
Die Landtagsabgeordnete Ellen Stock (Mitte) mit Geschäftsführer Oliver Voßhenrich (links im Bild) sowie dem wirtschaftspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion André Stinka.
Auf Einladung des Geschäftsführers Oliver Voßhenrich besuchten die Landtagsabgeordnete Ellen Stock, Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Wohnen und Digitalisierung, und der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, André Stinka, kürzlich das Unternehmen POS Tuning in Bad Salzuflen.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand das Thema zirkuläre Wirtschaft. Ziel ist es, Rohstoffe möglichst wiederzuverwenden, geschlossene Materialkreisläufe zu etablieren und ressourceneffizient zu produzieren. Doch wie lässt sich dieser Anspruch in der Praxis umsetzen?
Oliver Voßhenrich berichtete von den Herausforderungen, die insbesondere bei der Beschaffung und Verarbeitung von Sekundärkunststoffen entstehen. Re-Granulate von technischen Kunststoffen seien teilweise erheblich teurer als neue Granulate und auf dem Markt nur schwer verfügbar. Bei POS Tuning wird das gewonnene Re-Granulat der Produktion neuer Kunststoffe beigemischt. Auf diese Weise können Ressourcen geschont und wertvolle Rohstoffe im Kreislauf gehalten werden.
Aus Sicht des Unternehmens müssen die Rahmenbedingungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft jedoch weiterentwickelt werden – von der Aufbereitung und Entsorgung bis hin zur Preisgestaltung. Auch die starke Abhängigkeit von Importen wurde thematisiert. Ein hoher Anteil der benötigten Rohstoffe bzw. Vormaterialien stammen aus China. Dies setze die europäische Wirtschaft zunehmend unter Druck.
„Wir müssen die Produktion und das Recycling stärker vor Ort in Deutschland und Europa voranbringen“, so die gemeinsame Einschätzung. Dafür brauche es bessere Rahmenbedingungen, insbesondere durch Digitalisierung, weniger Bürokratie und wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen.
André Stinka betonte, dass sich die Ressourcenknappheit künftig weiter verschärfen werde – nicht zuletzt aufgrund internationaler Krisen und Konflikte. „Wir müssen begreifen, dass wir es uns nicht leisten können, nicht zu recyceln.“
Ellen Stock unterstrich die Bedeutung einer leistungsfähigen Aufbereitung von Recyclingmaterialien: „Der Aufbereitung von Recyclingmaterial muss eine deutlich höhere Bedeutung beigemessen werden. Unsere Rohstoffe sind nur begrenzt verfügbar und endlich.“
Für Oliver Voßhenrich beginnt Veränderung zunächst im Bewusstsein jedes Einzelnen: „Der Fortschritt beginnt im Kopf.“ Er verwies auf die Verantwortung, die jeder und jede für die eigene Zukunft, aber auch für den Erhalt unserer Umwelt trägt. Mit den Worten „Treffen Sie gute Entscheidungen“ verabschiedete er die beiden Abgeordneten bereits zum nächsten Termin.
Ellen Stock und André Stinka bedankten sich für das offene und aufschlussreiche Gespräch. Die Anregungen und konkreten Herausforderungen aus der betrieblichen Praxis wollen beide in ihre weitere Arbeit im Landtag einfließen lassen.
Pressemitteilung und Foto der Landtagsabgeordneten Ellen Stock













