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Zwischen April 2021 und April 2026 sind die Preise für Molkereiprodukte in Nordrhein-Westfalen um 39,1 % gestiegen (Basis 2020 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verteuerte sich Milch in den letzten 5 Jahren um 26,2 %. Darunter zeigten sich bei der Preisentwicklung von Voll- und teilentrahmter Milch nur geringe Unterschiede: Vollmilch verteuerte sich im genannten Zeitraum um 26,8 %, teilentrahmte Milch um 25,6 %. Insgesamt stiegen die Nahrungsmittelpreise im selben Zeitraum um 35,6 %.
Milchpreise zuletzt gesunken, aber weiterhin auf hohem Niveau
Zwischen Januar 2022 und April 2023 stiegen die Preise für Milch mit 38,4 % besonders stark an. Grund hierfür waren u.a. die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine – dazu zählten steigende Kosten in Produktion, Transport sowie der Kühlung. Ab Mai 2023 begann sich die Preissituation langsam zu stabilisieren, sodass die Milchpreise zunächst leicht sanken. Mit Beginn der zweiten Jahreshälfte 2024 stiegen diese dann wieder leicht an. Seit Oktober 2025, sind sinkende Preise zu beobachten. So wurde Milch im April 2026 um 10,4 % günstiger angeboten als im Oktober 2025, dennoch lagen die Milchpreise nach wie vor deutlich über dem Niveau von vor dem Krieg in der Ukraine.

Käse und Quark innerhalb der letzten 5 Jahre um 42,3 % gestiegen
Stärkere Preisanstiege waren bei weiteren Molkereiprodukten zu beobachten: Die Preise für Käse und Quark stiegen im Zeitraum von April 2021 bis April 2026 um 42,3 %. Auch bei diesen Molkereiprodukten zeigten sich besonders seit Januar 2022 bis zum Ende des ersten Quartals 2023 starke Preisanstiege. Käse und Quark verteuerte sich in diesem Zeitraum um 45,6 %, darunter erhöhte sich insbesondere Quark um 76,7 % und Schnittkäse um 47,2 %. Während sich die Preise für Käse seitdem auf einem nahezu konstanten Niveau bewegen, sind die Preise für Quark zwischen Mai 2023 und April 2026 wieder gesunken (–25,1 %).
Hinweise zur Statistik
Grundlage für diese Pressemitteilung ist der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2026 mit Januar 2025) oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2026 mit Januar 2026). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und 2025). Für die Pressemitteilung wurde die Veränderung des Jahresdurchschnitts zugrunde gelegt. (IT.NRW)















