
Bild von TRANG NGUYEN auf Pixabay
Auf 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner in Nordrhein-Westfalen kamen zum Jahresbeginn 2026 durchschnittlich 593 zugelassene Pkw. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg die Pkw-Dichte damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % leicht an. Grund für diesen Anstieg war sowohl eine höhere Anzahl an zugelassenen Pkw, als auch eine leicht rückläufige Bevölkerungszahl in NRW.
Die Pkw-Dichte in NRW lag auf gleichem Niveau wie der Bundesdurchschnitt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg auch hier die deutschlandweite Pkw-Dichte um 0,4 % von etwa 590 auf ebenfalls ca. 593 leicht an. Damit setzte sich der langfristig ansteigende Trend fort.
Kreis Olpe auf dem ersten Platz bei Pkw-Dichte von Privatfahrzeugen in NRW
Der Kreis Euskirchen wies im Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte in NRW am 1. Januar 2026 mit ca. 834 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die höchste Pkw-Dichte auf und lag damit auch deutschlandweit auf dem zweiten Platz. Diese hohe Anzahl an zugelassen Pkw im Kreis Euskirchen ist auf einige größere Unternehmen der Autovermietungsbranche zurückzuführen. Entfernt man bei der Berechnung die Anzahl gewerblich gemeldeter Pkw, so lag der Kreis Euskirchen mit etwa 616 privat gemeldeten Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner lediglich auf dem fünften Platz in NRW. Der Kreis Olpe belegt dann mit einer Pkw-Dichte von 635 Platz 1, gefolgt vom Kreis Höxter mit 634 und dem Oberbergischen Kreis mit 620. Die niedrigste Dichte verzeichnete die kreisfreie Stadt Düsseldorf mit 377 je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Pkw-Dichte zum Jahresbeginn 2026 nur in den Stadtstaaten gesunken
Auf Ebene der Bundesländer war ebenfalls ein Anstieg der Pkw-Dichte für alle Flächenländer erkennbar, während die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg einen Rückgang verzeichneten. Am höchsten war die Dichte der insgesamt gemeldeten Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner im Saarland mit etwa 649 Pkw, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit ca. 644. Berlin wies mit ca. 330 Pkw je 1.000 Personen wie im Vorjahr die geringste Pkw-Dichte auf. Bremen landete mit ca. 427 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern an vorletzter Position.
Private Pkw-Dichte fiel in ländlichen Regionen tendenziell höher aus
Beim Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland können gewerblich gemeldete Fahrzeuge, vor allem die von Autovermietungen, die Ergebnisse für einzelne Kreise stärker nach oben verzerren. Das kann auch die Stadtstaaten betreffen. Daher werden beim Vergleich aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland, inklusive der Stadtstaaten, nur die privat gemeldeten Pkw verglichen. Bei dieser Betrachtung lag der Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz mit 728 Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner auf Platz 1. Am unteren Ende des Rankings befand sich Bundeshauptstadt Berlin mit 282 privat gemeldeten Pkw je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese Unterschiede zwischen Landkreis und kreisfreier Stadt stehen stellvertretend für die räumlichen Unterschiede in ganz Deutschland. In ländlichen Regionen lag die Pkw-Dichte tendenziell auf einem höheren Niveau als in städtischen Regionen. Gründe dafür könnten die mangelnde Verkehrsinfrastruktur und längere Pendelwege in diesen Regionen sein.

Methodischer Hinweis
Der Indikator gibt die Anzahl der Pkw zum Stichtag 1. Januar eines Jahres gemessen an 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zum 31. Dezember des Vorjahres wieder. Die verwendeten Bevölkerungszahlen stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes und die Anzahl gemeldeter Pkw entstammen Daten der Statistik des Kraftfahrzeug- und Anhängerbestandes des Kraftfahrtbundesamtes (KBA).
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
















