
Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge sieht die begründete Teilzeitarbeit als Bestandteil ausgewogener Arbeitsmarktpolitik.
Kerstin Vieregge will Sachlichkeit in der Diskussion
In der emotional geführten Debatte um Teilzeitarbeit und Work-Life-Balance hat sich die CDU jetzt klar positioniert und beim Bundesparteitag am letzten Wochenende den Antrag mit dem Titel „Teilzeitansprüche ordnen – Erwerbstätigkeit stärken“ beschlossen.
„Schon diese Überschrift widerlegt die Behauptung, die CDU wolle die Teilzeitarbeit abschaffen“, erläutert Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge. Sie will Sachlichkeit in die Diskussion bringen und stellt klar: „Der geordnete Anspruch auf Teilzeitarbeit gehört zu einer ausgewogenen Arbeitsmarktpolitik. Denn Teilzeitarbeit trägt bei zur Sicherung des Lebensunterhalts in Phasen von Aus- und Weiterbildung, bei der Pflege von Angehörigen oder auch bei der Kindererziehung. Das wollen und werden wir nicht einengen.“
Mit Blick auf den akuten Fachkräftemangel geht es der CDU vielmehr darum, die Fehlanreize in den aktuellen Regelungen zu korrigieren. „Wenn der Anspruch auf Teilzeit dazu führt, dass bei freiwillig gewählter Reduzierung der Arbeitszeit und daraus entstehenden Einkommenslücken die sozialen Sicherungssysteme beansprucht werden, ist das eine Fehlentwicklung zu Lasten der Allgemeinheit, die wir beseitigen wollen – und müssen. Teilzeitarbeit darf keineswegs eine Möglichkeit sein, sich aus der Erwerbstätigkeit und grundsätzlichen Verantwortung für den eigenen Lebensunterhalt zurückzuziehen“, so Vieregge. Sie unterscheidet klar zwischen notwendiger Arbeitszeitreduzierung, um Familie und Beruf flexibel zu vereinbaren, und solcher, die primär auf mehr Freizeit abzielt, während der Fachkräftemangel gleichzeitig wächst.
Mit flexibleren Arbeitszeitmodellen, spürbarer Entlastung vor allem kleiner und mittlerer Arbeitseinkommen und einem leistungsfreundlicheren Steuer- und Abgabensystem will die CDU Erwerbstätigkeit stärken und spürbar attraktiver machen. „Angesichts der personellen Engpässe besonders in den mittelständischen Unternehmen sind die beantragten Maßnahmen dringend geboten“, informiert Vieregge. Bei einer Teilzeitquote, die mit 40,1 Prozent Rekordniveau erreicht hat, sieht die CDU großes Potenzial an Fachkräften, das sie für die Wirtschaft aktivieren will.
„Darüber hinaus brauchen wir Teilzeitmodelle, die den Weg zurück in eine existenzsichernde Vollzeittätigkeit ebnen, statt in eine langfristige Teilzeitfalle zu führen, die auch in der Rente noch nachwirkt“, betont Vieregge weitere Vorteile. Ausdrücklich verweist sie auf die entlastende Wirkung von Vollzeitarbeit für Pflege- und Krankenkassen und damit für alle Versicherten: „Eine hohe Vollzeitquote stärkt die Einnahmenbasis der Krankenkassen und trägt dazu bei, das Leistungsniveau trotz des demografischen Wandels und steigender Gesundheitskosten zu halten.“
Nach dem Willen des Parteitags wird der Antrag nun an die Unions-Bundestagsfraktion überwiesen. „Dort wird sich auch die Gruppe der Arbeitnehmer intensiv mit den Einzelheiten zur Umsetzung befassen“, sagt Vieregge, die stellvertretende Vorsitzende dieser Gruppe und auch Mitglied des Arbeitnehmerflügels der CDU ist.
Pressemitteilung und Foto der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge
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