Von den im Jahr 2024 insgesamt 676.407 aktiven Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind 53.933 neu gegründet worden; rein rechnerisch handelte es sich damit um 8,0 % bzw. jedes zwölfte Unternehmen in NRW. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand der Ergebnisse der Unternehmensdemografie mitteilt, lag die Gründungsrate im Land mit 8,0 % über dem für das gesamte Bundesgebiet ermittelten Wert von 7,8 %. Als Gründungsrate wird der Anteil der in einem Jahr gegründeten Unternehmen am gesamten Unternehmensbestand desselben Jahres bezeichnet. Bezogen auf den Gesamtbestand der aktiven nordrhein-westfälischen Unternehmen (676.407) ergibt sich eine Schließungsrate von 10,1 %.
Regionale Unterschiede bei Unternehmensgründungen
Insgesamt gab es die meisten Neugründungen in den beiden größten NRW-Städten Köln (4.824) und Düsseldorf (3.294). Die höchste Gründungsrate konnte Gelsenkirchen mit 10,4 % verzeichnen. Auf den weiteren Plätzen folgten Leverkusen (10,1 %) und Duisburg (9,6 %). Die geringsten Gründungsraten gab es im Kreis Höxter und im Hochsauerlandkreis (mit jeweils 6,1 % und 6,2 %) sowie im Kreis Soest (mit 6,6 %).

Gründungsraten variieren je nach Wirtschaftszweig
Die höchste Gründungsrate (10,7 %) wies der Bereich Kunst, Unterhaltung, Erholung und Erbringung von sonstigen Dienstleistungen auf. An zweiter und dritter Stelle rangierten die Wirtschaftszweige Information und Kommunikation mit 9,9 % sowie Verkehr und Lagerei mit 9,4 %. In allen drei aufgeführten Bereichen lag die Anzahl der Gründungen unterhalb der Anzahl der Schließungen. Die niedrigsten Gründungsraten fanden sich mit 4,8 % im Bereich Bergbau, Verarbeitenden Gewerbe, Energie und Wasserversorgung und mit 5,9 % im Bereich Erziehung und Unterrichtsowie Gesundheits- und Sozialwesen.

IT.NRW erweitert sein interaktives Informationsangebot um eine neue Veröffentlichung zum Gründungsgeschehen und zur Unternehmensdemografie in NRW. Wie entwickelt sich das Gründungsgeschehen in den kreisfreien Städten und Kreisen? Welche Unterschiede zeigen sich in den einzelnen Wirtschaftsabschnitten? Diese und weitere spannende Einblicke in die Gründungsaktivitäten und die Entwicklung der Unternehmenslandschaft in Nordrhein-Westfalen bietet die interaktive Veröffentlichung mit Daten nach ausgewählten Wirtschaftsabschnitten und Regionen.
Hinweise zur Statistik
In der Statistik zur Unternehmensdemografie wird ein Unternehmen dann als Neugründung gezählt, wenn es sich um eine Neueintragung in das statistische Unternehmensregister handelt, das gegründete Unternehmen wirtschaftlich aktiv ist und bei der Gründung kein anderes Unternehmen beteiligt war (also eine ganz neue Kombination von Produktionsfaktoren geschaffen wurde). Ereignisse wie beispielsweise Umstrukturierungen (z. B. Fusionen, Übernahmen, Joint Ventures) oder Vorgänger-Nachfolger-Beziehungen werden aus den Gründungs- und Schließungszahlen herausgerechnet. Bei den hier dargestellten Ergebnissen zu den Unternehmensschließungen handelt es um vorläufige Daten. Seit dem Berichtsjahr 2021 sind erstmalig Ergebnisse zur Unternehmensdemografie auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte verfügbar. Sie basieren auf Daten des statistischen Unternehmensregisters und unterjährig zur Verfügung gestellten Verwaltungsdaten der Bundesagentur für Arbeit und der Finanzbehörden. Da vorhandene Verwaltungsdaten genutzt werden, bedarf es keiner gesonderten Datenerhebung. In der EU-Einheitenverordnung ist ein Unternehmen als „kleinste Kombination rechtlicher Einheiten, die eine organisatorische Einheit zur Erzeugung von Waren und/oder Dienstleistungen bildet und […] über eine gewisse Entscheidungsfreiheit verfügt” definiert.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)














