Sehr geehrter Oberst, lieber Peter Begemann, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schützenschwestern und Schützenbrüder, liebe Gäste, liebes Altes Blomberger Schützenbataillon,
450 Jahre – das ist eine Zahl, die zunächst einmal beeindruckt. 450 Jahre sind mehr als vier Jahrhunderte Vereinsgeschichte. Sie bedeuten Generationen von Menschen, die Verantwortung übernommen, Traditionen bewahrt, Gemeinschaft gelebt und das Leben in unserer Stadt mitgestaltet haben. Und genau deshalb ist das 450-jährige Jubiläum des Alten Blomberger Schützenbataillons auch ein ganz besonderes Jubiläum für die Stadt Blomberg.
Das ABS ist weit mehr als ein Schützenverein. Es ist ein Stück Blomberg. In den mittlerweile 14 Röttern sind über Generationen hinweg Familien miteinander verbunden. Kinder wachsen mit der Schützengemeinschaft auf, junge Menschen übernehmen Verantwortung, Freundschaften entstehen und werden weitergegeben. So wird aus einem Verein ein Netzwerk, das weit über einzelne Veranstaltungen oder ein Schützenfest hinausreicht.
Wenn wir heute auf 450 Jahre ABS zurückblicken, dann schauen wir deshalb nicht nur auf die Geschichte eines Vereins. Wir schauen auch auf einen wichtigen Teil der Geschichte unserer Stadt. Das ABS hat Blomberg geprägt – und Blomberg hat das ABS geprägt.
Über Jahrhunderte haben sich Zeiten, politische Verhältnisse und gesellschaftliche Rahmenbedingungen verändert. Blomberg hat sich verändert. Aber eines ist geblieben: Menschen kommen zusammen, übernehmen Verantwortung füreinander und gestalten Gemeinschaft. Genau das macht das ABS bis heute aus. Und mit seiner Größe und seiner Struktur gehört das Alte Blomberger Schützenbataillon inzwischen zu den größten und traditionsreichsten Schützenvereinen in Lippe.
Dass diese Tradition nach 450 Jahren noch so lebendig ist, ist alles andere als selbstverständlich. Denn Tradition bedeutet nicht, einfach nur an der Vergangenheit festzuhalten. Tradition bedeutet vielmehr, Werte weiterzugeben und sie immer wieder mit neuem Leben zu füllen. Das gelingt dem ABS ganz offensichtlich. Und deshalb dürfen wir heute nicht nur zurückblicken, sondern auch mit großer Zuversicht nach vorne schauen.
Das Jubiläum zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag das ABS über Jahrhunderte zur Entwicklung unserer Stadt geleistet hat – als Ort der Begegnung, als Gemeinschaft und vor allem als Teil des starken ehrenamtlichen Fundaments, auf dem Blomberg steht.
Dafür möchte ich heute ganz herzlich Danke sagen. Danke an alle, die über Generationen hinweg Verantwortung übernommen haben. Danke an alle, die heute dafür sorgen, dass das ABS lebendig bleibt. Und ganz besonders danke ich all denjenigen, die ihre Freizeit, ihre Energie und ihr Herzblut in dieses Jubiläum investieren.
Denn ein Fest wie dieses entsteht nicht von allein. Es braucht Menschen, die anpacken. Menschen, die organisieren. Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die sagen: Wir machen das. Für unseren Verein. Für unsere Stadt. Für unsere Gemeinschaft.
Und damit bin ich bei einem zweiten Punkt, der mir heute persönlich besonders wichtig ist. Ich spreche heute nicht nur als Bürgermeister der Stadt Blomberg zu Ihnen und euch. Ich spreche heute auch als Vorsitzender der Bürgermeister-Heinrich-Fritzemeier-Stiftung.
Und aus dieser Perspektive freue ich mich ganz besonders über eine Entscheidung, die zu diesem Jubiläum getroffen wurde: Die Einnahmen aus dem heutigen Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Nordrhein-Westfalen kommen vollständig der Bürgermeister-Heinrich-Fritzemeier-Stiftung zugute. Dafür möchte ich dem ABS ausdrücklich und von Herzen danken.
Denn darin steckt für mich eine ganz besondere Botschaft: Ehrenamt fördert Ehrenamt. Ein Verein, der selbst seit 450 Jahren von ehrenamtlichem Engagement lebt, unterstützt mit seinem Jubiläum andere Menschen und Projekte, die sich ebenfalls für unsere Stadt und ihre Gemeinschaft einsetzen. Das ist gelebte Solidarität.
Und es passt ganz hervorragend zu dem, wofür die Bürgermeister-Heinrich-Fritzemeier-Stiftung steht. Die Stiftung wurde 1986 zum Andenken an den langjährigen Blomberger Bürgermeister Heinrich Fritzemeier gegründet. Sie unterstützt bis heute Projekte und Initiativen in unserer Großgemeinde – unter anderem in den Bereichen Jugend und Bildung, Sport, Kultur und Heimatpflege, Altenhilfe sowie Umwelt- und Naturschutz.
Dabei geht es immer um Menschen, die etwas bewegen wollen. Um Vereine, Gruppen, Einrichtungen und Initiativen, die Ideen haben. Um Projekte, die unsere Stadt ein Stück lebenswerter machen. Und manchmal geht es auch ganz konkret darum, dass eine gute Idee nicht am Geld scheitert.
Und deshalb ist es so schön, dass ausgerechnet das 450-jährige Jubiläum des ABS dazu beiträgt, dass auch künftig solche Projekte in Blomberg unterstützt werden können. Heute feiern wir also 450 Jahre Ehrenamt – und gleichzeitig helfen wir dabei, dass ehrenamtliches Engagement auch in Zukunft in Blomberg eine starke Grundlage hat.
Nicht nur zurückzuschauen auf das, was in 450 Jahren geschaffen wurde. Sondern gleichzeitig etwas für die nächsten Generationen zu tun. Denn wenn wir wollen, dass Blomberg auch in Zukunft eine Stadt mit lebendigen Vereinen, engagierten Menschen und einer starken Gemeinschaft bleibt, dann müssen wir dieses Engagement wertschätzen, unterstützen und weitergeben.
Das ABS macht das seit 450 Jahren vor. Und ich bin überzeugt: Blomberg wäre ohne das ehrenamtliche Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger nicht die Stadt, die sie heute ist.
Deshalb wünsche ich dem Alten Blomberger Schützenbataillon für die nächsten Jahre und Jahrzehnte alles Gute. Bleiben Sie so engagiert. Bleiben Sie so verbunden. Und vor allem: Bleiben Sie eine starke Gemeinschaft.
Auf das ABS, auf seine Rötter, auf seine Mitglieder, auf unsere Stadt Blomberg – und auf viele weitere gemeinsame Jahre!
Herzlichen Glückwunsch zu 450 Jahren Altes Blomberger Schützenbataillon!















