Die 4.756 nordrhein-westfälischen Industriebetriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 einen nominalen (also nicht preisbereinigten) Umsatz von 85 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 3,1 % weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2025. Dabei fiel der Rückgang der Inlandsumsätze mit 1,3 % moderater aus als der Umsatzrückgang von 5 % im Auslandsgeschäft. Der Negativtrend des Vorjahres in der Industrie setzt sich demzufolge fort.

Innerhalb der umsatzstärksten Industriebranchen waren überwiegend Umsatzrückgänge zu beobachten: So musste die Chemische Industrie in den ersten drei Monaten einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 10,5 % auf 11,8 Milliarden Euro hinnehmen. Der Umsatz in der Herstellung von Metallerzeugnissen konstatierte im gleichen Zeitraum einen Umsatzrückgang von 5,5 % auf 7,0 Milliarden Euro. Ebenfalls rückläufig war der Umsatz im Maschinenbau, welcher um 4,8 % auf 11,0 Milliarden Euro sank. Die KFZ-Industrie vermeldete hingegen ein Umsatzplus von 2,4 % auf 7,1 Milliarden Euro. Gleichwohl war der Umsatz hier im Vorjahresquartal auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Metallerzeugung und -bearbeitung konnte ebenfalls ein leichtes Umsatzplus von 1,2 % auf 10,4 Milliarden Euro erzielen.
Beschäftigung um 3,2 % gesunken – Rückgänge in fast allen Topbranchen
In den ersten drei Monaten dieses Jahres waren bei den nordrhein-westfälischen Industriebetrieben durchschnittlich 1.009.783 Personen beschäftigt; das waren 3,2 % weniger Personen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Fast alle Topbranchen verzeichneten Beschäftigungsrückgänge: Beschäftigungsstärkste Branche war der Maschinenbau (174.031 Personen; 2,2 % weniger als in den ersten drei Monaten 2025). Weitere 120.973 Personen (−6,2 %) waren im Bereich der Herstellung von Metallerzeugnissen beschäftigt. Die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln vermeldete mit 98.363 Personen (−4,3 %) ebenfalls einen Beschäftigungsrückgang. Bei der Beschäftigungsentwicklung wies die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 53.175 Personen (−9,2 %) den größten Rückgang auf. Die Beschäftigung in der Metallerzeugung und -bearbeitung lag mit 90.664 Personen auf Vorjahresniveau.
Methodische Hinweise
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 50 oder mehr Beschäftigten. (IT.NRW)














