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Preise für Dienstleistungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen um 5,8 % gestiegen

von | Juli 23, 2026 | Wirtschaft

Foto: pixabay

Die Preise für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und Pflegeeinrichtungen sind im ersten Halbjahr 2026 in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 5,8 % gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt auf Basis von Daten des Verbraucherpreisindex mitteilt, erhöhten sich dabei die Preise für die stationäre Pflege gesetzlich versicherter Personen um 6,8 % und die für privat versicherte Personen um 6,2 %. Die Aufwendungen für Altenwohnheime oder betreutes Wohnen verteuerten sich im selben Zeitraum um 3,5 %.

Preisentwicklung für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und ähnlichen Einrichtungen NRWs
Verbraucherpreisindex NRW (Basisjahr 2020)
Merkmal Veränderung des Preisindex in % jeweils zum Vorjahreszeitraum
Jahr
2021/20221)
Jahr
2022/20231)
Jahr
2023/20241)
Jahr
2024/20251)
1. Halbjahr
2025/20262)
Dienstleistungen in Altenwohnheime u. ä. Einrichtungen –5,2 +6,0 +9,2 +6,2 +5,8
davon:
    Aufwendung für Altenwohnheim
oder betreutes Wohnen
+2,2 +3,8 +6,2 +4,2 +3,5
    Stationäre Pflege, gesetzlich Versicherte –8,9 +7,1 +10,5 +7,2 +6,8
    Stationäre Pflege, privat Versicherte +1,0 +4,6 +11,5 +6,6 +6,2
1) Jahresdurchschnitt
2) Halbjahresdurchschnitt, berechnet auf Grundlage der Monate Januar bis Juni

Stationäre Pflege privat Versicherter im Fünfjahresvergleich um 25,6 %, gesetzlich Versicherter um 15,6 % gestiegen

Im Fünfjahresvergleich zeigt sich, dass die Preise für die stationäre Pflege gesetzlich Versicherter zwischen 2021 und 2025 um 15,6 % gestiegen sind. Der höchste Preisanstieg zum Vorjahr wurde dabei im Jahr 2024 gemessen (+10,5 %). Zwischen den Jahren 2021 und 2022 kam es zu einem Preisrückgang, maßgeblich dafür war die Pflegereform 2021. Die Preise für die stationäre Pflege privat Versicherter stieg zwischen 2021 und 2025 mit 25,6 % überdurchschnittlich stark an. Zum Vergleich: Die Preise für Dienstleistungen in Altenwohnheimen und Pflegeeinrichtungen insgesamt erhöhten sich um 16,6 %.

Preise für ambulante Pflege gesetzlich Versicherter im Fünfjahresvergleich um 35,0 % gestiegen

Steigende Preise zeigen sich jedoch nicht nur in Pflegeeinrichtungen. Betroffen ist auch, wer zu Hause auf professionelle Unterstützung angewiesen ist. Die ambulante Pflege privat Versicherter war im ersten Halbjahr 2026 um 7,1 % teurer als im Vorjahreszeitraum, die gesetzlich Versicherter um 11,9 %. Neben den direkten Pflegekosten sind auch die Preise für zusätzliche Dienstleistungen gestiegen. So verteuerte sich Essen auf Rädern im selben Zeitraum um 4,8 % und medizinische Bäder, Physiotherapie, Krankentransporte u. Ä. um 1,5 %.

Im Fünfjahresvergleich von 2021 bis 2025 verzeichnete die ambulante Pflege privat Versicherter einen Anstieg von 26,8 % und die der gesetzlich Versicherten von 35,0 %. Essen auf Rädern verteuerte sich um 28,4 %, medizinische Bäder, Physiotherapie, Krankentransporte u. Ä. um 18,2 %.

Hinweise zur Statistik

Grundlage für diese Pressemitteilung ist der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2026 mit Januar 2025) oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2026 mit Januar 2026). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und 2025). Für die Pressemitteilung wurde die Veränderung des Jahresdurchschnitts zugrunde gelegt.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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