Für den Kunstverein Schieder-Schwalenberg hat der 9. November eine ganz besondere Bedeutung. Unsere Galerie befindet sich im ehemaligen Haus Bachrach, das bis zum Novemberpogrom 1938 von der letzten in Schwalenberg verbliebenen jüdischen Familie Bachrach bewohnt wurde – einer Familie, die hier über 200 Jahre lang lebte und wirkte.
In diesem Jahr laden wir Sie herzlich am Montag, den 9. November um 19:00 Uhr, Galerie HAUS BACHRACH︱Marktstr. 5︱32816 Schwalenberg zu einem Filmabend mit anschließendem Gespräch ein. Der Film „Vielleicht in einem anderen Leben“ ist die Verfilmung des Theaterstücks „Jedem das Seine“ von Silke Hassler und Peter Turrini. Beide haben mit der Regisseurin Elisabeth Scharang zusammen am Drehbuch zum Film mitgewirkt.
Der Film ist eine österreichisch-deutsch-ungarische Koproduktion und erschien 2011, ausgezeichnet mit dem Prädikat besonders wertvoll. Er spielt in den letzten Tagen des 2.Weltkrieges, in denen Volkssturm und Schutzstaffel tausende Juden durch das zerfallende Deutsche Reich treiben, um sie Konzentrationslagern zuzuführen, in diesem Fall dem KZ Mauthausen.
Eine aus 19 Überlebenden dieser Todesmärsche bestehende Truppe landet in einem Heuschober in einem niederösterreichischem Dorf, wo sie entdeckt werden. In der bewegenden und eindringlich weiteren Erzählung werden wir Zeugen von Menschlichkeit, Grausamkeit, Hoffnung, Verzweiflung, Licht und Dunkelheit.
Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen, wie den Hauptpreis des Jewish Eye-World Jewish Festival 2011 und den Österreichischen Filmpreis 2012 für die beste weibliche Darstellerin, Ursula Strauss. Der Eintritt ist frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten. Da die Plätze in unserer Galerie begrenzt sind, bitten wir um Ihre Anmeldung.
Pressemeldung und Foto: Kunstverein Schieder-Schwalenberg
















