
Jonny Clayton gewinnt die Swiss Darts Trophy 2026. Quelle: PDC Europe / Sebastian Doppstadt
Jonny Clayton hat die Swiss Darts Trophy 2026 gewonnen. Der Waliser setzte sich in einem hochklassigen Finale mit 8:4 gegen Luke Humphries durch und feierte damit seinen vierten Titel auf der European Tour. Neben zahlreichen Überraschungen sorgten historische Averages und das spannende Rennen um die European Championship für ein spektakuläres Wochenende in Basel. Im Finale der Swiss Darts Trophy lieferten sich Clayton und Humphries zunächst einen offenen Schlagabtausch. Während „Cool Hand Luke“ mit starkem Scoring überzeugte, zeigte sich Clayton vor allem auf die Doppel äußerst sicher. Nach neun Legs ohne Break gelang „The Ferret“ beim Stand von 5:4 mit einem 26er-Checkout die Vorentscheidung.
Der Waliser gewann auch die nächsten beiden Legs und machte mit einem 46er-Finish den 8:4-Erfolg perfekt. „Wenn du diese Trophäen gewinnen willst, musst du Spieler wie Luke schlagen. Er ist absolut fantastisch, ein guter Freund und was für ein Spieler!“, lobte Clayton seinen Finalgegner. Auf dem Weg zum Titel bezwang der 52-Jährige Maik Kuivenhoven (6:1), Rob Cross (6:4), Karel Sedlacek (6:2) und Gian van Veen (7:4). Mit seinem Triumph sicherte sich Clayton außerdem die Teilnahme am Grand Slam of Darts: „Jetzt kann ich meinen Urlaub für den Grand Slam absagen. Also muss ich wohl in Wolverhampton sein.“
Favoritensterben und dramatischer Kampf um Dortmund
Bereits am Samstag entwickelte sich die Swiss Darts Trophy zu einem regelrechten Favoritenfriedhof. Gleich zehn der 16 gesetzten Spieler schieden bei ihrem ersten Auftritt aus. Neben Wessel Nijman, Luke Woodhouse, Martin Schindler, Ryan Searle, Chris Dobey und Jermaine Wattimena erwischte es auch Titelverteidiger Stephen Bunting, James Wade, Michael van Gerwen und Danny Noppert. Besonders brisant ist das frühe Ausscheiden mit Blick auf die Machineseeker European Championship. Martin Schindler (31.) und Stephen Bunting (32.) belegen aktuell die letzten beiden Qualifikationsplätze. Mit Karel Sedlacek, Joe Cullen, Michael Smith und Sebastian Bialecki lauern jedoch gleich mehrere Verfolger. Beim letzten European-TourEvent der Saison in Maastricht fällt damit die endgültige Entscheidung über die 32 Teilnehmer in Dortmund.
Suljovic überrascht, Bellmont begeistert die Heimfans
Eine der größten Überraschungen des Wochenendes gelang Mensur Suljovic. Der Österreicher bezwang unter anderem Michael van Gerwen, Ross Smith und Dirk van Duijvenbode und erreichte erstmals seit fünf Jahren wieder ein Halbfinale auf der European Tour. In der Runde der letzten vier war gegen Luke Humphries (4:7) Schluss. Für Jubel auf den Schweizer Rängen sorgte Stefan Bellmont, der sich zum Auftakt mit 6:3 gegen Andrew Gilding durchsetzte. Als einziger der vier Schweizer Host Nation Qualifier erreichte er die zweite Runde, unterlag dort allerdings Krzysztof Ratajski mit 2:6. Auch für die beiden deutschen Teilnehmer endete das Turnier am Samstag. Niko Springer hatte zunächst den Schweizer Roman Wellinger souverän mit 6:1 bezwungen, blieb anschließend gegen Gian van Veen jedoch ohne Leggewinn (0:6). Martin Schindler musste sich bei seinem Auftaktmatch Tom Bissell mit 4:6 geschlagen geben.
Humphries mit Rekord-Average, Brooks überrascht
Für die statistische Glanzleistung des Wochenendes sorgte Luke Humphries. Beim 6:0 gegen Krzysztof Ratajski spielte der Engländer einen sensationellen Average von 114,15 Punkten und stellte damit einen neuen Turnierrekord auf. Dabei verpasste er mit einem Dart auf die Doppel-5 sogar die Chance, den European-Tour-Rekord von 118,66 Punkten anzugreifen. Im Halbfinale gegen Suljovic legte Humphries mit einem Average von 111,17 Punkten einen weiteren Weltklasse-Auftritt nach. Für eine weitere Überraschung sorgte Bradley Brooks. Der Engländer erreichte erstmals
ein Viertelfinale auf der European Tour, nachdem er Niels Zonneveld, Chris Dobey und Jeffrey de Graaf bezwungen hatte. Gegen Gian van Veen fehlte ihm anschließend nur ein Dart zum Halbfinaleinzug. Trotz dreier Matchdarts musste er sich im Decider mit 5:6 geschlagen geben.
European Tour vor spannendem Saisonfinale
Bereits vom 16. bis 18. Oktober geht die European Tour mit der Elten Safety Shoes Dutch Darts Championship im MECC Maastricht in ihre letzte Runde. Dort werden die finalen Startplätze für die Machineseeker European Championship vergeben, die vom 22. bis 25. Oktober in der Dortmunder Westfalenhalle stattfindet.
Pressemitteilung der PDC Europe















