
Foto: Matthias Wieking
Die Derbyniederlage ist aufgearbeitet, die nächste schwere Auswärtsaufgabe steht vor der Tür: Am 31. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga ist der TBV Lemgo Lippe am morgigen Samstag (9.5.) beim aktuellen Tabellenzweiten, der SG Flensburg-Handewitt, gefordert. Anwurf in der GP JOULE Arena erfolgt um 19 Uhr.
„Flensburg ist zu Hause wirklich eine Macht – gerade in den letzten Wochen. Das haben sie zuletzt gegen Gegner wie Melsungen und in der EHF European League gegen Hannover eindrucksvoll bewiesen. Das wird sicher eine sehr schwere Auswärtsaufgabe“, weiß TBV-Trainer Florian Kehrmann um die hohe Hürde, die seinem Team am Wochenende bevorsteht. Fünf Spiele vor dem Saisonende haben die Norddeutschen ihr Ziel noch fest im Blick, sich nach vier Jahren Abstinenz endlich wieder für die Champions League zu qualifizieren. Nach einem eher enttäuschenden fünften Rang in der Vorsaison steuert das Team von Ales Pajovic mit derzeit 47:11-Punkten auf Platz 2 zu, hat jedoch mit Berlin (46:12-Punkte) noch einen engen Verfolger im Nacken. Positive Schlagzeilen konnte die SG darüber hinaus zuletzt auch in der EHF European League schreiben, wo sich die Flensburger gegen Ligakonkurrent Hannover-Burgdorf für die EHF Finals in Hamburg qualifizieren konnten.
„Wir kennen die Wurfstärke von Pytlick, Møller, Grgic, Kirkeløkke und Tønnesen – dem extrem wurfgewaltigen Rückraum der SG, der zudem immer wieder versucht, über den Kreis zu agieren. Mit Johannes Golla haben sie dort einen sehr präsenten Kreisläufer. Ihre Hauptwaffe bleibt jedoch das Tempospiel. Wir müssen für schnellen Rückzug sorgen, rasch in Formation kommen und sie ins 6-gegen-6 zwingen. Das ist unsere Marschrichtung. Dann wollen wir in Flensburg 60 Minuten starke Leistung zeigen und hoffen, etwas mitzunehmen“, will sich Kehrmann in der GP JOULE Arena einmal mehr nicht verstecken.
Dass der TBV die SG ärgern kann, haben die Lipper bereits in der Hinrunde unter Beweis gestellt. In einem Herzschlagfinale konnten die Lemgoer beim 34:33-Erfolg beide Punkte in der Phoenix Contact-Arena behalten. Die letzten fünf Duelle waren stets offen: Beide Vereine konnten je zweimal als Sieger vom Feld gehen und trennten sich zudem einmal Unentschieden. Auswärts wartet der TBV jedoch bereits seit 1996 auf einen doppelten Punktgewinn, konnte zuletzt in der Saison 2014/15 einen Punkt aus dem hohen Norden mitnehmen.
Geleitet wird die Begegnung am Samstagabend vom Schiedsrichtergespann Fabian Baumgart und Philipp Dinges. Dyn überträgt das Spiel ab 18:45 Uhr live.
Pressemeldung TBV Lemgo














