
Auch in Eisenach wollen Tim Suton und Co. sich wieder voll reinhängen. (Foto: Matthias Wieking)
Schlussspurt in der DAIKIN Handball-Bundesliga! Nach der Nationalmannschaftspause trifft der TBV Lemgo Lippe am Freitagabend im Rahmen des 32. Spieltags auf den ThSV Eisenach. Der Anwurf in der Werner-Aßmann-Halle erfolgt um 19 Uhr.
Trotz des Weggangs im vergangenen Sommer von 300-Tore-Mann Marko Grgic und des Trainers Misha Kaufmann, hat sich der ThSV Eisenach auch im dritten Jahr nach dem Aufstieg weiter im Handball-Oberhaus behauptet. Mit 21:39-Punkten und Platz 13 ist der Klassenerhalt zwar rechnerisch noch nicht zu 100 Prozent gesichert, doch mit sechs Punkten Vorsprung und einem deutlich besseren Torverhältnis als Wetzlar, Minden und Leipzig, können die Verantwortlichen bereits für die nächste Spielzeit planen. Neben dem Feld kehrte allerdings auch in dieser Saison keine Ruhe ein: Kurz vor Saisonende gab der Verein Anfang Mai bekannt, dass Geschäftsführer René Witte den ThSV mit sofortiger Wirkung nach vielen Jahren verlassen wird.
Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins sorgten letztendlich für die einvernehmliche Trennung. Die Aufgaben von Witte werden ab sofort von Günter Oßwald und Peter Krauß übernommen. Beide kennen den Verein: Oßwald ist langjähriger Sponsor, Krauß Vizepräsident des Stammvereins. Auf dem Feld präsentierte sich das Team jedoch unter anderem mit drei Unentschieden gegen die Löwen, Leipzig und in Kiel sowie einem wichtigen Sieg gegen GWD Minden stabil. Beim letzten Spiel vor der Nationalmannschaftspause boten die Spieler aus der Wartburg-Stadt auch der MT Melsungen lange die Stirn, mussten sich jedoch knapp mit 33:36 geschlagen geben.
„Wir wissen um die Besonderheit der engen und lauten Halle in Eisenach, wo uns ein sehr schweres Auswärtsspiel mit einer immer hitzigen Atmosphäre erwartet. Da gilt es, kühlen Kopf zu bewahren und eine gute und geduldige Abwehr zu spielen“, weiß TBV-Trainer Florian Kehrmann die Aufgabe einzuschätzen. „Eisenach spielt oft mit vier Rückraumspielern, geht viel in die Zweikämpfe und versucht immer wieder, über Stoßen und Rückstoßbewegungen zum Erfolg zu kommen. Deshalb müssen wir sehr aufmerksam und sehr aggressiv verteidigen, um dann zu Ballgewinnen zu kommen und ins Tempo zu gehen, damit wir sie bestrafen können. Vorne wird es darum gehen, gegen ihre sehr aggressive 6:0-Abwehr, aber auch gegen die fast Manndeckung in der 3:3, gute Lösungen zu finden, Ruhe zu bewahren und konsequent abzuschließen. Danach müssen wir schnell wieder in die eigene Abwehr zurückkommen. Das ist die Marschroute fürs Spiel gegen Eisenach“, so Kehrmann weiter.
Vier der letzten fünf Aufeinandertreffen konnte der TBV für sich entscheiden, ließ in der Hinrunde beim 28:19-Erfolg keine Zweifel aufkommen. An das letzte Auswärtsspiel in Eisenach haben die Lipper jedoch keine guten Erinnerungen und mussten das Feld damals mit 31:34 als Verlierer verlassen. Geleitet wird die Begegnung am Freitagabend vom Schiedsrichterinnengespann Tanja Kuttler und Maike Merz. Dyn überträgt das Duell ab 18:45 Uhr live.
Pressemeldung: TBV














