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Eine Sekunde fehlt: TBV kann Gummersbacher Höhenflug nicht stoppen

von | März 6, 2026 | TBV Lemgo

Die letzten vier direkten Vergleiche hatte der TBV Lemgo Lippe zuletzt für sich entschieden – doch am Donnerstagabend hatte der VfL Gummersbach am 24. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga das bessere Ende für sich. In der ausverkauften Schwalbe Arena sahen 4.132 Zuschauer ein Topspiel, das seinem Namen gerecht wurde. Nach einem intensiven Schlagabtausch über 60 Minuten fehlten dem TBV am Ende nur Millisekunden, um zum Ausgleich zu kommen. Letztendlich mussten sich die Lipper denkbar knapp mit 27:28 (14:15) geschlagen geben.

Beim Tabellensechsten aus dem Oberbergischen konnte TBV-Trainer Florian Kehrmann personell erneut aus dem Vollen schöpfen und rotierte im Vergleich zum Hamburg-Heimspiel nur auf den Außenpositionen: Für Samuel Zehnder rückte Leve Carstensen in die Startsieben, während auf Rechtsaußen Jarnes Faust das Vertrauen erhielt. „Wir wollen mit kühlem Kopf und breiter Brust nach Gummersbach reisen“, hatte Kehrmann vor dem Spiel die Marschrichtung vorgegeben.

Doch zunächst bestimmte der VfL das Geschehen. Mit hoher Effektivität sorgte Tilen Kodrin mit dem vierten Gummersbacher Wurfversuch für das 2:4 (4.). Beiden Teams war die große Bedeutung des Spiels in der Anfangsphase anzumerken. Viele kleine Fehler schlichen sich sowohl beim TBV als auch beim VfL ein. Entsprechend früh zog Kehrmann seine erste Auszeit, um beim Stand von 6:6 (12.) Ruhe reinzubringen.

Während die Oberbergischen immer wieder über den Kreis zum Erfolg kamen, scheiterte der TBV in der Offensive noch zu häufig am stark aufgelegten Dominik Kuzmanovic, der nach 20 Minuten gegen Jan Mudrow bereits seine fünfte Parade (45% Paradenquote) beisteuerte. In einem immer hitziger werdenden Duell schaffte es der VfL in der Folge erstmals sich mit drei Toren abzusetzen (23., 10:13). Doch der TBV hatte sich in diesem Spiel längst festgebissen und ließ die Gummersbacher nicht davonziehen. Noch vor der Pause verkürzte Samuel Zehnder von der Siebenmetermarke zum 14:15-Halbzeitstand.

In einem nicht immer hochklassigen, dafür jedoch jederzeit hart umkämpften Spiel, schenkten sich die beiden Mannschaften auch im zweiten Abschnitt nichts. Immer wieder legte das Heimteam vor, doch der TBV hatte stets die passende Antwort parat und hielt das Spiel offen. In Unterzahl war es Kapitän Tim Suton, der sein Team wieder zum 23:23-Ausgleich warf (46.). In der Folge drohte die Begegnung jedoch zu kippen, als ein klares Stoßen gegen Suton nicht geahndet wurde und der VfL im Gegenzug auf 23:25 davonzog (47.). Doch die Lipper hielten dem großen Druck einmal mehr Stand und kämpften sich mit viel Leidenschaft zurück.

Als Hendrik Wagner nach 53 Minuten zum 25:25-Ausgleich traf und Niels Versteijnen wenig später für die Lemgoer Führung sorgte (54., 26:25), verstummte die Schwalbe Arena. Als Lukas Hutecek ein weiteres Mal dorthin ging, wo es wehtut und sein Team mit 27:26 (55.) in Führung brachte, sah vieles nach einem Lemgoer Punktgewinn aus. Doch in den letzten fünf Minuten sollte den Lipper Handballern kein Tor mehr gelingen, während dem VfL durch Julian Köster der entscheidenden Treffer zum 27:28 gelang. Ein letzter Wurf von Versteijnen landete schließlich erst kurz nach Ablauf der Zeit im Tor der Heimmannschaft. Beste Lemgoer Werfer waren mit je sechs Toren Versteijnen und Zehnder.

In der Tabelle bleibt der TBV trotz der Niederlage auf Tabellenrang 4 (34:14-Punkte), während der VfL Gummersbach mit 33:13-Punkten und einem Spiel weniger vorerst auf Rang 6 bleibt. Weiter geht es für den TBV nächste Woche Sonntag (15.3., 15 Uhr) mit einem Heimspiel gegen FRISCH AUF! Göppingen. Für die Begegnung sind derzeit noch zusammenhängende Sitzplätze in Block J erhältlich. Darüber hinaus wird das Spiel live im Free TV bei Welt TV und auf Dyn SportMix sowie auf Dyn zu sehen sein.

Die Stimme zum Spiel von Florian Kehrmann: „Es war das erwartete Kampfspiel in einer tollen Atmosphäre. Meine Mannschaft hat alles auf dem Feld gelassen und sich immer wieder zurückgekämpft. Gegen Ende hatten wir dann das Momentum auch ein wenig auf unserer Seite. Trotzdem muss hier in dieser Halle alles passen, um hier wirklich zu bestehen. Letztendlich eine unglückliche Niederlage – aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind hier letztendlich an vielen kleinen Dingen gescheitert.“

VfL Gummersbach – TBV Lemgo Lippe 28:27 (15:14)

VfL Gummersbach: Kuzmanovic (13/1 P.), Obling; Vidarsson 5, Kodrin 3, Vujovic 1/1, Köster 2, Blohme, Häseler, Einarsson 1, Schluroff 5, Hallbäck 1, Mahé, Horzen, Kiesler, Smits 8/4, Zeman 2

TBV Lemgo Lippe: Möstl (9 P.), Kastelic; Hutecek 5, Theilinger 2, S. Zehnder 6, Mudrow, Simak, Schagen, L. Carstensen, Nyfjäll, Suton 4, Willecke, Versteijnen 6, Wagner 3, Faust 1

Pressemeldung: TBV

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