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Der Primärenergieverbrauch hat im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen 2.787 Petajoule betragen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Energiebilanz mitteilt, sank dieser gegenüber dem Vorjahr um 10,3 %. Bezogen auf die einzelnen Energieträger waren insbesondere die nachgefragten Mengen an Kohle (−22,2 %), Mineralölprodukte (−9,3 %) und Gase (−7,3 %) rückläufig.
Mit 37,8 % hatten Mineralölprodukte (u. a. Erdöl, Heizöl) nach wie vor den höchsten Anteil am Primärenergieverbrauch in NRW, gefolgt von den Energieträgern Kohle mit 27,4 % und Gas (z. B. Erdgas) mit 23,9 %. Der Anteil der sonstigen Energieträger, zu denen neben Strom auch beispielsweise Fernwärme zählt, hat um 24,1 % zugenommen. Absolut betrachtet liegt er mit 10,9 % jedoch deutlich hinter den vorab genannten Energieträgern.
Anteil erneuerbarer Energieträger erreicht neuen Höchststand
Unter den sonstigen Energieträgern sind die erneuerbaren Energieträger (Wind-, Wasserkraft, Solarenergie, Biomasse, Klär-, Deponiegas u. a.) hervorzuheben: Deren Verbrauch stieg um 6,9 % auf 240 Petajoule. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch betrug damit 8,6 % und stieg auf den höchsten Wert seit 1990.
Mehr als 80 % der erneuerbaren Energieträger gingen auf Biomasse und Windkraft zurück
Einen erheblichen Anteil an den erneuerbaren Energieträgern machten Biomasse (59,1 %) und Windkraft (21,9 %) aus. Unter den erneuerbaren Energieträgern legte Windkraft im Vergleich zu 2022 mit 28 % am stärksten zu.
Hinweise zur Statistik
Der Primärenergieverbrauch setzt sich aus dem Energieaufkommen im Land, den Energiebezügen und -lieferungen über die Landesgrenzen sowie Bestandsveränderungen zusammen. Hierbei werden Primär- (z. B. Steinkohle) und Sekundärenergieträger (z. B. Strom, Fernwärme) als auch erneuerbare Energieträger berücksichtigt. Bei einem negativen Primärenergieverbrauch von einem Energieträger übersteigt das Angebot die Nachfrage. In dem Fall wird der Energieträger exportiert bzw. die Lagerbestände aufgestockt. Der Primärenergieverbrauch wird u. a. von der Europäischen Union und der Bundesregierung hinsichtlich nationaler Energie- und Klimapläne herangezogen.
Die Energiebilanz NRW weist das Aufkommen und die Verwendung von Energieträgern in Nordrhein-Westfalen für jeweils ein Jahr möglichst lückenlos und detailliert nach. Sie gibt Aufschluss über die energiewirtschaftlichen Veränderungen und erlaubt Aussagen über den Verbrauch der Energieträger in den einzelnen Sektoren. Sie gibt ebenso Auskunft über den Fluss von der Erzeugung bis zur Verwendung in den verschiedenen Umwandlungs- und Verbrauchsbereichen. Die Energiebilanzen und die hierauf basierenden CO2-Emissionen werden seit 1990 für NRW erstellt. Diese energiebedingten Emissionen in Form von Kohlenstoffdioxid (CO2) zählen zu den wichtigsten Treibhausgasen.
Die Energie- und die darauf aufbauende CO2-Bilanz basiert auf den Ergebnissen der amtlichen Energiestatistik, verschiedenen Verbandsstatistiken sowie Schätzungen und Hochrechnungen. Das Zusammenspiel dieser Quellen ist einer der Gründe, für den zeitlichen Verzug beim Erstellen der Bilanzen. (IT.NRW)















