Größere Firmen des Bauhauptgewerbes stellen weiterhin neue Beschäftigte ein. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erhöhte sich bei Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Oktober 2025 um 0,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Beschäftigungslage im Bauhauptgewerbe entwickelte sich positiver als in vielen anderen Wirtschaftsbereichen des Landes.
Höchster Personalabbau im Verarbeitenden Gewerbe
Im Gegensatz zur Baubranche bauten die größeren Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes ihre Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiterzahl am stärksten weiter ab. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl war hier im Oktober 2025 um 2,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Mit Beginn des Jahres 2025 ging auch der bisher positive Trend im Gastgewerbe zurück. Die Unternehmen, dieses vergleichsweise kleinen Wirtschaftszweiges, reduzierten ihre Personalkapazität seitdem immer deutlicher. Der durchschnittliche Beschäftigtenindex war im Oktober 2025 bereits um 2,9 % unter dem Ergebnis des Vorjahresmonats.
Im Einzelhandel ist der Personalabbau des Jahres 2024 nahezu beendet. Im Oktober 2025 sank der durchschnittliche Beschäftigtenindex nur noch um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2024 war der Index um bis zu 3,3 % gefallen. Bei den wirtschaftsnahen Dienstleistungsunternehmen lag der Beschäftigtenindex im September 2025 um durchschnittlich 1,3 % über dem Vorjahresergebnis. Allerdings ist dies zu wesentlichen Teilen auch ein statistischer Basiseffekt. Grund dafür sind vorübergehend niedrige Indexwerte des Vorjahres 2024.
Unser Datenangebot im Konjunkturmonitor NRW
Diese und weitere Informationen zu interessanten konjunkturellen Sachverhalten hat das Landesamt für Statistik als „KonjunkturMonitor NRW” unter https://www.geo-statistik.it.nrw/Dashboard/KonjunkturMonitor/index.html veröffentlicht. Als neues Datenangebot enthält der Monitor die gleitenden 3-Monatsdurchschnitte für ausgewählte Indikatoren. Alle Angaben wurden berechnet auf Basis dieses Datenangebotes zum Stand 07. Januar 2026.
Das interaktive Angebot bündelt konjunkturrelevante Daten zu den verschiedenen Sektoren der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Der KonjunkturMonitor NRW bietet für diverse Indikatoren anschauliche Visualisierungen und Downloads zur weiteren Bearbeitung.
Hinweise zur Statistik
Die dargestellten Ergebnisse basieren auf folgenden Statistiken:
* Monatsbericht des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden
* Monatsbericht im Bauhauptgewerbe
* Konjunkturstatistik im Einzelhandel
* Konjunkturstatistik im Gastgewerbe
* Konjunkturstatistik im Dienstleistungsbereich
In den monatlichen Konjunkturstatistiken werden nur Unternehmen ab einer bestimmten Größengrenze befragt. Die Schwellenwerte gelten spezifisch je Statistik. In den Dienstleistungsbereichen werden zusätzlich Verwaltungsdaten für kleinere Unternehmen genutzt.
Als Beschäftigte gelten alle vom Unternehmen gemeldeten tätigen Personen, einschließlich tätiger Inhaberinnen und Inhaber sowie mithelfenden Familienangehörigen (mit mindestens 55 Monatsstunden). Es gilt die Kopfzahl. Es werden keine Zeiten von Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigten umgerechnet. Die Abgrenzung unterscheidet sich von der Erwerbstätigenrechnung (ETR). In der ETR werden die Angaben zu allen Personen gezählt, die mindestens eine Stunde in der Woche tätig waren. Hier sind auch Tätigkeiten in Kleinbetrieben enthalten. Für das Verarbeitende Gewerbe und das Baugewerbe wurde die Veränderung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl verwendet. Für alle Dienstleistungsstatistiken liegen Beschäftigtenindizes vor.
Indizes dienen dazu, die Veränderungen von Indikatoren über längere Zeiträume zu beobachten. Durch die Umrechnung in Bezug zu einem festen Basisjahr können unterschiedlich große Wirtschaftszweige anschaulich verglichen werden. Der durchschnittliche Indexwert wird für jeden Berichtsmonat mit den jeweiligen zwei Vormonatswerten ermittelt (gleitender Mittelwert).
Der Sektor der wirtschaftsnahen Dienstleistungen umfasst Unternehmen mit einem Schwerpunkt in einem der folgenden Abschnitte der Klassifikation:
* (H) Verkehr und Lagerei
* (J) Information und Kommunikation
* (L) Grundstücks- und Wohnungswesen
* (M) Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen
* (N) Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen
In der Dienstleistungsstatistik wurde zum Berichtsmonat September 2025 ein Berichtskreiswechsel umgesetzt. Ein Teil des bestehenden Berichtskreises der meldepflichtigen rechtlichen Einheiten im Dienstleistungsbereich (bisherige Stichprobe) wurde durch eine neue Stichprobe ausgetauscht. Diese neue Stichprobe ist rückwirkend ab dem Berichtsmonat Januar 2025 ergebniswirksam. Aus diesen Gründen wurden die Ergebnisse ab Januar 2025 teilweise revidiert. Im Dienstleistungsbereich werden die Meldungen der meldepflichtigen rechtlichen Einheiten (Unternehmen) durch die Nutzung von Verwaltungsdaten der Oberfinanzdirektion (Umsatzsteuervoranmeldungen) ergänzt. Dies dient sowohl der Entlastung kleinerer Einheiten als auch dem Ziel, ein möglichst präzises Bild der konjunkturellen Entwicklung zu zeichnen. (IT.NRW)















