
Isabelle Axmann zeigte beim ersten Heimauftritt eine starke Leistung. (Timon Peters / HSG Blomberg-Lippe)
Wieder ein Mittwoch, bereits zum dritten Mal ein Heimspiel. Am vierten Spieltag der Alsco Handball Bundesliga Frauen feierte die HSG einen nie gefährdeten Heimsieg mit 31:20 (19:9) und bleibt damit vor der Nationalmannschaftspause mit der perfekten Ausbeute in der heimischen Liga. Vor 849 Zuschauern netzten Nuria Bucher und Nieke Kühne jeweils fünfmal ein. Nicole Roth feierte elf Paraden.
Konsequenz in Abwehr und Angriff
Vor der ersten Nationalmannschaftspause, bei der gleich sechs HSG-Spielerinnen unterwegs sind, verabschiedeten sich die Blombergerinnen mit dem bereits vierten Heimspiel im September. Zum dritten Mal startete die HSG ein Bundesligaspiel in diesem Monat in der SynFlex Arena an der Ulmenallee. Gegen die Gäste aus Zwickau setzte Steffen Birkner zunächst auf Alexia Hauf, Nieke Kühne, Elín Magnúsdóttir, Díana Magnúsdóttir, Judith Tietjen, Maxi Mühlner und Nicole Roth. Zudem gab Neuzugang Isabelle Axmann nach dem ersten Champions-League-Auftritt in Lemgo auch in Blomberg ihr Heimdebüt.
Auf Seiten der Zwickauerinnen startete Norman Rentsch mit dezimiertem Kader und ohne Schlüsselspielerin Silje Brøns Petersen unter anderem mit den beiden Topscorerinnen Liv Navne und Nina Ramusovic.
Zunächst gaben die Blombergerinnen aber das Tempo vor: Magnúsdóttir zog den Strafwurf, den Bucher verwandelte. Hinten feierte Roth ihre erste Parade und über Kühne und Hauf fiel das 2:0. Erst nach dem Treffer von Tietjen fielen die beiden ersten Zwickauer Treffer, beim zweiten musste Mühlner mit einer Zeitstrafe schon früh das Feld verlassen. Auch in Unterzahl zeigte sich Hauf treffsicher und erhöhte wieder auf 4:2.
Da Humpert, die schon in den Zwickauer Spielen zuvor eine starke Leistung zeigte, gegen Magnúsdóttir den Gegenstoßtreffer verhinderte, verkürzte der Gast in der SynFlex Arena wieder auf einen Treffer. Vorne tat sich die HSG im Positionsspiel schwer, kassierte dann Ramusovics Tor zum Ausgleich, ehe sich Kühne gegen die Zwickauerin direkt durchsetzte, das Tor erzielte und die Zeitstrafe herausholte. Kühne netzte auch in Überzahl sehenswert per Heber über Humpert ein, doch wieder gelang den Zwickauerinnen der Anschluss.
In der Defensive fanden die Blombergerinnen jetzt einen besseren Zugriff, zwangen die Gäste ins Zeitspiel und konnten, nachdem Magnúsdóttir gegen ihren ehemaligen Verein erstmals in dieser Partie einnetzte, gleich auf 8:5 erhöhen. Mit dem Steal von Kühne nahm Mühlner Tempo auf, scheiterte diesmal aber an der jetzt eingewechselten Katja Grewe und vergab damit die Chance auf die erste Vier-Tore-Führung.
Rentsch zog knapp 14 Minuten nach Anpfiff die erste Auszeit des Duells. Hauf blieb dabei cool, nachdem Hasselbusch gegen Kühne das Stürmerfoul unterlief, und die Linksaußen netzte per Gegenstoß ein. Den inzwischen entstandenen 4:0-Lauf der HSG unterbrach Ramusovic, doch prompt netzte erneut Kühne zum 11:6 nach 17 Minuten ein.
Knapp sieben Minuten blieb die HSG in diesem Flow ohne Gegentor. Auch gegen Navne war Roth zur Stelle und verhinderte, dass der Vorsprung schmolz. Birkner brachte für Kühne Jurenczyk. Der Ball landete aber zunächst bei Tietjen, die auch beim zweiten Wurf eiskalt blieb.
Im Sieben-gegen-Sechs zogen die Zwickauerinnen den Strafwurf, den Ramusovic an Roth vorbei brachte. Das brachte die Gastgeberinnen aber nicht aus dem Tritt: Axmann rückte für Díana Magnúsdóttir aufs Feld, doch Grewe verhinderte das erste Tor des Neuzugangs. Nachdem Grewe auch den Gegenstoß von Tietjen parierte, zog Rentsch seine bereits zweite Auszeit, doch auch die brachte die HSG nicht aus dem Tritt.
Hinten eroberte die HSG den Ball, Mühlner netzte ins leere Tor ein. Und nur Momente später tat es ihr Hauf gleich und erhöhte erstmals auf 14:7. Birkner wechselte weiter durch, sodass nun auch Bucher auf dem Feld stand. Jurenczyk, Axmann mit ihrem ersten Tor nach dem Karriereende und auch Bucher erzielten dann den komfortablen Halbzeitvorsprung zum 19:9. Auch, weil Roth bereits zur Pause zehn Paraden feierte und damit jeden zweiten Ball der Zwickauerinnen parierte.
Komfortabler Heimsieg trotz Rotation
Zur zweiten Halbzeit brachte Birkner Lilli Röpcke für Alexia Hauf ins Spiel. Die Blombergerinnen kassierten zwar zunächst den zehnten Gegentreffer, aber ab da ging alles Richtung HSG: Nach Kühne netzte Axmann zum zweiten Mal ein, Lepschi parierte ihren zweiten Siebenmeter und Röpcke erhöhte auf 22:10.
Trotz Rotation in der Aufstellung dominierten die Blombergerinnen weiterhin das dritte Bundesliga-Heimspiel vor den eigenen Fans. Vor 849 Zuschauern unterliefen der HSG dann im Angriff kleine Ungenauigkeiten, sodass die Zwickauerinnen erstmals ins Tempospiel kamen und gegen Lepschi, die für Roth zwischen die Pfosten gerückt war, auf 23:13 verkürzten.
Birkner zog seine Auszeit und brachte wieder den Rückraum mit Jurenczyk, Elín Magnúsdóttir und Axmann. Letztere legte auf Mühlner ab, die wieder auf elf Tore erhöhte. Nur drei Gegentore kassierten die Blombergerinnen in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit und hielten den Trend auch mit dem nächsten Ballgewinn aufrecht. Durch Jurenczyk erhöhte die HSG erneut auf zwölf Tore Vorsprung.
Lepschi kam mindestens genauso gut nach ihren beiden Siebenmeterparaden in die Partie, parierte den nächsten Wurf, doch vorne stockten die Blombergerinnen jetzt wieder. Über vier Minuten blieb die HSG ohne eigenen Torerfolg, ehe sich Magnúsdóttir durch die Abwehr tankte und auf 26:15 erhöhte.
Weiterhin blieb die Führung der Blombergerinnen ungefährdet, auch weil Axmann zum dritten Mal den Treffer feierte und sich der Vorsprung der Gastgeberinnen wieder auf zwölf Treffer einpendelte. Das letzte Wort des Abends hatte dann Jurenczyk mit ihrem vierten Tor.
Die HSG gewinnt damit auch das vierte Spiel in der neuen Saison der Alsco HBF und feiert den 31:20-Heimerfolg.
Stimmen zum Spiel
Steffen Birkner: „Wir haben erneut über 60 Minuten sehr gut verteidigt und konnten im Angriff den Ball gut weiterspielen, auch in den verschiedensten Konstellationen, die sich weiterhin finden müssen. Wir konnten während des Spiels viel wechseln und ich freue mich, dass Isabelle Axmann ein gutes Spiel gemacht hat.“
Isabelle Axmann: „Ich war aufgeregt, heute hier mein erstes Heimspiel in Blomberg zu haben, und das hat sich mit dem Sieg hier einfach bestätigt. Es ist schon eine Umstellung, aber ich bin froh, heute wieder zu einer Bundesligaform gefunden zu haben.“
Aufstellungen
HSG Blomberg-Lippe: Lepschi, Roth; Rüffieux, D. Magnúsdóttir (1), Kühne (5), Mühlner (3), Axmann (4), Bucher (5), Tietjen (3), Röpcke (1), Hauf (4), E. Magnúsdóttir (1), Jurenczyk (4)
BSV Sachsen Zwickau: Grewe, Humpert; Agustsdottir (1), Balogh, Campos, Tobolewska (1), Reuter, Navne (4), Hasselbusch (4), Worozanska, Ramusovic (8), Steverink (2)
Pressemeldung: HSG














