
Die HSG feiert den nächsten Heimsieg. (Timon Peters)
Nach langer Zeit ging es an der Ulmenallee für die HSG wieder um Punkte in der Alsco Handball Bundesliga. Gegen den BSV Sachsen Zwickau fuhren die Hausherrinnen den nächsten Heimsieg beim 32:28 (18:13) ein. Beste Werferin der Blombergerinnen war Nieke Kühne mit sieben Treffern.
Souveräne erste Minuten
Mit Melanie Veith, Farrelle Njinkeu, Díana Magnúsdóttir, Elín Magnúsdóttir, Nieke Kühne, Alexia Hauf und Maxi Mühlner startete die HSG in ihr erstes Heimspiel an der Ulmenallee seit November.
Gleich der erste Angriff brachte die Führung: Mühlner erzielte den ersten Treffer der Partie. Auch in den folgenden Minuten gab klar die HSG den Ton an. Nach einer Parade von Veith vollendete Hauf einen Gegenstoß, kurz darauf traf auch Kühne erstmals. Die Gäste aus Zwickau taten sich gegen die wache und kompakte Blomberger Defensive schwer, zu klaren Chancen zu kommen.
Eine frühe Zeitstrafe gegen Mühlner nutzte Zwickau zwar durch Szabo zum 3:1, doch wirklich aus dem Tritt brachte das die Gastgeberinnen nicht. Im Gegenteil: Trotz Unterzahl blieb Blomberg effektiv. Kühne traf erneut und Njinkeu bestrafte das Sieben-gegen-Sechs der Gäste, sodass die HSG nach acht Minuten bereits sechs Treffer auf dem Konto hatte.
Veith setzte mit einer starken Parade gegen die ehemalige Blombergerin Bröns-Petersen ein weiteres Ausrufezeichen. Im direkten Gegenzug erhöhte Kühne mit ihrem dritten Tor auf 8:3 und zwang Zwickaus Trainer Norman Rentsch früh zur Auszeit. Doch auch danach fanden die Sächsinnen kaum ein Mittel gegen Veith, die mehrfach stark parierte.
Nachdem Rüffieux einen Siebenmeter herausgeholt hatte, verwandelte Vegué sicher zum 9:3. Zwar gelang es Zwickau, einen kurzen Lauf der HSG zu stoppen, doch Blomberg blieb spielbestimmend. Ein Block von Kühne und ein Stürmerfoul von Díana Magnúsdóttir brachten den Ball zurück in HSG-Besitz, Njinkeu nutzte den freien Raum auf Außen zum nächsten Treffer.
In der Folge kämpften sich die Gäste etwas heran, doch vom Siebenmeterpunkt blieb Vegué eiskalt. Gleichzeitig hielt Veith mit Paraden gegen Gierga und Nakayama den Vorsprung fest. Nach einigen torarmen Minuten sorgte Mühlner mit einem Wurf ins leere Tor wieder für Stimmung in der Halle.
Als Zwickau auf 15:11 verkürzte, reagierte HSG-Trainer Steffen Birkner mit einer Auszeit. Diese zeigte Wirkung: Mit einem konzentrierten Schlussspurt vor der Pause setzte sich Blomberg wieder deutlicher ab und ging mit einer verdienten 18:13-Führung in die Halbzeit.
Zwickau fordert die HSG
Es hatte sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit bereits angedeutet: Auch zu Beginn der zweiten 30 Minuten tat sich die HSG schwer, durch die Zwickauer Abwehr zu kommen, und vergab die Chance, ins leere Tor einzunetzen. So konnten die Gäste aus Sachsen auf zwei Tore herankommen. Beide Treffer in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit erzielte Rüffieux, ehe Vegué per Strafwurf wieder traf.
Nun standen auch die Außen auf dem Feld, gemeinsam mit Sandberg und Magnúsdóttir, die die Position von Njinkeu übernahm. HSG-Trainer Birkner brachte zudem Nicole Roth für Melanie Veith ins Tor, die prompt mit einer Doppelparade auf sich aufmerksam machte. Vorne traf erneut Rüffieux vom Kreis und stellte den Vier-Tore-Vorsprung für Blomberg wieder her.
Zwickau gab sich jedoch nicht geschlagen und zeigte, warum sie am Mittwoch gegen den BVB nur knapp verloren hatten. Elín Magnúsdóttir durchbrach erneut die Zwickauer Abwehr, holte einen Strafwurf und eine Zeitstrafe. Vegué verwandelte ihren fünften Siebenmeter, Sandberg traf ins verwaiste Tor. Nach dieser Phase kämpfte sich das Team von Birkner zurück und erspielte sich erneut einen Fünf-Tore-Vorsprung. Rüffieux traf sehenswert per Heber über Außen, kurz darauf erhöhte Magnúsdóttir auf 27:21.
Immer wieder zeigte sich auch Roth, die gegen Szabo parierte. Im Gegenzug brachte Kühne den Ball erneut hinter Sieg ins Tor. Beim 29:22 agierte Blomberg in Überzahl, verteidigte den Zwickauer Angriff, bei dem Roth den Ball ins Toraus lenkte. Doch wie in der ersten Halbzeit kassierte die HSG erneut eine Zeitstrafe, diesmal gegen Kühne. Mühlner und Magnúsdóttir bildeten den Innenblock, in den Angriff rückte nun Nuria Bucher. Kaum lief die Zwickauer Zeitstrafe ab, erhielt Steverink die nächste Zeitstrafe wegen Wurfbehinderung von Vegué. Die Spanierin blieb vom Siebenmeterstrich jedoch treffsicher und stellte zwölf Minuten vor Schluss auf 29:23.
Roth hielt erneut stark gegen Szabo und Stens. Rüffieux leitete den Gegenstoß ein, bevor Birkner die nächste Auszeit nahm. Technische Fehler schlichen sich wieder ins Blomberger Spiel ein, Zwickau nutzte dies und kämpfte sich auf vier Tore heran. In der Crunchtime erzielte Kühne die entscheidenden Treffer. Zwar traf Nakayama sehenswert gegen Roth, doch Zwickau störte erneut die HSG im Abschluss, und Vegué verwandelte den Strafwurf zum 31:26. Zwickau erzielte zwar den letzten Treffer, doch die HSG gewann nach intensiven 60 Minuten verdient mit 32:28.
Stimmen zum Spiel:
„Die Stimmung heute war überragend, das war eine tolle Atmosphäre. Wir wussten, dass das Sieben-gegen-Sechs-Spiel auf uns zukommen würde, das Zwickau richtig gut umgesetzt hat. Manche Szenen mussten wir dann leider akzeptieren. Trotzdem bin ich mit dem Auftritt der Mannschaft in Abwehr und Angriff zufrieden. Jetzt liegt der volle Fokus auf Mittwoch“, fasst Steffen Birkner den Heimsieg vor 1.300 Fans zusammen.
„Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen und haben unser Tempo sowie die schnellen Tore genutzt. In einigen Phasen waren wir dann aber nicht mehr so aufmerksam, sodass Zwickau wieder besser ins Spiel kam“, bilanziert Díana Magnúsdóttir die Partie des 15. Spieltags.
Aufstellungen:
HSG Blomberg-Lippe: Veith, Lepschi, Roth; Rüffieux (4), Jacobsen, D. Magnúsdóttir, Kühne (9), Mühlner (3), Vegué (7), Bucher, Sandberg (1), Hauf (2), E. Magnúsdóttir (3), Njinkeu (3)
BSV Sachsen Zwickau: Sieg, Györi; Szabó (5), Gierga (4), Bröns Petersen (4), Walkowiak, Hasselbusch (4), Penzes (3), Nakayama (4), Stens (1), Steverink (3)
Pressemeldung: HSG
















