
In Buxtehude kann die HSG den nächsten Sieg einfahren. (Timon Peters)
Auf die HSG wartete mit dem Spiel in Buxtehude nicht nur das zweite Auswärtssiel in Folge, sondern auch der Auftakt in die Rückrunde der Alsco Handball Bundesliga Frauen. In der neuen Halle Nord sichert sich die HSG den Auswärtssieg mit 19:35 (11:15). Beste Werferin der Gäste aus Blomberg war Ona Vegué mit acht Treffern.
Halbzeitführung trotz ungenutzter Chancen
Die Blombergerinnen mussten beim Auswärtsspiel in Buxtehude nicht nur auf die Langzeitverletzten Marie Michalczik und Amber Verbraeken, sowie auf Carolin Jaron und Judith Tietjen verzichten: Malin Sandberg fiel krankheitsbedingt aus sodass mit Ruslana Litvinov und Meggan Rusko aus dem Nachwuchsbereich mit die Fahrt zum BSV antraten.
Die HSG startete mit Melanie Veith, Alexia Hauf, Nieke Kühne, Andrea Jacobsen, Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu und Laura Rüffieux. Auch Buxtehude hatte mit Verletzungssorgen zu kämpfen, sodass Trainer Nikolaj Andersson unter anderem auf Jolina Huhnstock verzichten musste. Neben Anika Hampel stand Isabelle Dölle in der Startaufstellung der Gastgeberinnen.
Das Spiel begann intensiv: Nach der ersten Balleroberung erzielte Jacobsen den ersten Treffer für Blomberg, Buxtehude antwortete jedoch sofort. Magnúsdóttir glich zum 2:2 aus, bevor Dölle und Njinkeu ihre ersten Chancen ungenutzt ließen. Trotz Überzahl kassierte die HSG erneut ein Gegentor, glich aber prompt zum 3:3 aus. Vorne taten sich die Blombergerinnen zunächst schwer, doch über Díana Magnúsdóttir sicherte man sich schließlich die erste Führung.
Elín Magnúsdóttir spielte einen sehenswerten Pass auf Hauf, die den Heber vor Linder verwandelte und den Vorsprung ausbaute. Veith zeigte starke Paraden, die HSG nutzte das Tempospiel, und auch wenn Njinkeu den Ball einmal nicht kontrollierte, netzte die Rechtsaußen zum 7:4 ein. Buxtehude kassierte erneut eine Zeitstrafe, doch den Strafwurf vergab Ona Vegué, und der BSV verkürzte auf zwei Treffer. Rüffieux reagierte im Gegenstoß schnell und traf ins leere Tor. Nach 15 Minuten erhöhte Magnúsdóttir den Vorsprung erstmals auf vier Tore.
Die Abwehr der Blombergerinnen stand nun kompakt, sodass Andersson früh die erste Auszeit nahm. Veith entschärfte weitere Chancen, Hauf ließ einen Gegenstoß liegen, doch Magnúsdóttir umspielte die Abwehr und baute den Vorsprung weiter aus. Njinkeu traf nach Veith-Parade zum 11:5. Nach fast sieben torlosen Minuten erzielte Hampel gleich zwei Treffer und brachte Buxtehude wieder auf vier Tore heran. Jacobsen und Nuria Bucher ersetzten Kühne und Magnúsdóttir.
Trotz des Rückstands zeichnete sich BSV-Torhüterin Linder immer wieder aus und verhinderte wichtige Treffer. Auf den kurzen Torlauf der Gastgeberinnen reagierte Jacobsen mit einem Rückraumtreffer. Kurz vor der Pause nahm Buxtehude erneut eine Auszeit und setzte auf offensivere Abwehr, wodurch Magnúsdóttir zu Würfen von außen gezwungen wurde. Auch Hauf scheiterte im Gegenstoß an Linder. So ging die HSG Blomberg beim ersten Spiel der Rückrunde mit einer 11:15-Führung in die Kabinen.
Konsequente HSG baut Führung aus
In die zweiten 30 Minuten kam Vegué für Hauf auf die Linksaußenposition. Zudem rückte Lara Lepschi zwischen die Pfosten. Mit dem isländischen Rückraum, bestehend aus Andrea Jacobsen, Díana Magnúsdóttir und Elín Magnúsdóttir, holte Mühlner den Strafwurf heraus, den Vegué diesmal sicher verwandelte und damit das erste Tor des zweiten Durchgangs erzielte.
Den technischen Fehler im Angriff glich Jacobsen prompt mit einem Ballgewinn wieder aus, fand Vegué auf Außen, die beim 17:11 erstmals aus dem direkten Spiel traf. Die Spanierin legte sogar noch zweimal nach und baute den Vorsprung damit auf sieben Tore aus.
In Überzahl, nachdem Andresen bereits ihre zweite Zeitstrafe einstecken musste, erhöhte Njinkeu auf acht Treffer Vorsprung. Die HSG zeigte weiterhin einen perfekten Start aus der Halbzeitpause: Erst nachdem Lepschi gegen Pieperjohanns parierte und Vegué zum 20:11 traf, kassierte man den ersten Gegentreffer des BSV in der zweiten Hälfte. Ona Vegué und Co. präsentierten sich nun deutlich abschlusssicherer als noch im ersten Durchgang und zogen auf 21:12 davon. Mühlner war es anschließend, die nach einem Ballgewinn von Jacobsen per Gegenstoß erstmals eine Führung von zehn Treffern herstellte.
Trotz Buxtehuder Auszeit setzte die HSG weiter auf Tempo und belohnte sich nicht nur mit einer starken Abwehr, sondern auch mit einem Rückraumwurf von Kühne, der die Gastgeberinnen weiter auf Distanz hielt. Immer wieder zeichnete sich nun auch Lepschi aus, die nach einer weiteren Parade Mühlner auf die Reise zum 25:13 schickte.
Der Tabellenzweite bestrafte nun jeden technischen Fehler konsequent und distanzierte Buxtehude immer weiter – auch weil Lepschi zwischenzeitlich jeden zweiten Ball parierte, der auf ihr Tor kam. Als Díana Magnúsdóttir die erste Zeitstrafe für die HSG in der Partie kassierte, zog Ruslana Litvinov in Unterzahl einen Strafwurf, den Vegué sicher verwandelte. Litvinov belohnte sich im nächsten Angriff dann selbst und netzte in der beginnenden Crunchtime zum 31:16 ein. Neben Litvinov kam auch Meggan Rusko zum Einsatz.
Eine konsequente und temporeiche zweite Hälfte führte die HSG auf die Siegerstraße und brachte den deutlichen Auswärtssieg beim 19:35.
Stimme zum Spiel:
Steffen Birkner ordnet den Auswärtssieg ein: „In der ersten Halbzeit mühen wir uns, lassen die Torchancen liegen. Wir haben besprochen, dass wir das gar nicht so schlecht machen. In der zweiten Hälfte haben wir konsequent unsere Aufgaben gelöst. Am Ende wird es aufgrund dieser Konsequenz so deutlich. Das ist nicht selbstverständlich.“
Aufstellungen:
Buxtehuder SV: Kaminska, Linder; Pieperjohanns (3), Nielsen (2), Mittag (3), Frey, Hampel (5), Dölle (2), Oberländer (1), Andresen, Kaufmann, von Prittwitz (1), Ternede (2), Lück
HSG Blomberg-Lippe: Veith, Lepschi, Roth; Rüffieux (2), Jacobsen (3), Rusko, D. Magnúsdóttir (3), Kühne (4), Mühlner (6), Vegué (8), Litvinov (1), Bucher (1), Hauf (1), E. Magnúsdóttir (2), Njinkeu (4)
Pressemeldung: HSG












