
Auch im dritten European League Spiel unterliegt die HSG. (Matthias Wieking)
Zum Abschluss der Hinrunde in der HEF European League Gruppenphase begrüßten die Blombergerinnen mit Nykobing Falster Handball einen ehemaligen Champions League Teilnehmer in der PHOENIX CONTACT Arena. Nach einer starken Anfangsphase fehlte über die Strecke die finale Durchschlagskraft, sodass die HSG auch das dritte Spiel der Gruppenphase beim 22:29 (14:16) verliert.. Beste Werferin der Blombergerinnen war Díana Magnúsdóttir mit sieben Treffern.
Rückstand nach konzentrierter Anfangsphase
Mit dem Auswärtssieg beim Thüringer HC im Rücken ging die HSG mit viel Selbstvertrauen in das Heimspiel gegen den dänischen Vertreter Nykøbing. Trainer Steffen Birkner setzte zu Beginn auf Lara Lepschi im Tor sowie Ona Vegué, Nieke Kühne, Elín und Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu und Laura Rüffieux. Neben den bereits bekannten Ausfällen von Marie Michalczik, Carolin Jaron, Judith Tietjen und Amber Verbreaken musste die HSG kurzfristig auch auf Andrea Jacobsen verzichten. Auf Seiten der Gäste stand unter anderem Clara Lerby im Fokus, die in den beiden vorherigen Spielen insgesamt 17 Treffer erzielt hatte.
Die Gastgeberinnen starteten mit einer stabilen Defensive in die Partie. Früh rückte Rüffieux für Díana Magnúsdóttir in den Abwehrverbund, während Lepschi direkt ihre Klasse unter Beweis stellte und den ersten Abschluss der Däninnen parierte. Auch im weiteren Verlauf der Anfangsphase präsentierte sich die HSG-Abwehr aufmerksam. Trotz der beweglichen und aggressiven Defensive von Nykøbing gelang es den Blombergerinnen, über geduldiges Angriffsspiel zum Erfolg zu kommen. Den ersten Treffer der Partie erzielte Vegué nach Zuspiel von Magnúsdóttir, wenig später verwandelte sie auch den ersten Siebenmeter sicher.
Die HSG verteidigte weiterhin konsequent und ließ in den ersten Minuten nur einen Gegentreffer zu.Kühne setzte sich mit einem Rückraumwurf durch, doch nach einem Pfostentreffer der HSG nutzte Nykøbing sein Tempospiel und verkürzte per Gegenstoß. Dennoch behielten die Gastgeberinnen zunächst die Kontrolle: Nach einem Ballgewinn leitete Mühlner den nächsten Treffer ein, Njinkeu blieb über Rechtsaußen sicher und stellte erneut eine Zwei-Tore-Führung her.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, die zunehmend von Siebenmetern geprägt war. Lerby glich für die Gäste mehrfach vom Punkt aus, während die HSG im Angriff variabel blieb und sowohl über den Rückraum als auch über den Kreis erfolgreich abschloss. Beide Teams pendelten sich immer wieder beim Unentschieden ein. Vegué brachte die HSG erneut in Führung, doch Nykøbing antwortete prompt.
Nach einer Zeitstrafe gegen die Gäste nutzte die HSG ihre erste Überzahlsituation: Díana Magnúsdóttir fand die Lücke am Kreis und traf. Defensiv überzeugte die HSG weiterhin mit wichtigen Blocks und Paraden von Lepschi. Nach einem weiteren Rückraumtreffer von Kühne stellte die HSG wieder eine Zwei-Tore-Führung her. In dieser Phase schien das Spiel zugunsten der Gastgeberinnen zu kippen.
Doch anschließend schlichen sich Fehler in das HSG-Spiel ein. Fehlpässe und eine Zeitstrafe gegen Rüffieux ermöglichten es den Däninnen, erneut heranzukommen. In Überzahl nutzte Nykøbing seine Chancen konsequent, glich rund fünf Minuten vor der Halbzeit zum 13:13 aus und ging durch einen Treffer ins leere Tor erstmals in Führung. Ein 4:0-Lauf der Gäste brachte die HSG unter Druck.
Erst eine Siebenmeterparade von Nicole Roth stoppte den Lauf der Däninnen. Im Angriff traf Elín Magnúsdóttir nach längerer torloser Phase wieder für die HSG, zudem zog Vegué eine Zeitstrafe gegen Magnussen. Dennoch kassierten die Gastgeberinnen in Überzahl eine weitere Zeitstrafe, wodurch ein Ausgleich vor der Pause verwehrt blieb. Trotz einer emotionalen Schlussphase ging die HSG mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine.
Fehlende Durchschlagskraft im HSG-Angriff
Nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff setzte sich Díana Magnúsdóttir energisch durch die dänische Abwehr und holte einen Strafwurf heraus, den Ona Vegué jedoch vergab. Nykøbing nutzte den Schwung aus der Schlussphase der ersten Halbzeit sofort und erhöhte auf 17:14. Während Bang das nächste Tor für die Gäste erzielte, fanden die Blombergerinnen lange nicht zu ihrem Spiel. Auch eine Überzahlsituation nach einer Zeitstrafe gegen Hinnerfeldt brachte zunächst keinen Erfolg.
Erst Nieke Kühne durchbrach die torlose Phase mit einem Gegenstoßtreffer zum 15:18 und leitete so die erhoffte Aufholjagd ein. Veith parierte im nächsten Angriff stark, doch die Außen, die für Vegué ins Spiel gekommen war, scheiterte am Pfosten. Mitten im Aufbäumen der Blombergerinnen kassierte Kühne ihre zweite Zeitstrafe, was Nykøbing nutzte, um sich zu befreien und den Rückstand wieder auf vier Tore auszubauen. Zwei weitere Treffer ins leere Tor sorgten für eine klare 15:21-Führung der Gäste.
Trotz des Rückstands blieb die Partie hektisch und intensiv. Nach einem Foul an Elín Magnúsdóttir erhielt Nykøbing ihre erste Zeitstrafe, und Díana Magnúsdóttir nutzte die Überzahl, um den nächsten Treffer für die HSG zu erzielen. Veith zeigte erneut gute Paraden gegen Lerby, doch die Blombergerinnen scheiterten weiter an ihrer Chancenverwertung. Auch der Versuch, mit dem 7-gegen-6-Spiel die Abwehr der Dänen zu knacken, brachte keinen Durchbruch. Erst Laura Rüffieux traf wieder und verkürzte auf 17:23.
Die HSG kämpfte weiter. Mühlner und Kühne erkämpften Bälle im Innenblock, doch es fehlten nur Zentimeter, damit Kreisläuferinnen den Ball im leeren Tor unterbringen konnten. Kurz vor Schluss erhielt Caroline Jakobsen wegen Meckerns ihre dritte Zeitstrafe und musste auf die Tribüne. Díana Magnúsdóttir nutzte die Lücke sofort und erzielte ihr sechstes Tor. Auch Rüffieux traf noch einmal am Kreis, und Magnúsdóttir verkürzte auf 21:25. Njinkeu lief einen Gegenstoß, doch kleine Ungenauigkeiten verhinderten, dass die HSG die Gäste noch ernsthaft unter Druck setzen konnte.
Am Ende musste sich die HSG Blomberg mit 21:26 geschlagen geben und verliert damit auch ihr drittes Spiel in der EHF European League Gruppenphase.
Aufstellungen:
HSG Blomberg-Lippe: Veith, Lepschi, Roth; Rüffieux (3), D. Magnúsdóttir (7), Kühne (4), Mühlner, Vegué (4), Bucher, Sandberg, Hauf, E. Magnúsdóttir (1), Njinkeu (3)
Nykobing Falster Handball: Bossen, Christiansen; Jakobsen (2), Bang (3), Olsen, Jorgensen (3), Jorgensen, L. Andersen, Magnussen (7), N. Andersen (4), Obaidli (2), Lerby (6), Kristiansen (2)
Pressemeldung: HSG















