Die SG Belle-Cappel-Leopoldstal bleibt in der Bezirksliga Staffel 3 auf Erfolgskurs. Beim Auswärtsspiel gegen die Spvg 20 Brakel setzte sich der Tabellenführer vor 200 Zuschauern mit 3:1 (0:0) durch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit sorgten Vadim Thomas, Jerome Vanin und Finn Niederkrome mit ihren Treffern für klare Verhältnisse. Im ersten Durchgang gelang es keiner der beiden Mannschaften, den entscheidenden Akzent in der Offensive zu setzen. So ging es mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung jedoch Fahrt auf. Vadim Thomas brachte die Gäste in Führung und stellte damit die Weichen auf Auswärtssieg.
In der 70. Minute erhöhte der zur Halbzeit für Marian Rieks eingewechselte Jerome Vanin auf 2:0. Die SG blieb anschließend am Drücker und baute ihren Vorsprung weiter aus. Finn Niederkrome traf in der 80. Minute zum 3:0 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Brakel gelang kurz vor dem Abpfiff lediglich noch Ergebniskosmetik. Der in der 88. Minute eingewechselte Mourice Degenhard verkürzte in der 90. Minute auf 1:3. Am verdienten Auswärtserfolg der Gäste änderte das nichts mehr. Durch den Erfolg baut die SG Belle-Cappel-Leopoldstal ihre starke Saisonbilanz weiter aus. Nach zwölf Spieltagen stehen zehn Siege und zwei Niederlagen zu Buche. Mit 30 Punkten führt die Mannschaft die Tabelle an. Auch offensiv präsentiert sich die SG in guter Verfassung: Bereits 47 Treffer hat das Team in dieser Saison erzielt. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holte der Spitzenreiter zwölf von 15 möglichen Punkten.
Für die Spvg 20 Brakel bleibt die sportliche Situation dagegen angespannt. Nach zwölf Spielen stehen vier Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen in der Bilanz. Nur vier Punkte aus den vergangenen fünf Partien verdeutlichen die derzeitige Formschwäche. Nach einer zweiwöchigen Spielpause geht es für beide Mannschaften am Sonntag, 8. November, weiter. Die SG Belle-Cappel-Leopoldstal empfängt dann den SC Borchen. Die Spvg 20 Brakel trifft vor heimischer Kulisse auf die SG Boke/Bentfeld.
Vadim Thomas erklärte wie folgt: „Eigentlich müssen wir schon zur Halbzeit mit 3:0 oder 4:0 führen. Wir hatten drei, vier richtig gute Möglichkeiten, waren im Abschluss aber nicht konsequent genug. Direkt nach der Pause ist dann endlich der Knoten geplatzt. Robin Schlingmann hat sich mit einem starken Solo durchgesetzt, kam dabei etwas ins Straucheln und ich konnte ihm den Ball vom Fuß nehmen und zum 1:0 einschieben. Das 2:0 erzielte Jerome Vanin mit einem sehenswerten Rechtsschuss aus 18 Metern in den Winkel. Beim 3:0 traf Finn Niederkrome aus rund 30 Metern ebenfalls rechts oben in den Winkel.
Insgesamt war es ein hochverdienter Sieg, weil wir das Spiel über weite Strecken klar dominiert haben. Wir hatten gefühlt 70 Prozent Ballbesitz und acht bis neun hochkarätige Torchancen, wenn nicht sogar mehr. Der Knoten ist lediglich etwas spät geplatzt. Entscheidend war für mich aber die Art und Weise, wie wir Fußball gespielt haben. Wir haben offensiv verteidigt, das Spiel kontrolliert und das Tempo vorgegeben. Das war gerade auswärts eine richtig starke Leistung. Am Ende hätten wir vielleicht noch ein paar Tore mehr erzielen können. Mit den drei Punkten sind wir aber sehr zufrieden und freuen uns jetzt auf das spielfreie Wochenende.“
SG Belle-Cappel-Leopoldstal II verliert Verfolgerduell in Blomberg
Rückschlag für die zweite Mannschaft der SG Belle-Cappel-Leopoldstal: Im direkten Duell mit dem Blomberger SV II musste sich die Elf von Trainer Alexander Bulau mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. Die Gastgeber nutzten ihre Chancen konsequent und legten bereits vor der Halbzeit den Grundstein für den Heimsieg. Durch die Niederlage rutschte die SG auf den sechsten Tabellenplatz ab. Dabei begann die Partie für die Gäste denkbar unglücklich. In der 18. Minute beförderte Christopher Werner den Ball ins eigene Netz und brachte Blomberg damit in Führung. Nur elf Minuten später legten die Hausherren nach. Alexander Schreckenbach traf in der 29. Minute zum 2:0 und sorgte für eine komfortable Pausenführung.
SG-Trainer Alexander Bulau reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel. Luis Vanin und Christoph Fallapp kamen für Fabian Esch und Jan Alberti ins Spiel. Doch zunächst schlugen erneut die Gastgeber zu. Unmittelbar nach Wiederanpfiff erhöhte Jeroen Veenstra in der 46. Minute auf 3:0 und brachte den Blomberger SV endgültig auf die Siegerstraße. Die SG gab sich trotz des deutlichen Rückstands nicht auf. In der 72. Minute gelang dem eingewechselten Christoph Fallapp der Treffer zum 1:3. Für eine Aufholjagd reichte es allerdings nicht mehr. Blomberg brachte den Vorsprung über die Zeit und sicherte sich drei wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Tabellenplätze. Mit der Niederlage musste die SG Belle-Cappel-Leopoldstal II ihren Tabellenplatz an den direkten Konkurrenten aus Blomberg abgeben. Beide Mannschaften haben in der laufenden Saison bislang sieben Siege eingefahren. Besonders die jüngste Bilanz dürfte den Gästen Sorgen bereiten. Aus den vergangenen fünf Begegnungen holte die Mannschaft lediglich sechs Punkte. Soll der Anschluss an die Spitzengruppe nicht verloren gehen, muss die SG in den kommenden Wochen wieder konstanter punkten.
BSV-Coach Tarek Ekmekci ordnet das Spiel wie folgt ein: „Wir haben defensiv konsequent verteidigt und kaum etwas zugelassen. Auch offensiv haben wir uns gute Chancen herausgespielt, diese allerdings nicht konsequent genutzt. Unsere drei Tore sind durch zwei Fernschüsse und eine Standardsituation gefallen. An der Verwertung unserer Großchancen müssen wir deshalb weiter arbeiten. Insgesamt sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden und freuen uns über drei verdiente Punkte.“
Auch Alexander Bulau kommentierte für unsere Redaktion: „Das war insgesamt ein sehr schwaches B-Liga-Spiel auf niedrigem Niveau. Unsere Leistung war schlichtweg katastrophal. Es hat an der richtigen Einstellung, am Zweikampfverhalten und an der nötigen Einsatzbereitschaft gefehlt. Wir haben praktisch alles vermissen lassen, was man braucht, um ein solches Spiel erfolgreich zu gestalten. Blomberg hat verdient gewonnen, war letztlich aber auch nur die bessere von zwei schwachen Mannschaften. Unser Auftritt war unterirdisch und in dieser Form absolut unbefriedigend.“















