Im Rahmen des 22. Spieltags der Saison 2025/26 war der TBV Lemgo Lippe zu Gast bei den Rhein-Neckar Löwen. Die Begegnung endete mit einer 32:30-Niederlage für den TBV. Wenige Tage nach dem Spiel hat die Handball-Bundesliga die beteiligten Vereine darüber informiert, dass die Rhein-Neckar Löwen bei diesem Spiel einen Spieler im Kader hatten, von dem keine unterschriebene Anti-Doping-Schiedsvereinbarung vorlag.
Diese Vorlage einer solchen Schiedsvereinbarung ist seit dem 01. Januar 2026 zwingende Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb (§4, Ziffer 2 DFO). Gemäß Regelwerk ist eine Nicht-Erbringung mit Spielverlust zu ahnden. Entsprechend ist die Begegnung vom 20. Februar 2026, die mit 32:30 Toren für die Rhein-Neckar Löwen endete, durch die HBL-Spielleitung mit 0:2 Punkten und 0:0 Toren zu Ungunsten der Rhein-Neckar Löwen zu werten.
Gegen diese Entscheidung der HBL-Spielleitung kann nach Zustellung Einspruch bei der 2. Kammer des DHB-Bundessportgerichtes eingelegt werden. Die Rhein-Neckar Löwen kündigten in einer Pressemitteilung an, „innerhalb der von der HBL gesetzten Frist gegen diesen Bescheid rechtliche Schritte“ einleiten zu wollen. Der Punkteabzug sowie ein Übertrag an den TBV Lemgo Lippe erfolgt erst nach Abschluss des Verfahrens.
Die HBL weist darauf hin verpflichtet zu sein, alle Lizenznehmer gleich zu behandeln. Auf die Folge des Spielverlustes bei fehlender Anti-Doping-Schiedsvereinbarung wurden alle Lizenznehmer ausdrücklich hingewiesen. Die Ordnung zur Durchführung von Spielen (DFO) ist auf der Webseite der HBL unter „Downloads“ verfügbar. In diesem Zusammenhang verweist die HBL zwecks Transparenz auch auf § 50 der DHB-Spielordnung.
Pressemeldung: TBV















