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HSG erkämpft Punktgewinn in Dänemark

von | Feb. 8, 2026 | Blomberg, HSG

Elín Magnúsdóttir netzte dreimal in Dänemark ein. (Timon Peters)

Zum Auftakt in die Rückspiele der EHF European League Gruppenphase mussten sich die Blombergerinnen in Nykøbing messen. Gegen die dänischen Vertreter erkämpft sich die HSG nach einem intensiven Spiel das 30:30 (16:16). Beste Torschützin in Reihen der Gäste aus Blomberg war Nieke Kühne mit neun Treffern.

Mit dem Halbzeitpfiff zurückgekämpft

Viel veränderte sich im Kader im Vergleich zum intensiven Auswärtserfolg in Neckarsulm nicht. Die HSG reiste jedoch nur mit 13 Spielerinnen nach Dänemark, da Lara Lepschi krankheitsbedingt fehlte. Auch bei den Gastgeberinnen musste umgestellt werden: Mona Obaidli verletzte sich unter der Woche am Knie, sodass auch Nykøbing lediglich 13 Spielerinnen zur Verfügung hatte. In das vierte Gruppenphasen-Duell startete die HSG mit Nicole Roth, Ona Vegué, Nieke Kühne, Elín und Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu sowie Maxi Mühlner. Nykøbings Trainer Niels Agesen setzte wie schon im Hinspiel auf seine beste Torschützin Clara Lerby.

Der Beginn verlief ausgeglichen. Elín Magnúsdóttir setzte Mühlner am Kreis in Szene, Vegué verwandelte den fälligen Siebenmeter sicher. Doch Bang brachte die Gastgeberinnen mit zwei schnellen Treffern in Führung. Magnúsdóttir glich noch einmal aus, ehe Nykøbing erneut vorlegte. Beide Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, doch mit zunehmender Spielzeit nutzten die Däninnen Blomberger Fehler konsequent aus. Díana Magnúsdóttir stoppte den ersten kleinen Lauf zum 6:4, kurz darauf musste Kühne jedoch erstmals auf die Bank. In Unterzahl erhöhte Lerby per Siebenmeter, während die HSG offensiv kaum Lösungen fand. Nach elf Minuten lag Blomberg bereits mit 4:8 zurück.

In Überzahl kam die HSG wieder besser ins Spiel. Zwar scheiterte Vegué zunächst an Bossen, doch Mühlner traf im Nachsetzen. Kühne verkürzte mit zwei Treffern in Folge, fing anschließend einen Pass ab und leitete das Tempospiel ein. Mühlner erzielte wenig später den zwischenzeitlichen Ausgleich, ehe Lerby erneut vom Punkt erfolgreich war. Roth verhinderte mit Paraden einen höheren Rückstand, während Rüffieux nach ihrer Einwechslung zunächst vergab. Trotz einer Zeitstrafe gegen Jacobsen blieb Blomberg ruhig, kam über Njinkeu zu Abschlüssen, doch Bossen parierte mehrfach stark. Nykøbing zeigte sich insgesamt abgeklärter und setzte sich wieder auf 13:9 ab.

Die HSG gab sich jedoch nicht auf. Vegué traf aus dem Feld, Kühne verkürzte sehenswert und bediente anschließend Rüffieux, die den Rückstand weiter schmelzen ließ. Im Tor übernahm nun Veith für Roth und parierte direkt gegen Bang. Auch wenn Nykøbing weiter traf, blieb Blomberg dran. Rüffieux verwandelte per Heber, gegen Lerby half Veith der Pfosten. Elín Magnúsdóttir tankte sich mehrfach durch den Innenblock und stellte auf 16:14. Die Defensive zwang die Gastgeberinnen anschließend ins Zeitspiel, eroberte den Ball und erneut war es Magnúsdóttir, die den Anschluss herstellte. Mit großem Einsatz kämpfte sich die HSG endgültig zurück. Zwar schien eine weitere Ausgleichschance zunächst vergeben, doch wenige Sekunden vor der Pause reagierte Sandberg am schnellsten, schnappte sich den Ball und traf ins leere Tor. So ging es nach einer umkämpften ersten Halbzeit mit einem 16:16 in die Kabine.

Kampf bis zur letzten Sekunde

Die HSG schien das Momentum aus der Kabine mitgenommen zu haben. Nach einem Ballgewinn kam Alexia Hauf für Vegué ins Spiel, Njinkeu nutzte das Tempo und erzielte beim 17:16 die erste Blomberger Führung seit dem 1:0. Nykøbing schlug jedoch umgehend zurück und ging wieder in Front, doch die HSG blieb dran und glich durch Hauf aus. In der Defensive zwang der Innenblock um Kühne und Jacobsen die Däninnen mehrfach ins Zeitspiel, dennoch fand Bang immer wieder eine Lücke. Veith parierte erstmals in der zweiten Halbzeit gegen Svele, während Nykøbing aufmerksam verteidigte und ein Stürmerfoul gegen Elín Magnúsdóttir zog. Lerby blieb anschließend per Siebenmeter sicher. Kühne übernahm viel Verantwortung im Angriff und stellte erneut den Ausgleich her, doch Jørgensen nutzte einen Ballverlust zum 21:20 für die Gastgeberinnen.

Die Partie blieb umkämpft. Veith verhinderte den nächsten Gegentreffer, während auch Nykøbing nicht mehr so souverän agierte wie zu Beginn. Svele verzog deutlich, auf der Gegenseite wurde Kühne am Hals getroffen, Magnússon sah dafür die Zeitstrafe. In Überzahl bot sich der HSG die Chance zur Führung, doch Haufs Heber landete nur am Aluminium, wenig später scheiterte auch Mühlner an Bossen. Ein Block von Jacobsen brachte neuen Schwung, den Díana Magnúsdóttir zum Anschluss nutzte. Trotz einer kurzen Schwächephase blieb Blomberg in Schlagdistanz und zwang Nykøbing zur Auszeit. Njinkeu traf wenig später aus dem Rückraum zum 23:23.

Erneut trat Lerby zum Siebenmeter an, diesmal parierte Roth stark. Kühne vergab zwar zunächst die mögliche Führung, doch Díana Magnúsdóttir holte einen Strafwurf heraus, den Vegué sicher verwandelte. Die Schlussphase entwickelte sich zum Krimi. Mühlner fing einen Gegenstoßpass ab, setzte den Ball jedoch neben das Tor. Die HSG-Abwehr blieb aggressiv, zwang Nykøbing zu Rückraumwürfen, die Veith entschärfte. Doch auch Bossen hielt stark und verhinderte die mögliche Zwei-Tore-Führung. Zu Beginn der Crunch-Time glich Nykøbing wieder aus, Hauf traf nach Auszeit zwar nur den Pfosten, doch Kühne reagierte schnell und brachte ihr Team erneut in Front.

Mit Ruhe und etwas Glück erhöhte Kühne später sogar auf zwei Tore Vorsprung, doch Magnússon verkürzte wieder auf 25:26. Díana Magnúsdóttir antwortete aus spitzem Winkel. In die letzten sechs Minuten startete die HSG in Unterzahl nach Kühnes zweiter Zeitstrafe. Jacobsen rückte offensiv nach und bediente erneut Magnúsdóttir zum Treffer. Hinnerfeldt nutzte Raum am Kreis zum Anschluss, doch Jacobsen stellte auf 29:27. Nykøbing traf ins leere Tor, Greve parierte anschließend gegen Elín Magnúsdóttir. Roth kam für einen Siebenmeter ins Tor und hielt stark, doch im Nachwurf fiel dennoch der Ausgleich. Eine Minute vor Schluss brachte Magnússon die Gastgeberinnen in Führung. 40 Sekunden vor dem Ende nahm Birkner die letzte Auszeit – und die HSG bewies Nervenstärke: Kühne netzte den Freiwurf ein und ließ die Blombergerinnen jubeln. Mit einem Punktgewinn ging es zurück nach Blomberg.

Aufstellungen:
Nykøbing Falster Håndbold: Bossen, Greve; Jakobsen (1), Bang (8), Olsen, Jorgensen (1), Svele (3), Jorgensen, Andersen, Magnussen (6), Hinnerfeldt (3), Lerby (7), Kristiansen (1)

HSG Blomberg-Lippe: Veith, Roth; Rüffieux (2), Jacobsen (1), D. Magnúsdóttir (4), Kühne (9), Mühlner (2), Vegué (4), Bucher, Sandberg (1), Hauf (1), E. Magnúsdóttir (4), Njinkeu (2)

Pressemeldung: HSG

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