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In Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2025 in 130 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes, des Bergbaus sowie der Gewinnung von Steinen und Erden 50,6 Millionen Tonnen Kies, Sand und Ton gewonnen worden. Das waren 1,4 % bzw. 0,7 Millionen Tonnen weniger als im Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Absatzwert mit 738,7 Millionen Euro nominal, d. h. nicht inflationsbereinigt, um 1,3 % bzw. 9,2 Millionen Euro höher als ein Jahr zuvor. Die Absatzmenge von Kies, Sand und Ton war im letzten Jahr auf dem niedrigsten Stand seit 2015. Während vor 10 Jahren noch 60,1 Millionen Tonnen gewonnen wurden, sank die Menge seitdem um 9,6 Millionen Tonnen bzw. 15,9 %. Der Absatzwert stieg nominal von damals 462,7 Millionen Euro um 276,0 Millionen Euro bzw. 59,6 % und erreichte damit seinen Höchststand der letzten zehn Jahre.

Bau- und andere natürliche Sande im Plus – Brechsande und Körnungen rückläufig
Im Jahr 2025 wurden 12,3 Millionen Tonnen Bau- und andere natürliche Sande (ohne metallhaltige Sande) im Wert von 112,3 Millionen Euro gewonnen, was einem Anstieg von jeweils 3,0 % zum Vorjahr entspricht. Auf Bau- und anderen Kies entfielen 8,6 Millionen Tonnen (−1,4 %) mit einem Absatzwert von 118,5 Millionen Euro (+0,5 %). Des Weiteren wurden für den Beton-, Wege- oder Bahnbau 6,7 Millionen Tonnen (−3,5 %) gebrochener Kalkstein und Dolomit im Wert von 85,5 Millionen Euro (−0,3 %) sowie 6,6 Millionen Tonnen (−6,8 %) Brechsande und Körnungen mit einem Absatzwert von 127,9 Millionen Euro (−6,9 %) erzeugt. Von Körnungen und Splitt von Natursteinen (ohne Marmor) wurden im letzten Jahr 5,0 Millionen Tonnen (−0,4 %) im Wert von 68,0 Millionen Euro (+2,5 %) gewonnen.
Durchschnittlicher Absatzwert seit 2015 um 90 % gestiegen
Der durchschnittliche Absatzwert Kies, Sand und Ton je Tonne erhöhte sich nominal von 14,22 Euro im Jahr 2024 um 2,7 % auf 14,60 Euro im Jahr 2025. Seit 2015 stieg der Absatzwert pro Tonne um 89,8 % (damals: 7,69 Euro).
NRW-Betriebe erzeugten über 22 % des gesamtdeutschen Absatzwertes
Bundesweit wurden im Jahr 2025 Kies, Sand, Ton und Kaolin im Wert von 3,3 Milliarden Euro gewonnen. Das waren 0,9 % mehr als 2024. Der Anteil nordrhein-westfälischer Betriebe am gesamtdeutschen Absatzwert war mit 22,4 % nahezu unverändert (2024: 22,3 %).
Regierungsbezirk Arnsberg bei Gewinnung knapp vorn
Mit 29,8 % erfolgte 2025 beinahe ein Drittel der nordrhein-westfälischen Gewinnung von Kies, Sand und Ton von Betrieben im Regierungsbezirk Arnsberg. Darauf folgten Betriebe in den Regierungsbezirken Düsseldorf mit 29,0 %, Köln 25,5 %, Münster 9,5 % und Detmold mit 6,2 %.
Hinweise zur Statistik
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen zehn oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und Verbrauchsteuer) ab Werk berechnet. Es handelt sich um nominale (also nicht preisbereinigte) Absatzwerte. (IT.NRW)














