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5,4 % der Menschen im Rentenalter bezogen Ende 2025 Grundsicherung im Alter

von | Nov. 4, 2026 | Wirtschaft

Ende 2025 bezogen in NRW 5,4 % der Menschen, die das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht oder überschritten hatten, Grundsicherung im Alter. Ein Jahr zuvor waren es 5,3 %. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag diese Quote in NRW damit um 1,1 Prozentpunkte höher als im gesamten Bundesgebiet: Ende 2025 bezogen bundesweit 4,3 % der Menschen im Rentenalter Grundsicherung im Alter.

Ende 2025 lag die Zahl der Menschen, die Grundsicherung im Alter erhielten, bei 201.940 und damit um +3,0 % über dem Vorjahreswert. (vgl. Pressemitteilung vom 24.04.2026). Ende Juni 2026 bezogen 203.890 Menschen Grundsicherung im Alter.

Frauen im Rentenalter bezogen Ende 2025 zu 5,6 % Grundsicherung im Alter. Bei den Männern fiel die die Quote mit 5,2 % wie schon in den Vorjahren niedriger aus als bei den Frauen.

Anspruch auf diese Leistung haben Personen, die die Altersgrenze nach § 41 Absatz 2 SGB XII erreicht haben und die ihren Lebensunterhalt aus eigenem Einkommen und Vermögen bzw. dem ihres (Ehe)Partners nicht sicherstellen können. Die an dem gesetzlichen Renteneintrittsalter orientierte Altersgrenze lag im Dezember 2025 bei 66 Jahren und 2 Monaten.

Höchste Altersgrundsicherungsquoten in den Großstädten Düsseldorf und Köln

Am höchsten waren die Quoten der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter in den Großstädten Düsseldorf und Köln, in denen Ende 2025 mit jeweils 10,5 % mehr als jede zehnte Person über der Altersgrenze Grundsicherung im Alter erhielt. Es folgten Dortmund mit 9,1 %, Aachen mit 8,4 % und Essen mit 8,3 %. Am seltensten bezogen ältere Menschen im Kreis Olpe Grundsicherung im Alter: Hier lag die Quote bei 2,5 %.

Quote der Empfänger/-innen von Grundsicherung im Alter* zum Jahresende 2025

Überdurchschnittlich hohe Quoten finden sich vor allem im städtischen Raum, wo bei angespannten Wohnungsmärkten oft vergleichsweise hohe Wohnkosten anfallen. Dadurch reichen die Alterseinkünfte häufig nicht aus, um den Lebensunterhalt zu decken.

Hinweise zur Statistik

In der Statistik der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem 4. Kapitel SGB XII wird die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter jeweils zum Quartalsende erhoben. In der Statistik werden nur Personen erfasst, die die Leistungen tatsächlich erhalten. Wie hoch die Zahl derer ist, die zwar anspruchsberechtigt wären, diesen Anspruch aber z. B. aus Unkenntnis oder Scham nicht geltend machen, ist nicht bekannt.

Die Quote der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung im Alter wird nur zum Jahresende ausgewiesen, weil für diesen Bezugszeitpunkt Bevölkerungszahlen nach Altersjahren aus der Fortschreibung des Bevölkerungsbestands zur Verfügung stehen. Die Quote setzte die Zahl der Personen mit Bezug von Grundsicherung im Alter zu der Zahl der Personen, die die Altersgrenze nach § 41 Absatz 2 SGB XII erreicht haben, ins Verhältnis.

Die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze für den Renteneintritt seit dem Jahr 2012 von 65 auf 67 Jahre führt dazu, dass das Anspruchsalter auf die Grundsicherung im Alter nach § 41 Absatz 2 SGB XII ebenfalls steigt. Im Juni 2026 lag die Altersgrenze bei 66 Jahren und 4 Monaten.

Die Leistungen der Grundsicherung im Alter setzt sich zusammen aus der pauschalen Regelleistung plus ggf. Mehrbedarfen sowie der Erstattung der als angemessen anerkannten Kosten der Unterkunft. Während der Regelbedarf bundeseinheitlich festgelegt wird, variieren die übernommenen Kosten der Unterkunft regional erheblich.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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