Am gestrigen Dienstag galt es für die Mannschaften des BSV und des TuS Istrup im Krombacher Pokal zu bestehen, der BSV berichtet wie folgt: „Drei Wochen nach dem 3:3 in der Kreisliga trafen wir am Dienstagabend im Kreispokal erneut auswärts auf die SpVg Hagen-Hardissen. Bei trockenen Bedingungen und 14 Grad entwickelte sich eine enge Partie, in der sich beide Mannschaften über weite Strecken auf Augenhöhe begegneten. Von Beginn an neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Das Spiel fand überwiegend im Mittelfeld statt, klare Offensivaktionen blieben selten. Die Gastgeber kamen zwar zu mehreren Standardsituationen, doch wir verteidigten konzentriert und ließen keine nennenswerte Gefahr zu. Kurz vor der Pause wurde es auf beiden Seiten gefährlich. In der 42. Minute verfehlte Robin Winkler aus rund 16 Metern das Tor. Nur eine Minute später traf Mathis Rosenke nach einem Doppelpass mit einem Lupfer den Pfosten. Somit ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Die Gastgeber entwickelten jedoch etwas mehr Torgefahr und gingen in der 61. Minute in Führung. Mathis Rosenke setzte sich zwischen zwei Gegenspielern durch und grätschte den Ball zum 1:0 über die Linie. Anschließend erhöhten wir den Druck, doch Hagen-Hardissen verteidigte die knappe Führung konsequent. In der 76. Minute verpasste Falk Rosenke aus rund zwölf Metern das 2:0. Sieben Minuten später verhinderte Timo Jakubik mit einer starken Parade gegen Nils Lükewille den zweiten Treffer. Der Ausgleich wollte uns bis zum Schlusspfiff nicht mehr gelingen. Nach einem ausgeglichenen ersten Durchgang hatten die Gastgeber in der zweiten Hälfte die besseren Möglichkeiten und nutzten eine davon zum entscheidenden Treffer. Platzverweise gab es in der intensiven, aber fairen Partie keine. Damit endet unser Kreispokal-Auftritt mit einer knappen 0:1-Niederlage.“
Von Cheftrainer Magers können wir berichten: „Wir haben leider verloren, aber ich bin gar nicht unglücklich. Wir haben heute ein extrem gutes Spiel gemacht – soweit das unter den Bedingungen möglich war. Wir hatten uns einen sehr guten Matchplan überlegt. Wir wollten Hagen-Hardissen immer wieder stressen, in jeder Situation. Unsere Idee war, sehr vertikal zu spielen, ohne große Umwege und ohne lange Ballstaffetten. Das ist auf diesem Platz sehr schwierig, weil man dafür eine exzellente Ballkontrolle braucht. Die haben auf einem solchen Untergrund wahrscheinlich die wenigsten Mannschaften in der Kreisliga A.
Zum Ende hin hatten wir noch einmal eine riesige Druckphase. Das Gegentor fällt aus unserer Sicht sehr unglücklich. Hagen-Hardissen hat auf der rechten Seite in unserer Hälfte einen Einwurf. Der Ball wird etwas verlängert, dann bekommt noch jemand irgendwie den Fuß dran. Der Ball fällt herunter, wird noch einmal berührt und genau in diesem Moment läuft ein Spieler aus dem Rückraum genau dorthin, wo der Ball schließlich landet. Das war schon ein sehr glückliches Tor. Natürlich hat sich Hagen-Hardissen viele Dinge auch selbst erarbeitet, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Aber wenn man gerade in unserer Situation steckt und unten drinsteht, dann kommt eben genau dieses Spielpech hinzu, das wir heute wieder hatten.
Wir haben eine sehr gute Offensive auf wirklich ganz wenige Möglichkeiten beschränkt. Da war im Grunde nur diese eine große Chance, bei der aus meiner Sicht sogar eine Abseitsposition vorlag. Das möchte ich aber gar nicht weiter beurteilen und damit auch niemandem zu nahe treten. Timo Jakubic hält diese Möglichkeit zudem hervorragend. Entscheidend ist für mich: Wir haben eine gute Mannschaft zu sehr wenigen Chancen kommen lassen. Auf der anderen Seite haben wir selbst gute Möglichkeiten kreiert. Auch in der Nachspielzeit und in den letzten zehn Minuten hatten wir noch unsere Chancen. Wir haben enormen Druck aufgebaut, Mann und Maus nach vorne geschickt und natürlich auch viel mit hohen Bällen agiert. Wir haben noch einmal gefährliche Freistöße herausgeholt. Im Großen und Ganzen war das als Team wirklich eine sehr gute Leistung.
Auf diesem Platz war kein toller Fußball möglich. Aber es war ein K.-o.-Spiel. Das heißt: Entweder du gewinnst oder du fährst nach Hause. Punkt. Wir haben heute verloren und fahren deshalb nach Hause. Trotzdem haben wir dieses K.-o.-Spiel zu 100 Prozent angenommen und waren sehr gut in der Partie. Wenn das heute ein Ligaspiel gewesen wäre und am Ende 1:1 oder 0:0 ausgegangen wäre, hätte sich meiner Meinung nach niemand beschweren können. Beide Abwehrreihen haben heute einen sehr guten Job gemacht. Wir haben auch nach vorne gut gespielt. Was uns gefehlt hat, war die Qualität im Abschluss. Deshalb sind wir leider aus dem Pokal ausgeschieden. Das tut weh, aber so ist das Leben.“
Der TuS Blau-Weiß Istrup hat dem favorisierten FSV Pivitsheide im Krombacher-Pokal lange Paroli geboten. Trotz Unterzahl hielt der Gastgeber die Partie bis in die Schlussphase offen. Erst in den letzten Minuten setzte sich der B-Ligist entscheidend ab und gewann mit 4:2. Dabei begann die Partie für Istrup denkbar unglücklich. Bereits in der 16. Minute geriet der TuS durch ein Eigentor mit 0:1 in Rückstand. Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und fanden eine schnelle Antwort. Merlin Rehberger erzielte in der 20. Minute den Ausgleich. Noch vor der Pause war Rehberger erneut zur Stelle. In der 44. Minute brachte er Istrup mit seinem zweiten Treffer sogar mit 2:1 in Führung. Kurz vor dem Seitenwechsel musste der TuS allerdings einen Platzverweis hinnehmen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekam Pivitsheide zudem einen Strafstoß zugesprochen. Leander Brink verwandelte zum 2:2-Pausenstand.
Auch mit einem Spieler weniger blieb Istrup im zweiten Durchgang im Spiel. Die Gastgeber präsentierten sich körperlich agil, hielten gegen den klassenhöheren Gegner dagegen und kamen selbst immer wieder zu Möglichkeiten nach vorne. Erst in der Schlussphase machte sich die Überzahl des FSV zunehmend bemerkbar. In der 83. Minute brachte Leon Wedderwille die Gäste mit 3:2 in Führung. Istrup versuchte noch einmal zurückzukommen, musste in der 89. Minute aber die Entscheidung hinnehmen: Jan Szage traf zum 4:2 für Pivitsheide. Damit zieht der FSV Pivitsheide in die nächste Pokalrunde ein. Für Blau-Weiß Istrup endet der Wettbewerb trotz einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie und einer langen Unterzahl mit einer 2:4-Niederlage.














