0 liegen ließ und somit den anfangs schwächelnden Wattimena zurück in das Endspiel holte. Fünf Legs später checkte der Niederländer 84 Punkte über das Bullseye, übernahm damit zum ersten Mal die Führung in diesem Finale und erhöhte diese direkt im anschließenden Leg auf 6:4. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel von Spannung geprägt, da sich beide Spieler mit einer Doppelquote von unter 40 % nicht deutlich absetzen konnten.

„Als ich vorne lag, habe ich wichtige Doppel liegen lassen. Dennoch ist es ein gerechter Sieg für Ratajski, denn er hat ebenfalls viele Doppel verpasst und mich somit zurück ins Spiel kommen lassen.“

Dies zeigte sich auch beim Stand von 6:7, als Wattimena mit zwei Darts auf Doppel nicht den möglichen Decider erzwingen konnte. Eine Aufnahme später sicherte sich der nervenstarke Pole auf der Doppel 10 seinen dritten European-Tour-Titel, nach seinen Erfolgen in Gibraltar 2019 und Jena 2023.

„Der Titel heute ist wirklich unerwartet – ich wäre schon mit dem Viertel- oder Halbfinale zufrieden gewesen. Dass es am Ende für den Sieg gereicht hat, macht mich natürlich unglaublich glücklich.“

Schmidts märchenhafte Woche

Host-Nation-Qualifier Jan Schmidt begeisterte die Fans in Leverkusen: In seinem Auftaktmatch drehte er gegen den formstarken Cameron Menzies einen 1:5-Rückstand noch in einen 6:5-Sieg und zog damit in die zweite Runde ein. Dort lieferte er sich mit dem Belgier Mike De Decker erneut einen engen Schlagabtausch – und behielt abermals mit 6:5 die Oberhand. Erst in Runde drei endete die märchenhafte Woche des Deutschen, der am vergangenen Wochenende noch einen Tagessieg bei der PDC Europe Next Gen gefeiert hatte, gegen Routinier James Wade. Die weiteren Host-Nation-Qualifier Jaimy van de Weerd und Daniel Klose schieden bereits in der ersten Runde aus, während für Dragutin Horvat in der zweiten Runde Endstation war.

Licht und Schatten für die deutschen Starter

Niko Springer glänzte in seiner Auftaktpartie mit einem Average von über 105 Punkten beim Sieg über Darius Labanauskas, musste sich anschließend jedoch ausgerechnet an seinem Geburtstag dem topgesetzten Gian van Veen geschlagen geben. Max Hopp setzte sich in der ersten Runde in einem emotionalen Duell gegen Rob Cross durch, ehe er in Runde zwei gegen den späteren Champion Krzysztof Ratajski die Segel streichen musste. Sowohl Dominik Grüllich (Runde 1) als auch die deutsche Nummer 1 Martin Schindler (Runde 2) scheiterten jeweils an Kevin Doets.

Topgesetzte erneut ohne Halbfinal-Ticket

Wie schon in Kiel und Bratislava fand die Vorschlussrunde auch in Leverkusen ohne einen der acht Topgesetzten statt. Stephen Bunting, Danny Noppert und Chris Dobey verloren ihre Auftaktpartien, Gian van Veen, Michael van Gerwen, Jonny Clayton und Wessel Nijman unterlagen im Achtelfinale. Van Veens Drittrundenduell mit Turniersieger Ratajski war dabei zugleich die Generalprobe für das Aufeinandertreffen der beiden beim World Matchplay in der kommenden Woche. Einzig James Wade überstand die Runde der letzten 16, ehe im Viertelfinale gegen Sebastian Bialecki aus Polen Endstation war.

Nach einer kleinen Sommerpause geht die PDC European Tour vom 28. bis 30. August bei der Hungarian Darts Trophy im MVM Dome in Budapest weiter. Tickets sind noch unter www.pdc-europe.tv erhältlich.

Pressemitteilung der PDC Europe

Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen