Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Mai 2026 bei 2,4 %. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sank der Preisindex gegenüber dem Vormonat (April 2026) um 0,2 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Mai 2025 und Mai 2026 um 2,3 % gestiegen.

Vorjahresvergleich: Energiepreise stiegen durchschnittlich um 5,7 %
Zwischen Mai 2025 und Mai 2026 sind die Preise für Nahrungsmittel um 0,1 % gestiegen. Dabei verteuerten sich insbesondere Obst um 4,2 %, Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte um 3,8 % sowie Fleisch und Fleischwaren um 2,7 %. Vegane oder vegetarische Produkte auf Getreidebasis hingegen wurden um 12,9 % günstiger angeboten. Die Preise für Speisefette-/öle sanken durchschnittlich um 17,8 % (darunter Butter –33,0 %). Molkereiprodukte und Eier wurden um 4,6 % günstiger.
Die Energiepreise sind im Vergleich zum Vorjahresmonat insgesamt um 5,7 % gestiegen. Im Bereich der Haushaltsenergien stiegen die Preise für Heizöl um 26,9 % und Fernwärme um 2,5 %. Günstiger als im Vorjahresmonat waren Strom (–3,9 %) und Gas (–1,1 %). Der hohe Preisanstieg bei Kraftstoffen, der sich seit März dieses Jahres u. a. vor dem Hintergrund der Lage im Nahen Osten abzeichnete, liegt im Mai 2026 bei 14,4 %. Dabei verteuerte sich Diesel um 21,6 % und Benzin um 12,2 %.
Vormonatsvergleich: Die Preise für Diesel und Benzin sanken im Mai 2026
Um Autofahrende zu entlasten gilt im Zeitraum vom 01. Mai bis zum 30. Juni 2026 ein sogenannter „Tankrabatt“. Dabei muss die Steuersenkung auf Kraftstoffe um bis zu 0,17 Euro pro Liter von den Mineralölkonzernen nicht zwingend an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weitergegeben werden.
Zwischen April 2026 und Mai 2026 sanken vor dem Hintergrund des „Tankrabatts“ die Krafstoffpreise insgesamt um durchschnittlich 6,5 %. Dabei wurde Diesel um 10,9 % und Benzin um 5,0 % günstiger angeboten. Im Bereich der Nahrungsmittel sanken die Gemüsepreise um 6,9 %, darunter u. a. Paprika um 20,1 % und Tomaten um 20,0 %. Hingegen stiegen die Preise für Möhren um 30,2 % und für Zitrusfrüchte um 3,7 %.
Diese Pressemitteilung zur Entwicklung der Verbraucherpreise in NRW ist auf Basis vorläufiger Ergebnisse erstellt. Die endgültigen Ergebnisse für den Berichtsmonat Mai 2026 werden voraussichtlich am 05. Juni 2026 veröffentlicht. Diese können in der Landesdatenbank NRW abgerufen werden.
Grundlage für diese Pressemitteilung ist der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2026 mit Januar 2025) oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2026 mit Januar 2026). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und 2025).
Eine Tabellenübersicht der vorläufigen und endgültige Monats- und Jahresergebnisse zur Entwicklung der Verbraucherpreise nach Hauptgruppen (2- bis 4-Steller) in Nordrhein-Westfalen finden Sie in der Landesdatenbank NRW. Weitere Informationen und methodische Erläuterungen zum Verbraucherpreisindex finden Sie auf unserer Statistikseite (IT.NRW)














