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15 % aller Unternehmen waren 2024 im Handwerk tätig

von | Apr. 26, 2026 | Wirtschaft

Im nordrhein-westfälischen Handwerk waren im Jahr 2024 bei den 109.000 Handwerksunternehmen rund 1,28 Millionen Personen tätig. Der nominale Umsatz belief sich auf 161,5 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von Ergebnissen der jüngsten Handwerkszählung mitteilt, waren damit 15 % aller Unternehmen in NRW im Handwerk tätig.

Anteil der Handwerksunternehmen in NRW-Kreisen höher als in kreisfreien Städten

Die meisten Handwerksunternehmen befanden sich in Köln (5.545) und Düsseldorf (3.905) sowie im Rhein-Sieg-Kreis (4.035). In Relation zur Bevölkerungszahl, ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Hier hatten die ländlich geprägten Kreise gegenüber den kreisfreien Städten die Nase vorne. Im Kreis Borken gab es mit 835 Handwerksunternehmen mehr als doppelt so viele Handwerksunternehmen je 100.000 Einwohner/-innen wie in Dortmund (412). Auch in den Kreisen Viersen (822) und Euskirchen (804) gab es noch eine vergleichsweise hohe Dichte an Handwerksunternehmen. Duisburg (425), Bonn und Hamm (je 435) gehörten zu den Städten mit der geringsten Dichte an Handwerksunternehmen in NRW.

Im Durchschnitt kamen in ganz Nordrhein-Westfalen 605 Handwerksunternehmen auf 100.000 Einwohner/-innen. Damit lag NRW leicht unter dem Bundeswert von 675.

Jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig

Das Ausbaugewerbe und das Bauhauptgewerbe waren die dominierenden Gewerbegruppen im Handwerk: Mit einem Anteil von 51 % an allen Handwerksunternehmen war jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig.

Die meisten Beschäftigten arbeiteten dagegen in Unternehmen des Handwerks für den gewerblichen Bedarf. Mit 31 % war fast jede dritte im Handwerk beschäftigte Person in dieser Gewerbegruppe tätig. Rund ein Viertel des Gesamtumsatzes im Handwerk entfiel auf das Kfz-Gewerbe; hier fließen neben den klassischen Werkstätten auch die Umsätze der Händler und Hersteller mit ein.

Viele Beschäftigte arbeiteten im Zweit- bzw. Nebenjob in der Gebäudereinigung

Die Beschäftigtenzahlen der Handwerkszählung folgen, beginnend mit dem Berichtsjahr 2024, dem sogenannten Jobkonzept. Dies bedeutet, dass Beschäftigte mit mehr als einem Beschäftigungsverhältnis mit jedem Beschäftigungsverhältnis nachgewiesen werden und erscheinen demnach mehrfach in der Statistik. Das bis einschließlich Berichtsjahr 2023 geltende Personenkonzept berücksichtigte jede abhängig beschäftigte Person nur einmal (in ihrer Haupttätigkeit). Zudem sind in den Zahlen der geringfügig Beschäftigten ab dem Berichtsjahr 2024 auch die kurzfristig beschäftigten Personen enthalten sowie geringfügig entlohnt Beschäftigte im Nebenjob (neben einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung). Im Ergebnis zeigen die Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahr z. T. deutliche Zuwächse und sind daher nicht unmittelbar miteinander vergleichbar. I.d.R. dürfte dies in den Gewerbegruppen der Fall sein, in denen viele Beschäftigte im Zweit- bzw. im Nebenjob tätig sind, wie bspw. im zulassungsfreien Handwerk der Gebäudereinigung.

Handwerksunternehmen nach Zulassungsart 2024 in Nordrhein-Westfalen
Veränderung zum Vorjahr
Art des Handwerks Handwerks-
unternehmen
Tätige Personen1) Umsatz2)
(1.000 EUR)
Insgesamt −532 −0,5% 152.477 13,5% −666.026 −0,4%
Zulassungspflichtig −1.308 −1,4% 64.636 7,1% −966.773 −0,6%
Zulassungsfrei +776 +4,7% 87.841 40,0% +300.747 +2,9%
1) Einschl. tätiger Unternehmer (geschätzt). Aufgrund methodischer Anpassungen (Jobkonzept) zeigen die Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahr z.T. deutliche Zuwächse und sind daher nicht unmittelbar miteinander vergleichbar.
2) Mit geschätzten Umsätzen bei Organschaftsmitgliedern; ohne Umsatzsteuer.

Hinweise zur Statistik

Die Ergebnisse der Handwerkszählung beruhen auf einer registergestützten Auswertung von Verwaltungsdaten, wodurch auf Befragungen von Unternehmen oder Betrieben des Handwerks verzichtet werden kann. Die Handwerkszählung liefert jährlich Informationen zu Umfang und Struktur des zulassungspflichtigen und zulassungsfreien Handwerks in Nordrhein-Westfalen. Nicht berücksichtigt wurden hier Kleinstbetriebe, die im Jahr 2024 weder steuerbare Umsätze noch Beschäftigte angegeben hatten. Zur Berechnung der Verhältniszahl wurde der Bevölkerung zum Berechnungsstand 31.12.2024 genutzt (IT.NRW)

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