Banda Vocale präsentiert ein außergewöhnliches Konzertprogramm zum 100. Geburtstag von Hans Werner Henze – am 8. November 2026 im Konzerthaus. Der Eintritt ist frei.
Anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten Hans Werner Henze widmet sich die Banda Vocale einem vielschichtigen Konzertprogramm, das die musikalische Avantgarde des 20. Jahrhunderts in ihrer ganzen Ausdruckskraft erlebbar macht. Im Mittelpunkt stehen Werke von Hans Werner Henze, ergänzt durch Kompositionen von Karlheinz Stockhausen, Luigi Nono und Wolfgang Rihm. So entsteht ein musikalischer Dialog zwischen unterschiedlichen kompositorischen Handschriften, Klangsprachen und ästhetischen Positionen.
Den Auftakt bilden Auszüge aus Karlheinz Stockhausens „Chöre für Doris“ mit den Stücken „Die Nachtigall“, „Armer junger Hirt“ und „Agnus Dei“. Mit Luigi Nonos „Liebeslied“ wird eine weitere bedeutende Stimme der musikalischen Nachkriegsavantgarde vorgestellt.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet das Schaffen Hans Werner Henzes. Mit Ausschnitten aus „Orpheus behind the wire“ – darunter „What was hell like“, „The point to be noted“ und „You who survived“ – richtet sich der Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Dimensionen seines kompositorischen Schaffens.
Ergänzt wird das Programm durch den Zyklus „Lieder von einer Insel“, in dem der Tenor Stephen Jeffes als Solist zu erleben ist. Die Stücke „Schattenfrüchte fallen von den Wänden“, „Wenn du auferstehst“, „Einmal muss das Fest doch kommen“, „Wenn einer fortgeht“ und „Es ist Feuer unter der Erde“ eröffnen einen facettenreichen Einblick in Henzes poetische und musikalische Ausdruckswelt.
Den Abschluss bilden mit „Mit geschlossenem Mund“ und „Raumauge“ zwei Werke von Wolfgang Rihm, die das Programm in die jüngere Musikgeschichte führen.
Die Banda Vocale gestaltet das Konzert unter der Leitung von Fiona Talmatzky, Johanna Walch, Jakob Boudgoust, Simon Hillebrand, Julian Müller und Professorin Anne Kohler. Unterstützt wird das Ensemble von einem Instrumentalensemble mit Posaune, Violoncelli, Kontrabass, Orgel, Harfe und Schlagwerk.
Das Programm verspricht eine intensive Begegnung mit einer Musik, die sich musikalischen Konventionen entzieht, neue Klangräume erschließt und zugleich grundlegende menschliche, gesellschaftliche und emotionale Fragen berührt.
Pressemeldung: HfM














