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Baupreise für Wohngebäude weiter angestiegen

von | Juli 13, 2026 | Wirtschaft

Die Baupreise für Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) in Nordrhein-Westfalen waren im Mai 2026 um 4,0 % höher als im Vorjahresmonat. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stiegen die Baupreise für Wohngebäude im Vergleich zu Februar 2026 um 1,9 %.

Preisindizes für Bauleistungen an ausgewähltenBauwerken
in Nordrhein-Westfalen (Basisjahr 2021 = 100)
Preisindex für … Indexstand
im
Mai 2026
Zu-(+) bzw. Abnahme (–)
Mai 2026 gegenüber
Mai 2025 Februar 2026
Wohngebäude 136,4% +4,0% +1,9%
  Rohbauarbeiten 131,5% +3,9% +2,3%
  Ausbauarbeiten 140,3% +4,1% +1,7%
Bürogebäude 137,9% +4,1% +1,8%
Gewerbliche Betriebsgebäude 137,2% +4,1% +2,0%
Straßenbau 154,6% +6,8% +3,0%
Brücken im Straßenbau 134,1% +2,9% +1,6%
Ortskanäle 145,8% +5,1% +2,4%
Instandhaltung von Wohngebäuden
ohne Schönheitsreparaturen
138,4% +4,6% +1,9%
Schönheitsreparaturen in Wohnungen 137,5% +4,8% +1,4%
Außenanlagen für Wohngebäude 143,2% +5,8% +2,4%

Preise für Rohbauarbeiten um 3,9 % gestiegen

Die Rohbauarbeiten für den Bau von Wohngebäuden verteuerten sich zwischen Mai 2025 und Mai 2026 um 3,9 %. Den stärksten Preisanstieg gab es in diesem Bereich bei Klempnerarbeiten mit6,5 %, gefolgt von Abdichtungsarbeiten mit 5,5 %. Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten verteuerten sich um jeweils 5,3 %.

Preise für Ausbauarbeiten um 4,1 % gestiegen

Die Preise für Ausbauarbeiten bei Wohngebäuden stiegen im Mai 2026 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 4,1 %. Betonwerksteinarbeiten verzeichneten in diesem Bereich mit 8,4 % den höchsten Preisanstieg. Eine überdurchschnittliche Preiserhöhung wurde auch bei den Beschlagarbeiten mit 7,8 % festgestellt. Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen verteuerten sich um 7,0 %. Aufzugsanlagen, Fahrtreppen, Fahrsteige und Förderanlagen wurden im selben Zeitraum um 1,4 % günstiger angeboten als ein Jahr zuvor

Preise für weitere Bauwerksarten: Höchster Anstieg beim Straßenbau

Der Straßenbau wies von allen Bauwerksarten mit 6,8 %den höchsten Preisanstieg zwischen Mai 2025 und Mai 2026 auf. Dies ist u. a. auf die Preisentwicklung im Energiesektor und steigende Materialkosten wie z. B. von Bitumen, einem Bindemittel für Asphalt, zurückzuführen. Weiter verteuerten sich die Preise für Außenanlagen für Wohngebäude um 5,8 % und Schönheitsreparaturen in Wohnungen um 4,8 %.

Informationen zur bundesweiten Entwicklung der Erzeugerpreise von Baumaterialien im Mai 2026 finden Sie in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Hinweise zur Statistik

Grundlage dieser Pressemitteilung ist die Statistik der Preisindizes für die Bauwirtschaft. Die Indizes für Bauleistungspreise werden vierteljährlich erhoben. Sie stellen die Entwicklung der Preise für den konventionell gefertigten Neubau ausgewählter Bauwerksarten des Hoch- und Ingenieurbaus sowie für die Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden dar. Für den Ingenieurbau werden die Preisentwicklungen im „Straßenbau“, bei „Brücken im Straßenbau“ und bei „Ortskanälen“ aufgeführt. Der Preisindex für Außenanlagen für Wohngebäude spiegelt die Preisentwicklung für die Herstellung von Grünanlagen auf dem Grundstück mit Wohnbebauung wider.

Die Preisentwicklung wird einschließlich Umsatzsteuer abgebildet. Die Erhebung findet in den Berichtsmonaten Februar, Mai, August und November eines Jahres statt. Die Statistik wird in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Das derzeitige Basisjahr ist 2021. (IT.NRW)

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