
Foto: pixabay
Im Jahr 2025 wurden in den 305 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern mit insgesamt 110.208 Betten rund 4,3 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,0 % mehr Menschen als ein Jahr zuvor. Die Zahl der vollstationären Behandlungen stieg somit das dritte Jahr in Folge, blieb aber weiterhin um 7,6 % niedriger als vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Anzahl der Betten verringerte sich im vergangenen Jahr um 1,2 %.
Im Zeitraum von 2015 bis 2019 war die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle von 4,5 Millionen auf 4,7 Millionen nahezu kontinuierlich angestiegen und fiel dann im ersten Pandemiejahr 2020 um 13,9 % auf 4,0 Millionen. Im Zehnjahresvergleich lag die Zahl im Jahr 2025 um 5,3 % niedriger. Die durchschnittliche Bettenauslastung stieg 2025 gegenüber dem Vorjahr zwar um 0,8 Prozentpunkte auf 72,7 %, blieb aber trotz der geringeren Gesamtbettenzahl deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019 von 76,6 %.

Größter Anstieg der Beschäftigten im Pflegedienst
50.460 Ärztinnen und Ärzte waren 2025 hauptamtlich in den Krankenhäusern Nordrhein-Westfalens beschäftigt. Das waren 1,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigtenzahl im Pflegedienst war 2025 mit 135.565 Personen um 3,7 % höher als im Vorjahr. Mit 130.606 Beschäftigten in den übrigen nichtärztlichen Diensten (wie medizinisch-technischer Dienst, Funktionsdienst oder Wirtschaft und Versorgung sowie Verwaltung) waren 1,5 % mehr in diesen Bereichen beschäftigt als 2024. Die Anzahl des nichtärztlichen Personals insgesamt stieg damit im Jahr 2025 um 2,6 % auf 266.171 Personen.
Knapp ein Drittel des ärztlichen Personals in Krankenhäusern arbeitete in Teilzeit
Der Anteil Teilzeitbeschäftigter in den Krankenhäusern blieb 2025 gegenüber 2024 unverändert bei 47,2 %. Beim ärztlichen Personal waren im Jahr 2025 insgesamt 30,2 % in Teilzeit beschäftigt, im Pflegedienst waren es mit 51,7 % mehr als die Hälfte der Beschäftigten. Insgesamt arbeiteten im Krankenhaus angestellte Frauen häufiger in Teilzeit als dort tätige Männer.
Ein Viertel der Krankenhäuser verfügte über 11 oder mehr Fachabteilungen
101 bzw. ein Drittel der insgesamt 305 Krankenhäuser hatte maximal 3 Fachabteilungen. Weitere 119 Krankenhäuser (39,0 %) hatten zwischen 4 und 10 Fachabteilungen. Knapp ein Viertel, also 75 Krankenhäuser, verfügte über 11 oder mehr Fachabteilungen. Darüber hinaus bestanden 10 Tageskliniken ohne eigene Fachabteilungen.
Jeweils etwa ein Drittel der Krankenhäuser in NRW hatte zwischen 100 und 249 beziehungsweise zwischen 250 und 499 Betten. Mit 500 oder mehr Betten waren 69 Krankenhäuser ausgestattet. Das entspricht einem Anteil von 22,6 %. Lediglich 39 Einrichtungen (12,8 %) hatten weniger als 100 Betten.

Mehr Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen
Im Jahr 2025 wurden in den 125 nordrhein-westfälischen Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen 229.832 Patientinnen und Patienten vollstationär behandelt. Damit war die Patientenzahl um 0,4 % höher als 2024, jedoch um 2,4 % niedriger als vor Beginn der Corona-Pandemie. Im Zehnjahresvergleich sank die Zahl um 1,7 %.
Hinweise zur Statistik
Die Statistik der Grunddaten der Krankenhäuser und Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen erhebt jährlich strukturelle Merkmale zur sachlichen und personellen Ausstattung dieser Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Es wurden die 305 nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser ausgewertet, die im gemäß § 293 Abs. 6 SGB V geführten Standortverzeichnis enthalten und berechtigt sind, Leistungen für die gesetzlichen Krankenkassen zu erbringen.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
















