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Ernst von Bandel zum Geburtstag

von | Mai 6, 2026 | Events & Kultur

Bandels Skulpturengruppe verbindet handwerkliche Meisterschaft mit spielerischer Leichtigkeit / Lippisches Landesmuseum

Führung und Vortrag über den Mann hinter dem Hermannsdenkmal, am 17. Mai, im Lippischen Landesmuseum Detmold

Mai 1800 wurde Ernst von Bandel geboren – Bildhauer, Visionär und Schöpfer des Hermannsdenkmals. Anlässlich seines Geburtstags lädt das Lippische Landesmuseum Detmold zu zwei besonderen Veranstaltungen ein, die Bandel, seine Zeit und sein Vermächtnis in den Mittelpunkt stellen.

Bandel führte ein bewegtes und wechselvolles Leben. Früh zeigte sich seine künstlerische Begabung, er studierte in München und machte sich als Bildhauer einen Namen. Sein Werk reichte weit über das Hermannsdenkmal hinaus. Bandel war ein vielseitiger Künstler mit einer Vorliebe für klassizistische Formen, feine Details und idealisierte Figuren. Davon zeugt auch die Skulpturengruppe „Vier Jahreszeiten“, die sich heute in der Sammlung des Lippischen Landesmuseums befindet. Die lebensnahen Kindergestalten verbinden handwerkliche Meisterschaft mit spielerischer Leichtigkeit und zeigen eine andere, überraschend intime Seite des Künstlers.

Berühmt wurde Bandel jedoch vor allem durch ein Projekt, das viele für größenwahnsinnig hielten: ein monumentales Denkmal für Arminius, den Sieger der Varusschlacht. Mit großer Hartnäckigkeit verfolgte er seine Idee – trotz Geldmangel, Rückschlägen und langer Baupausen. Zeitweise lebte er sogar in einer einfachen Hütte auf der Grotenburg, um den Bau persönlich voranzutreiben. Erst 1875, nach fast vier Jahrzehnten Arbeit, wurde das Hermannsdenkmal vollendet – ein Triumph, den Bandel noch selbst erleben durfte.

Doch ohne die Geschichte, auf die sich das Denkmal bezieht, wäre auch Bandels Lebenswerk kaum denkbar. Die Varusschlacht, Arminius und ihre spätere Deutung als nationales Symbol bilden den historischen Hintergrund für eines der bekanntesten Monumente Deutschlands. Genau hier setzt um 15 Uhr die Sonderführung „Mythos Varusschlacht“ an.

Der Rundgang verbindet die Geschichte des Hermannsdenkmals mit der legendären Schlacht des Jahres 9 n. Chr. und geht der Frage nach, wie aus dem historischen Cheruskerfürsten Arminius der nationale „Hermann“ wurde. Welche Rolle spielten römische Autoren wie Tacitus? Wie entstand der Mythos Varusschlacht? Und warum wurde gerade im 19. Jahrhundert ein solches Denkmal errichtet?

Um 16.30 Uhr folgt der Vortrag „Ein Leben für ein Denkmal“ mit Carl-Heinz Helwig. Der Vortrag richtet den Blick auf den Weg dorthin: auf Bandels Entwicklung als Künstler, seine Familie, seine Unterstützer und Gegner sowie auf die enorme Beharrlichkeit, mit der er sein Ziel verfolgte. Dabei wird deutlich, dass Bandel weit mehr hinterließ als den berühmten Kupferkoloss auf den Höhen des Teutoburger Waldes.

Beide Veranstaltungen sind ebenso wie der Museumseintritt an diesem Tag kostenlos. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird eine Anmeldung empfohlen unter 05231 99250 oder per E-Mail an shop@lippisches-landesmuseum.de

Ernst von Bandel zum Geburtstag

Sonntag, 17. Mai 2026

15.00 Uhr Führung: Mythos Varusschlacht

16.30 Uhr Vortrag: Ernst von Bandel – Ein Leben für ein Denkmal

Anmeldung: 05231 99250 oder shop@lippisches-landesmuseum.de

Beide Veranstaltungen sind ebenso wie der Museumseintritt an diesem Tag kostenlos.

Pressemeldung: Lippisches Landesmuseum

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