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Im Jahr 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 6.502 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 15,3 % mehr als im Jahr 2024. Damals hatte es 5.640 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im Jahr 2025 mit 37.135 Beschäftigten jedoch um 33,1 % niedriger als im Vorjahr. Damals waren 55.534 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen gewesen.
Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im Jahr 2025 auf 8,3 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 38,8 % niedriger als im Vorjahr. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei 13,6 Milliarden Euro gelegen. Die Rückgänge bei den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und bei der Höhe der voraussichtlichen Forderungen bei zugleich steigenden Unternehmensinsolvenzzahlen deuten auf einen Rückgang von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten hin.
Wirtschaftsbereiche „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“ sowie „Baugewerbe“ und „Gastgewerbe“ besonders betroffen
Die meisten gemeldeten beantragten Insolvenzverfahren gab es im Jahr 2025 mit 1.189 Verfahren im Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ“, darunter die Mehrheit im Einzelhandel mit 615 Verfahren. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg von 28,5 %. Es folgten die Wirtschaftsbereiche „Baugewerbe“ mit 1.164 Verfahren und „Gastgewerbe“ mit 701 Verfahren.
Verarbeitendes Gewerbe mit höchster Forderungssumme und den meisten betroffenen Beschäftigten
Die meisten betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die höchste voraussichtlichen Forderungssumme gab es 2025 im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe“. Es waren 11.065 Beschäftigte betroffen und die Höhe der voraussichtlichen Forderungen lag bei rund 2 Milliarden Euro.
Gesamtzahl der Insolvenzverfahren um 13,6 % gestiegen – Verbraucherinsolvenzen mit einem Plus von 14,4 %
Im Jahr 2025 haben die Amtsgerichte insgesamt 32.181 beantragte Insolvenzverfahren gemeldet, das entspricht einem Plus von 13,6 % gegenüber dem Vorjahr (2024: 28.334 Verfahren). Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 19.777 Verbraucherinsolvenzverfahren, deren Zahl um 14,4 % gestiegen ist (2024: 17.285 Verfahren). Mehr Informationen finden Sie in den Eckdatentabellen https://statistik.nrw/wirtschaft-und-umwelt/unternehmen/insolvenzen.
Hinweise zur Statistik
Die Insolvenzstatistik gibt Auskunft zu beantragten und beendeten Insolvenzverfahren von Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbrauchern, ehemals selbstständig Tätigen und anderen natürlichen Personen in NRW. Erfasst wird auch die Höhe der voraussichtlichen Forderungen. Bei Insolvenzen von Unternehmen werden zusätzliche Angaben nachgewiesen, z. B. zum Wirtschaftszweig, zur Rechtsform und zur Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die Meldungen über Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfolgen durch die 19 Insolvenzgerichte in NRW.
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