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Flächennutzung für Tagebau 2025 um 2,7 % zurückgegangen

von | Sep. 16, 2026 | Wirtschaft

Zum Stichtag 31.12.2025 waren die Flächen für Tagebau, Grube und Steinbruch in Nordrhein-Westfalen um 2,7 % niedriger als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand neuer Ergebnisse der Flächenerhebung mitteilt, umfassten diese Abbaugebiete mit insgesamt 18.594 Hektar insgesamt rund 0,5 % der gesamten Landesfläche. Das entsprach ungefähr der Bodenfläche der Landeshauptstadt Düsseldorf, die 21.741 Hektar umfasst.

Rückgang der Flächen für Tagebau, Grube und Steinbruch vor allem im Rheinischen Revier

Der Rückgang der Flächen für Tagebau, Grube und Steinbruch entfiel vor allem auf drei Kreise: den Rhein-Erft-Kreis mit 384 Hektar, den Kreis Düren mit 136 Hektar und den Rhein-Kreis Neuss mit 46 Hektar. Die drei genannten Kreise sind Teil des Rheinischen Reviers, dem größten Braunkohleabbaugebiet Deutschlands. Dazu gehören unter anderem die Tagebaue Hambach und Garzweiler. Dort wurden Flächen in 2025 teilweise rekultiviert und neuen Nutzungsarten zugeführt, darunter Landwirtschaft, Wald und Gehölze, d. h. Flächen, die z. B. mit einzelnen Bäumen oder Sträuchern bestockt sind.

Anteil der Nutzungsarten an der NRW-Gesamtfläche im Jahr 2025

Vegetationsflächen bedeckten rund drei Viertel der Landesfläche

Wie bereits in den Vorjahren machten Vegetationsflächen auch 2025 den größten Anteil der Landesfläche Nordrhein-Westfalens aus. Sie umfassten 2.531.388 Hektar und damit 74,2 % der Gesamtfläche. Diese 74,2 % setzten sich zusammen aus landwirtschaftlichen Flächen mit 46,5 %, gefolgt von Waldflächen mit 24,9 % und übrigen Flächen mit 2,8 %; darunter Moore auf 0,04 % der Landesfläche.

Den zweitgrößten Anteil bildeten die Siedlungsflächen mit 576.900 Hektar beziehungsweise 16,9 %. Dazu gehörten neben Wohnbauflächen mit 7,3 % auch Industrie- und Gewerbeflächen mit 3,1 %. Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen machten 2,5 % aus. Auch die Nutzungsart Tagebau, Grube und Steinbruch zählt zur Siedlungsfläche, auf sie entfiel ein Anteil von 0,5 % der Fläche.

Verkehrsflächen nahmen 241.682 Hektar und damit 7,1 % der Landesfläche ein. Sie umfassten vor allem Straßen mit 3,9 % und Wege mit 2,5 %.

Gewässer bildeten mit 61.273 Hektar beziehungsweise 1,8 % den kleinsten Anteil an der Landesfläche; dabei entfielen jeweils 0,9 % auf Fließgewässer und auf stehende Gewässer.

Hinweise zur Statistik

Die Daten aus der Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung stammen von den Vermessungs- und Katasterverwaltungen zum Stichtag 31. Dezember 2025. Abweichungen in den Summen der Hektarangaben erklären sich aus dem Runden der Einzelwerte. Berechnungen werden auf Basis nicht gerundeter Einzelwerte durchgeführt. Da die Vermessungs- und Katasterverwaltungen in NRW den Datenbestand in einem Turnus von ca. drei bis fünf Jahren aktualisieren, kann es sein, dass Änderungen erst mit zeitlicher Verzögerung erfasst werden. Aufgrund von Änderung der Nutzungsartensystematik durch Umwidmung und Neuzuordnung von Nutzungskategorien in den Jahren 2016 und 2023 ist die Darstellung einer langfristigen Entwicklung für einzelne Nutzungsarten nur eingeschränkt möglich. Bei der Nutzungsart Tagebau, Grube und Steinbruch gibt es eine derartige Einschränkung für den Zeitraum ab 2023 nicht, so dass im Rahmen dieser Pressemitteilung ein Vergleich zum Vorjahr durchgeführt werden kann. Nähere Details dazu sind in den methodischen Hinweisen zur Flächenerhebung zu finden.

Die Nutzungsart Tagebau, Grube und Steinbruch ist dem Nutzungsartenbereich Siedlung zugeordnet. Als Flächen für Tagebau, Grube und Steinbruch werden Areale erfasst, auf denen Bodenmaterial oberirdisch abgebaut oder für die Förderung des Abbaugutes genutzt wird. Bereits rekultivierte Tagebaue, Gruben oder Steinbrüche sind nicht enthalten, sondern werden entsprechend ihrer aktuellen tatsächlichen Nutzung ausgewiesen. Unter den übrigen Flächen in der Siedlung werden Halde, Bergbaubetrieb, Flächen gemischter Nutzung, Flächen besonderer funktionaler Prägung sowie Friedhöfe erfasst.
In der Vegetation fallen unter die übrigen Flächen Gehölz, Heide, Moor, Sumpf, Grünanlage, Unland und vegetationslose Flächen. In der Kategorie Verkehr gehören zu den übrigen Flächen Plätze sowie alle erforderlichen Flächen für den Bahn-, Flug- und Schiffsverkehr. Im Bereich Gewässer zählen zu den übrigen Flächen z. B. die Bereiche von Hafenbecken, die der Be- und Entladung von Schiffen dienen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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