Am gestrigen Sonntag empfing die SG Belle-Cappel-Leopoldstal in der Bezirksliga mit dem FC Dahl/ Dörenhagen einen Aufstiegskandidaten auf dem Kunstrasenplatz in Istrup. Mit 40 Punkten hatte die SG nach dem 2:0-Sieg über die Eintracht aus Jerxen am Donnerstag die Tabellenführung übernommen – von einer Favoritenrolle sprach jedoch niemand im Vorfeld.
Schon in Minute eins musste Nachwuchs-Schiedsrichter Jona Siebert in die Gesäßtasche greifen um berechtigt eine Notbremse von Torhüter Kai Messinger zu ahnden. Eine solche Schwächung gegen einen starken Gegner bedeutete kein gutes Omen und zog einen schnellen Wechsel mit sich. Finn Niederkrome musste Fabio Führing Platz machen, der im Tor seinen Platz fand. Eine weitere Auswechslung wurde dann in der 39. Spielminute nötig – Felix Spilker ersetze Spielertrainer Vadim Thomas. Dennoch brachte die SG BCL die erste Halbzeit über die Runden und mit einem 0:0 ging es zum Pausentee.
Im zweiten Durchgang gestaltete sich das Spiel weiter offen und gerade Jerome Vanin und Robin Schlingmann überzeugten mit einer unglaublichen Laufleistung, setzten immer wieder Akzente. Zählbares kam jedoch erst in der 72. Spielminute heraus. Nach einer tollen Einzelleistung versenkte Robin Schlingmann den Ball zum 1:0 im Netz und brachte die zahlreichen Zuschauer zum Jubeln. Eine mittlerweile verdiente Führung. Dann riss der Spielfaden jedoch ein wenig ab und die SG verlangsamte das Tempo. Mit Blick auf die lange Zeit in Unterzahl sicherlich verständlich, doch es rächte sich.
In der 79. Minute traf Nils Jaksties zum Unentschieden und nur vier Minuten später drehte Noah Brockmeyer das Spiel mit seinem Tor zum 1:2 aus heimischer Sicht. Die Zuschauer wurden unruhig und nicht selten gab es lautstarke Bekundungen, die die Unzufriedenheit mit der Leistung des Schiedsrichters zum Ausdruck brachten. Ja, die ein oder andere unglückliche Entscheidung mag dabei gewesen sein – das Spiel hat der Unparteiische jedoch nicht entschieden. Das erfolgte mit dem finalen 1:3 durch Mattheo Aktan, welches mit dem Schlusspfiff einherging.
Für die Niederlage waren am gestrigen Sonntag viele kleine Unkonzentriertheiten, Ungenauigkeiten im Passspiel und zum Spielende hin weniger Kontrolle am Spielgerät – auch bei der Ballannahme. Wenn man jedoch so lange in Unterzahl spielen muss kostet das einfach viel Kraft und da ist die Niederlage im Spiel, bei dem von der Leistung her ein Unentschieden ein gerechterer Ausgang gewesen wäre, leider hinzunehmen. Aufgrund dessen, dass auch Brakel das gestrige Spiel verloren hat, bleibt die SG jedoch weiterhin Tabellenführer. Tabellenführer in einer Liga, bei der noch mindestens sechs Mannschaften im Rennen um die Meisterschaft sind. Lediglich zwei Punkte trennen die Plätze eins und sechs voneinander. Leichte Vorteile liegen beim SV Dringenberg, der SV hat bei 38 Punkten zwei Spiele weniger als die Mitbewerber.


















