In den Monaten Januar bis März 2026 sind von den sechs Hauptverkehrsflughäfen in Nordrhein-Westfalen rund 3,3 Millionen Passagiere abgeflogen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, entsprach dies einem Anstieg von etwa 5,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2025. Die Zahl der Einsteigenden lag damit jedoch rund 19,6 % unter dem Wert von vor sieben Jahren (1. Quartal 2019: 4,1 Millionen Passagiere). Deutschlandweit lag die Zahl der Passagiere im ersten Quartal 2026 bei ca. 20,6 Millionen und damit um 3,9 % unter dem Vorjahresquartal. 16,2 % aller gewerblich in Deutschland beförderten Passagiere starteten im ersten Quartal dieses Jahres von einem der großen Flughäfen in NRW.

Größter prozentualer Zuwachs des Passagieraufkommens am Flughafen Niederrhein
Bei Betrachtung der einzelnen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen fällt auf, dass der Flughafen Paderborn/ Lippstadt etwa 37,7 % weniger Passagiere als im Vorjahresquartal verzeichnete. Auch am Flughafen Dortmund gab es einen leichten Rückgang von 3,2 %. Im Gegensatz dazu hatte der Flughafen Niederrhein mit 15,2 % im Vergleich zum ersten Quartal 2025 den größten prozentualen Zuwachs an Passagieren. Der Flughafen Düsseldorf, von dem 56,6 % aller NRW-Passagiere abflogen, hatte einen Anstieg von 7,3 %.
Mögliche Gründe für Schwankungen der Passagierzahlen an den einzelnen Flughäfen können u. a. Anpassungen im Flugplan durch geänderte Reiseziele, Änderungen bei den am Standort vertretenen Airlines sowie beim individuellen Reiseverhalten sein.
Zahl der Passagiere bei Inlandsflügen weiter rückläufig
Von den insgesamt rund 3,3 Millionen NRW-Passagieren flogen 91,3 % im ersten Quartal 2026 ins Ausland. Das waren 186.500 mehr als im Vergleichszeitraum 2025, jedoch 110.500 weniger als im ersten Quartal 2019. Das Passagieraufkommen bei Inlandsflügen lag mit 290.200 Passagieren um 0,7 % unter dem Ergebnis des Vorjahresquartals und um 70,7 % unter dem des ersten Quartals 2019.
Knapp 3 % mehr Fluggäste in den Nahen Osten
Die Anzahl der NRW-Passagiere mit Direktflügen in die Länder des Nahen Ostens ist im ersten Quartal 2026 um 2,8 % im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen. Den größten prozentualen Zuwachs gab es bei den Fluggästen nach Zypern mit 60,2 %, gefolgt von Jordanien mit 35,0 %. Auch die Zahl der Passagiere nach Saudi-Arabien erhöhte sich in diesem Zeitraum um 27,4 %. Der größte Rückgang der NRW-Passagiere wurde mit 39,4 % in den Irak verzeichnet. Ebenso sank die Passagieranzahl nach Katar um 32,8 % und in die Vereinigten Arabischen Emirate um 22,0 %.

Hinweise zur Statistik
Die Verkehrsleistungsstatistik im Luftverkehr erfasst den Luftverkehr an den Hauptverkehrsflughäfen mit mehr als 150.000 Fluggästen im Jahr. In NRW sind das die Flughäfen Dortmund, Düsseldorf, Köln/Bonn, Münster/Osnabrück, Niederrhein und Paderborn/Lippstadt.
In der vorliegenden Pressemitteilung werden Ergebnisse der Verkehrsleistungsstatistik im Luftverkehr zum passagierbezogenen Verkehr (OFOD – On Flight Origin and Destination) betrachtet. Der passagierbezogene Verkehr geht der Frage nach, woher Passagiere kommen und wohin sie reisen, unabhängig davon, ob das Flugzeug zwischengelandet ist oder ob direkt geflogen wird. Die hier vorliegenden Auswertungen beinhalten nur die einsteigenden Passagiere an den Hauptverkehrsflughäfen in NRW und das erste Streckenziel (Direktflüge).
Laut dem Politiklexikon der Bundeszentrale für politische Bildung werden üblicherweise folgende Staaten zum Nahen Osten gezählt: Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien, Syrien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate und Zypern (Quelle: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17880/nahost-naher-osten/). (IT.NRW)

















