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620 neue Fachkräfte für das Handwerk

von | Sep. 9, 2026 | Wirtschaft

Kreishandwerksmeister Mickel Biere und Michael H. Lutter (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe) gratulieren den Innungsbesten zum erfolgreichen Berufsabschluss im Handwerk.
(Foto: PHOEMAX/Dietmar Flach)

Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe feiert 620 frisch gebackene Gesellinnen und Gesellen – 16 Innungsbeste aus dem Kreis Lippe besonders geehrt

Lippe/Paderborn. Sie haben gelernt, praktische Erfahrung gesammelt, Prüfungen bestanden und damit den Grundstein für ihren weiteren beruflichen Weg gelegt: 620 junge Gesellinnen und Gesellen aus den Kreisen Lippe und Paderborn wurden am 5. September bei der Großen Lossprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe für ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss gefeiert. In der PHOENIX CONTACT Arena erhielten sie ihre Gesellenbriefe und wurden damit feierlich in den Kreis der Fachkräfte des Handwerks aufgenommen.

Besonders erfreulich: Gleich 16 junge Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Kreis Lippe schlossen ihre Ausbildung als Beste ihrer Innung ab – und wurden dafür gemeinsam mit ihren Ausbildungsbetrieben besonders geehrt. Sie stehen stellvertretend für die hohe Qualität und das große Engagement, mit dem die jungen Menschen ihre Ausbildung absolviert haben.

„Heute ist vor allem Euer Tag“, lautete die Botschaft der Kreishandwerkerschaft an die jungen Fachkräfte. Kreishandwerksmeister Mickel Biere und Hauptgeschäftsführer Michael H. Lutter machten in einem gemeinsamen Interview zur Eröffnung der Veranstaltung deutlich, welche Perspektiven sich den jungen Gesellinnen und Gesellen nun eröffnen. „Die jungen Fachkräfte erwartet ein modernes und lebendiges Handwerk“, betonte Biere. Innovationen, vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und hervorragende Karrierechancen eröffneten zahlreiche Wege für die Zukunft.

Zugleich übernähmen Handwerkerinnen und Handwerker eine zentrale Rolle bei den großen gesellschaftlichen Zukunftsaufgaben. „Das Handwerk bietet zukunftssichere Arbeitsplätze – gleichzeitig sind Karriere und Aufstieg hier auf ganz unterschiedlichen Wegen möglich“, hob Lutter hervor. Die erfolgreiche Ausbildung zahlreicher junger Menschen mit internationaler Geschichte zeige darüber hinaus, dass Integration im Handwerk bestens gelinge und vielfältige Lebenswege zu beruflichem Erfolg führen.

Innungsbeste beschreiben Motivation fürs Handwerk
Warum eine Ausbildung im Handwerk für sie der beste Weg war, berichteten auch die Innungsbesten selbst: „Die Zukunftssicherheit, die Vielseitigkeit und das Arbeiten mit neuen Technologien gefallen mir besonders gut. Am Ende des Tages habe ich ein sichtbares Ergebnis“, bringt Elektroniker Quadri Babatunde Asani-Awotoye (Ausbildungsbetrieb Elektro Lampe, Detmold) seine Begeisterung für das Handwerk auf den Punkt. „Ich mag das Arbeiten im Freien, die Kreativität, das Team, die Sprüche, den Werkstoff und Vieles mehr!

Den Beruf und all seine Facetten möchte ich besser kennenlernen, auf Wanderschaft gehen und mich weiterbilden, um schließlich meinen eigenen Platz im Handwerk zu finden“, beschreibt Zimmerin Marie Schmitt (Ausbildungsbetrieb Vagabund Holzbau GmbH & Co. KG, Lemgo) und gibt direkt einen Ausblick auf ihre Zukunftspläne. „Besonders viel Freude macht es mir, Menschen einen schönen und persönlichen Gedenkstein zu erstellen, damit sie ihre Liebsten würdevoll in Erinnerung behalten können. Ich möchte gerne mehr junge Menschen für das Handwerk begeistern!“, erzählt Steinmetzin und Steinbildhauerin Lena Sauter (Ausbildungsbetrieb Firma Olaf Sümnich, Bad Salzuflen).

Die Aussagen machen deutlich: Gerade die Verbindung aus praktischem Arbeiten und der Möglichkeit, mit den eigenen Händen sichtbare Ergebnisse zu schaffen, Abwechslung, Kreativität, Kundenkontakt oder die tägliche Herausforderung, eigenständig Lösungen für neue Aufgaben zu finden, ist für viele junge Menschen ein entscheidender Grund für ihren Weg ins Handwerk. Gleichzeitig haben viele der frisch gebackenen Gesellen ihre berufliche Entwicklung schon fest vor Augen: Während einige zunächst Berufserfahrung sammeln und ihre Fähigkeiten weiterentwickeln möchten, bereiten sich andere bereits auf ihre Meisterprüfung vor. Auch der Wunsch nach einem eigenen Betrieb oder die Übernahme eines bestehenden Familienunternehmens ist bei einigen der Innungsbesten bereits fest verankert.

Neben der feierlichen Übergabe der Gesellenbriefe bereicherte Comedian Benni Stark die rund zweistündige Veranstaltung als Showact mit Schlagfertigkeit, Humor und Improvisationstalent. Für die Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe stand an diesem Tag jedoch vor allem eines im Mittelpunkt: die Wertschätzung für eine neue Generation von Fachkräften, die Wissen, handwerkliches Können, Ideen und neue Perspektiven in die Betriebe der Region einbringen – und damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Handwerks leisten. Alle Namen der erfolgreichen Gesellinnen und Gesellen finden Interessierte hier: kh-online.de/grolo-2026.

Pressemeldung: Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe

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