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Beinbruch unter Palmen? Der richtige Versicherungsschutz im Urlaub

von | Aug. 19, 2026 | Kunterbunt

© Verbraucherzentrale NRW

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Wenn die Sonnenliege, das Ferienhaus, der Sporturlaub oder die Kreuzfahrt wartet, ist die Freude groß. Aber was passiert, wenn man im Urlaub krank wird oder einen Unfall hat? Wer kommt für Arztkosten oder eventuell sogar Rücktransporte auf? „Das kann aus heiterem Himmel kommen“, sagt Brigitte Dörhöfer von der Verbraucherzentrale NRW in Detmold. „Wichtig ist dann eine Auslandsreisekrankenversicherung.“ Allerdings gibt es Tücken im Detail.

Urlaub innerhalb Europas und in Übersee
Ein längerer Aufenthalt in einem Krankenhaus außerhalb der EU oder in Staaten ohne Sozialversicherungsabkommen kann schnell zur finanziellen Belastung werden. Aber auch innerhalb Europas übernimmt die Krankenkasse nicht immer alle Kosten. Es werden nur die Leistungen auf dem Niveau des Reiselandes übernommen und das kann je nach Land deutliche Zuzahlungen bedeuten. Oftmals rechnen Arztpraxen im Urlaubsort auch direkt privat ab. Wer seine Rechnung dann zu Hause bei der eigenen Krankenkasse einreicht, erhält nur maximal Kosten bis zur Höhe der deutschen Sätze ersetzt. Der teure Rücktransport wird gar nicht übernommen.

Gute Vorbereitung und Vergleich wichtig
Neben Hotelbewertungen und Ausflugtipps am Urlaubsort sollten Urlauber sich im Vorfeld der Reise auch mit ihrem Versicherungsschutz beschäftigen. Gesetzlich Versicherte können sich auf der Webseite der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung (www.dvka.de) erkundigen, wie medizinische Behandlungen im Urlaubsland gehandhabt werden und welche Leistungen in EU-Ländern und anderen beliebten Reiseländern wie der Türkei oder der Schweiz von der eigenen Krankenkasse übernommen werden. Ob nun aber Europa oder weiter weg: eine Auslandsreisekrankenversicherung gehört in jedes Gepäck. Denn sie deckt Kosten ab, die nicht von der eigenen Krankenversicherung übernommen werden. Neben den notwendigen Behandlungen sollten auch Organisation und Kosten eines medizinisch sinnvollen Rücktransports nach Deutschland mitversichert sein. Vorsicht ist bei Online-Abschluss direkt bei Reisebuchung geboten. Das ist zwar bequem und mit einem Klick erledigt. Die Krankenversicherung wird hierbei aber gerne im Paket zusammen mit weiteren, unnötigen Leistungen angeboten, wie beispielsweise der Gepäckversicherung. Zudem handelt es sich oft um Jahresverträge, die im ersten Jahr einen günstigeren Preis haben, im Folgejahr dann deutlich teurer werden.

Familien und Reisen mit Vorerkrankung
Familien mit Kindern sollten besonders aufs Kleingedruckte achten und vergleichen, was und wer während der Reise versichert ist. Bei jüngeren Kindern sollte das Rooming-in mitversichert sein, also die Mitaufnahme einer Begleitperson im Krankenhaus. Auch Organisation und Kostenübernahme einer nötigen Betreuung des Kindes ist sinnvoll, wenn die Eltern krankheitsbedingt ausfallen. Ist der Nachwuchs schon älter, sollte sichergestellt sein, dass der Familientarif auch für die volljährigen Kinder noch gilt.

Für Menschen mit Vorerkrankungen kann es mitunter schwer sein, passenden Versicherungsschutz zu bekommen. Zumindest dann, wenn Behandlungen während der Reise absehbar sind. Wer also planmäßig zur Dialyse geht oder andere regelmäßige Behandlungen erhält, muss deswegen nicht auf die Fernreise verzichten. Für bis zu sechs Wochen pro Jahr übernimmt die eigene Krankenkasse auch außerhalb Europas die Kosten, die auch im Inland für die Behandlung angefallen wären. Chronisch Kranke sollten das aber vorab mit ihrer Kasse abklären. Ist der Versicherungsschutz geklärt, kann man ganz entspannt und voller Vorfreude der nächsten Reise entgegensehen.

Weiterführende Infos:
Mehr zur Auslandsreisekrankenversicherung unter: www.verbraucherzentrale.nrw/node/13885

 

 

 

 

Pressemeldung Verbraucherzentrale NRW e.V.

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