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Im Jahr 2024 sind in 331 der 9.746 produzierenden Betriebe des nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbes Möbel im Wert von 6,6 Milliarden Euro hergestellt worden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der internationalen Möbelmesse imm cologne vom 20. bis 23. Januar 2026 in Köln mitteilt, waren das nominal 548,0 Millionen Euro bzw. 7,7 % weniger als ein Jahr zuvor.
Zum Vergleich: Deutschlandweit sank im Jahr 2024 der Absatzwert der Möbelproduktion um 1,3 Milliarden Euro bzw. 6,8 %. Gegenüber dem Jahr 2020 sank der NRW-Absatzwert um 205,8 Millionen Euro bzw. 3,0 %. Über drei Viertel (76,1 %) des nordrhein-westfälischen Absatzwertes wurde 2024 in Betrieben im Regierungsbezirk Detmold erzielt.
Produktion von Küchenmöbeln rückläufig
Mit einer Absatzmenge von 12,5 Millionen Stück (−4,9 % gegenüber 2023) und einem nominalen Absatzwert von 3,5 Milliarden Euro (−5,2 %) entfiel der größte Anteil aller im Jahr 2024 in NRW produzierten Möbel – wie bereits in den Vorjahren – auf Küchenmöbel aus Holz. Hierbei handelte es sich zum größten Teil um Einbauküchenelemente. Der Schwerpunkt der Küchenmöbelproduktion lag auch hier im Regierungsbezirk Detmold: 94,8 % der in NRW hergestellten Küchenmöbel stammten von dort.
Absatzwert von Matratzen mit positiver Entwicklung
Des Weiteren wurde in NRW mit Sitzmöbeln und Teilen dafür ein Absatzwert von 1,1 Milliarden Euro erzielt; ein Rückgang von 14,0 % gegenüber dem Jahr 2023. Es folgten sonstige Möbel wie z. B. Wohn-, Schlaf-, Ess- und Badezimmermöbel mit 1,0 Milliarden Euro (−9,3 %) und Büro- und Ladenmöbel mit 728,9 Millionen Euro (−8,5 %). Der Absatzwert der Matratzenproduktion stieg dagegen um 2,6 % auf 168,6 Millionen Euro.
NRW mit größtem Anteil am bundesweiten Möbel-Absatzwert
Der Anteil von NRW am bundesweiten Absatzwert der Möbelproduktion lag 2024 bei 38,3 % (2023: 38,7 %). Bei aus Holz hergestellten Küchenmöbeln erreichte NRW einen gesamtdeutschen Wertanteil von 64,3 %. Des Weiteren lag der Wertanteil nordrhein-westfälischer Hersteller bei sonstigen Möbeln bei 27,6 % und bei Sitzmöbeln und Teilen dafür bei 24,8 %. Bei Büro- und Ladenmöbeln waren es 25,5 % und bei der Matratzenherstellung 33,4 %.
Absatzwert in den ersten drei Quartalen 2025 weiter gesunken
In den ersten drei Quartalen 2025 sind in NRW nach vorläufigen Ergebnissen in 308 Betrieben Möbel im Wert von 4,8 Milliarden Euro hergestellt worden. Das waren 3,2 % weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Hinweise zur Statistik
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und Verbrauchsteuer) ab Werk berechnet. Es handelt sich um nominale (also nicht preisbereinigte) Absatzwerte. In den Ergebnissen nicht enthalten sind Spezialmöbel, wie z. B. Möbel für Human-, Zahn- und Tiermedizin, Friseur- und ähnliche Stühle mit Schwenk-, Kipp- oder Hebevorrichtung sowie Sitze für Luft- und Kraftfahrzeuge. (IT.NRW)












